In der Meyer Werft in Papenburg wurde soeben der erste Block der neuen AIDAnova auf Kiel gelegt. Das welt­weit erste Kreuzfahrtschiff, das sowohl auf See als auch im Hafen mit emis­si­ons­armem Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann, wird bereits Ende 2018 in See stechen.

Den tradi­tio­nellen „Glückscent“ unter den ersten von insge­samt 90 Blöcken legten die beiden Auszubildenden Louisa Tröbner (AIDA Cruises) und Martin de Boer (Meyer Werft) – genau beob­achtet von AIDA-​Präsident Felix Eichhorn und den beiden Geschäftsführern der Werft, Bernard und Tim Meyer.

AIDAnova (c) AIDA Cruises

Bei einer Größe von 180.000 BRZ wird die AIDAnova über rund 2.600 Kabinen verfügen und somit Platz für 5.200 Passagiere bieten. Sind alle Zusatzbetten belegt, können es aber auch mehr als 6.000 Passagiere sein. In ihrer Premierensaison wird sie ab Dezember 2018 auf Reisen rund um die Kanaren unter­wegs sein, die bereits buchbar sind.

Für das Frühjahr 2021 erwartet AIDA Cruises dann noch ein bauglei­ches Schwesterschiff. Zudem hat die Muttergesellschaft Carnival Corporation noch fünf weitere LNG-​Schiffe für Carnival Cruise Lines, Costa Cruises und Carnival UK in Auftrag gegeben, die bis 2022 von den Meyer Werften in Papenburg (Deutschland) und Turku (Finnland) gebaut werden.

Kiellegung der AIDAnova: Tim Meyer, Louisa Tröbner, Martin de Boer und Eichhorn (c) AIDA Cruises

Dank des Einsatzes von vier Dual-​Fuel-​Motoren kann diese neue Generation sowohl im Hafen als auch auf hoher See mit dem derzeit umwelt­freund­lichsten und emis­si­ons­ärmsten fossilen Treibstoff betrieben werden. Durch die Nutzung von LNG werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu voll­ständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-​Emissionen verrin­gern sich nach­haltig.

„Eine der zentralen Aufgaben, denen sich AIDA Cruises stellt, ist, Kreuzfahrten nach­haltig zu gestalten“, betonte AIDA-​Präsident Felix Eichhorn bei der Kiellegung: „Mit der AIDAnova und ihrer Schwester leisten wir erneut Pionierarbeit und setzen den Kurs konse­quent fort“. Bernard Meyer sprach eben­falls von einer „wegwei­senden Entscheidung zugunsten der Umwelt“, die für die Kreuzfahrt „sehr wichtig“ sei.

Kiellegung der AIDAnova in der Meyer Werft in Papenburg (c) AIDA Cruises

Bereits heute können die AIDAprima und die AIDAperla dank ihres Dual-​Fuel-​Motors als erste Kreuzfahrtschiffe der Welt während der gesamten Liegezeit in den Häfen ihre Energie emis­si­onsarm aus LNG produ­zieren – und immerhin verbringt ein Kreuzfahrtschiff durch­schnitt­lich 40 Prozent seiner Betriebszeit im Hafen.

Voraussetzung ist aller­dings die Verfügbarkeit von LNG im jewei­ligen Hafen. In Hamburg, Rotterdam, Le Havre, Southampton und Zeebrügge kann die AIDAprima auf ihren Westeuropa-​Kreuzfahrten bereits mit LNG betrieben werden. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet AIDA Cruises nun daran, die Technologie auch in weiteren Häfen in Europa verfügbar zu machen.

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