P&O Cruises wird in den kom­men­den vier Jahren gleich zwei neue Kreuzfahrtschiffe mit Flüssiggasantrieb (LNG) erhal­ten. Ein Neubau für 2020 war bereits ange­kün­digt. Nun hat die Muttergesellschaft Carnival die Meyer-Werft in Papenburg mit dem Bau eines wei­te­ren Schiffs beauf­tragt, das 2022 in See ste­chen soll.

Wie der erste Neubau 2020 wird auch das Schwesterschiff für 2022 bei einer Größe von 180.000 BRZ Platz für rund 5.200 Passagiere bie­ten. Zusammen erhö­hen beide Einheiten die Kapazität der P&O-Flotte um 22 Prozent.

Besonderes Merkmal der Newcomer ist die Ausstattung mit einem umwelt­scho­nen­de­ren, von flüs­si­gem Erdgas (LNG) gespeis­ten Antrieb. Damit wer­den sowohl auf hoher See wie auch im Hafen weder Schwefeldioxide noch Ruß-Partikel frei­setzt, was für eine deut­lich gerin­gere Schadstoffbelastung sorgt.

Insgesamt hat die Carnival Corporation für ihre ver­schie­de­nen Töchter nun­mehr bereits acht neue, bau­glei­che LNG-Schiffe bei der Meyer Werft und bei STX France bestellt, die zwi­schen 2018 und 2022 aus­ge­lie­fert wer­den. Jeweils zwei gehen dabei an AIDA Cruises (2018 und 2021), Costa Cruises (2019 und 2021), P&O Cruises und Carnival Cruise Line (2020 und 2022). Den Auftakt macht noch in die­sem Jahr die AIDAnova – gefolgt von der Costa Smeralda im nächs­ten Jahr.

Derzeit ist die 2015 gebaute „Britannia“ mit 3.647 Passagieren das größte Schiff von P&O Cruises. Darüber hin­aus besteht die Flotte der Reederei, die seit 180 Jahren für bri­ti­sche Kreuzfahrttradition steht, aus sie­ben wei­te­ren Schiffen, von denen das kleinste nur eine Kapazität von 710 Passagieren hat.