Pech für Hurtigruten: Das neue Expeditionsschiff MS Roald Amundsen kann nicht wie geplant bereits im Juli die­ses Jahres erst­mals in See ste­chen. Stattdessen wird die Jungfernfahrt nun erst am 3. Mai 2019 in Lissabon begin­nen. 

Hurtigruten ist damit gezwun­gen, die kom­plette, bereits gut gebuchte Premieren-Saison wie­der abzu­sa­gen und alle Expeditionen zwi­schen Juli 2018 und Mai 2019 zu strei­chen. Dabei geht es vor allem um Reisen in der Antarktis und in Südamerika. In einem Brief hat CEO Daniel Skjeldam die mehr als 3.000 betrof­fe­nen Kunden auf der gan­zen Welt bereits infor­miert.

Roald Amundsen (c) Hurtigruten /​ Rolls-Royce Illustration

Demnach hat die nor­we­gi­sche Kleven Werft, auf der das Expeditionsschiff der­zeit ent­steht, der Reederei mit­ge­teilt, dass sie „auf­grund der Komplexität der Konstruktion mehr Zeit als ursprüng­lich geplant benö­tige“. Skjeldam hat den betrof­fe­nen Kunden die Rückerstattung des Reisepreises und den Ersatz der Kosten für die Stornierung der Flüge zuge­si­chert. Darüber hin­aus erhal­ten sie Rabatte auf alter­na­ti­ven Expeditionsreisen von Hurtigruten.

Die MS Roald Amundsen war erst am 17. Februar 2018 auf der Kleven Werft in Ulsteinvik erfolg­reich vom Stapel gelau­fen und sollte nun bis Juli fer­tig­ge­stellt wer­den. Von einer mög­li­chen Verspätung war da noch keine Rede.

Roald Amundsen (c) Hurtigruten /​ Rolls-Royce Illustration

Komplex ist die Konstruktion aber alle­mal. Denn die MS Roald Amundsen soll das welt­weit erste Expeditionsschiff mit einem Hybridantrieb wer­den, der den Kraftstoffverbrauch um 20 Prozent redu­zie­ren und Phasen des kom­plett emis­si­ons­freien elek­tro­ni­schen Betriebs erlau­ben soll.

Zur Ausstattung der MS Roald Amundsen gehö­ren gleich drei Restaurants, eine Bar auf dem Oberdeck mit Jacuzzis und Infinity-Pool sowie ein Fitness- und Wellnessbereich. Mit 265 Außenkabinen, von denen die Hälfte mit Balkonen auf­war­tet, wird sie Platz für bis zu 530 Passagiere bie­ten. Innenkabinen gibt es nicht.

Das Schwesterschiff Fridtjof Nansen befin­det sich der­zeit eben­falls auf der Kleven-Werft im Bau und soll im Sommer 2019 fer­tig­ge­stellt sein. An die­sem Termin wird sich nach dem aktu­el­len Stand auch nichts ändern. cruise4news hat bereits aus­führ­lich über die bei­den neuen Expeditionsschiffe berich­tet: Hurtigruten – Erste Details zu den neuen Schiffen.