Die Carnival Corporation hat ein Joint Venture mit der China State Shipbuilding Corporation (CSSC) gegrün­det. Die neue Reederei mit Sitz in China will bereits ab Ende 2019 unter dem Namen „CSSC Carnival Cruise Shipping Limited“ eine eigene Flotte für chi­ne­si­sche Kreuzfahrtgäste betrei­ben.

Zum Start erwirbt CSSC zwei Schiffe der Carnival-Tochter Costa Crociere: Die Costa Atlantica mit Platz für 2.210 Passagiere wird bis Ende 2019 an die neue chi­ne­si­sche Kreuzfahrtlinie über­ge­ben. Das Schwesterschiff Costa Mediterranea mit Platz für 2.114 Passagiere soll zu einem noch nicht bekannt gege­be­nen Termin fol­gen – ver­mut­lich Ende 2020.

Costa Mediterranea (c) Costa Crociere

Gleichzeitig hat CSSC zwei neue Kreuzfahrtschiffe für den chi­ne­si­schen Markt bestellt. Sie wer­den von Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding (SWS) gebaut. Das erste Schiff soll 2023 aus­ge­lie­fert wer­den. Die Vereinbarung mit der chi­ne­si­schen Werft aus Shanghai beinhal­tet zudem eine Option für vier wei­tere Neubauten. Das Design soll dabei ganz auf den spe­zi­el­len Geschmack chi­ne­si­scher Reisender zuge­schnit­ten wer­den.

Für die Neubauten hat CSSC ein sepa­ra­tes Joint Venture mit der Fincantieri SpA gegrün­det. Die Italiener wer­den dabei die Technologielizenz für die Schiffsmodelle lie­fern und SWS wäh­rend des gesam­ten Bauprozesses einen tech­ni­schen Support bie­ten.

Wie bereits im Juni 2018 ange­kün­digt, wird Carnival über die Costa Gruppe auch selbst zwei neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst stel­len, die spe­zi­ell für den chi­ne­si­schen Markt ent­wi­ckelt wur­den – die Costa Venezia im Frühjahr 2019 und ein Schwesterschiff im Herbst 2020.