Royal Carib­bean hat seinen neuen Ter­minal A im Hafen von Miami offi­ziell eröffnet. Der futu­ris­ti­sche, mehr als 250 Mil­lionen US-Dollar teure Bau dient künftig als Basis für die Karibik-Kreuz­fahrten der Allure of the Seas und der Sym­phony of the Seas.

Bisher nutzte Royal Carib­bean in Miami aus­schließ­lich den Ter­minal G. Für die Oasis-Klasse – mit mehr als 5.400 Pas­sa­gieren die größten Schiffe der Welt – ist dieser aller­dings viel zu klein. Des­halb waren die Oasis of the Seas, die Allure of the Seas und die Har­mony of the Seas auch stets in den nicht weit ent­fernten Häfen von Port Ever­glades und Port Cana­veral sta­tio­niert.

Neuer Ter­minal A im Hafen von Miami (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional

Der neue Ter­minal A kann nun auch diese Pas­sa­gier­zahlen locker bewäl­tigen. The Allure of the Seas war am Sonntag das erste Schiff, das am Ter­minal A anlegte und dabei Geschichte schrieb: Nie­mals zuvor hatte ein grö­ßeres Kreuz­fahrt­schiff den Hafen von Miami besucht.

Die erst im Sommer als viertes Schiff der Oasis-Klasse in Dienst gestellte Sym­phony of the Seas wird dann nach ihrer Reise von Europa über den Atlantik nach Miami am 9. November erst­mals in ihren neuen Hei­mat­hafen ein­laufen und hier am 15. November auch fei­er­lich getauft.

Neuer Ter­minal A im Hafen von Miami (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional

Das extra­va­gante Design des neuen Ter­mi­nals soll laut Royal Carib­bean an die Krone und den Anker im Logo der Marke erin­nern, wenn man das Gebäude vom Wasser aus betrachtet – und an das „M“ von Miami aus öst­li­cher oder west­li­cher Sicht.

Innen hat das Archi­tek­tur­büro Broadway Malayan aus Sin­gapur 30 Meter hohe Decken und Wände aus raum­hohen Glas­fronten geschaffen, die viel natür­li­ches Licht in den Ter­minal lassen. Das Design-High­light bilden zwei mas­sive gol­dene Pro­pel­ler­blätter, die sich auf der zweiten Ebene in der Luft drehen.

Neuer Ter­minal A im Hafen von Miami (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional

Viel wich­tiger sind aber die neuen Tech­no­lo­gien, die hier Einzug halten. So soll eine auto­ma­ti­sche Gesichts­er­ken­nung den Ein­schif­fungs­pro­zess trotz der Men­schen­massen auf nur noch zehn Minuten ver­kürzen. Die Pas­sa­giere müssen dafür nur ein Selfie mit ihren Pass­daten in das System laden. Bei einem Test­lauf mit der Mariner of the Seas dau­erte es im Schnitt sogar nur acht Minuten, bis die Pas­sa­giere an Bord waren.

Der Hafen von Miami zählt der­zeit pro Jahr rund 750.000 Gäste von Royal Carib­bean, was rund 15 Pro­zent des gesamten Pas­sa­gier­auf­kom­mens aus­macht. Durch den neuen Ter­minal rechnet die Ree­derei aber künftig mit fast 2 Mil­lionen Pas­sa­gieren pro Jahr.

Neuer Ter­minal A im Hafen von Miami (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional

Royal Carib­bean ist aller­dings nicht die ein­zige Ree­derei, die im Hafen von Miami inves­tiert: MSC Cruises hat erst im Dezember 2017 den neuen Ter­minal F als Basis für die MSC Divina und das Flagg­schiff MSC Sea­side mit 5.170 Pas­sa­gieren eröffnet und will schon bald mit dem Bau eines wei­teren Ter­mi­nals beginnen, der auch die neuen Schiffe der „World Class“ mit bis zu 7.000 Pas­sa­giere auf­nehmen kann. Er soll im Oktober 2022 fer­tig­ge­stellt werden.

Bereits im Bau befindet sich zudem ein neuer Ter­minal von Nor­we­gian Cruise Lines, der im November 2019 eröffnet werden soll. Von hier wird dann mit der Nor­we­gian Encore das neu­este Schiff der „Bre­a­kaway Plus Class“ zu seinen Karibik-Kreuz­fahrten auf­bre­chen.

Neuer Ter­minal A im Hafen von Miami (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional