Die AID­A­nova hat end­lich ihre erste Pro­be­fahrt begonnen: Am Diens­tag­abend um 21 Uhr wurden am Pier im nie­der­län­di­schen Ems­haven zum ersten Mal seit der Ems­über­füh­rung vor rund vier Wochen die Leinen gelöst und der Neubau begab sich in die Nordsee.

Fünf Tage lang werden nun zahl­reiche tech­ni­sche und nau­ti­sche Tests durch­ge­führt, bei denen die AID­A­nova bis an ihre Grenzen aus­ge­reizt wird. So hat das Schiff bei­spiels­weise noch in der ersten Nacht seine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 21 Knoten erreicht, was rund 38 km/​h ent­spricht. Gleich­zeitig wird weiter am Innen­ausbau gear­beitet.

Wäh­rend der Test­fahrt soll sowohl Flüs­sig­erdgas (LNG) als auch her­kömm­li­cher Marine-Diesel genutzt werden. Wie bereits berichtet, kann der Neubau dank seiner Dual-Fuel-Motoren mit beiden Vari­anten betrieben werden.

Eigent­lich hätte die AID­A­nova schon am 26. Oktober zu dieser Pro­be­fahrt auf­bre­chen sollen. Doch dann teilte die Meyer Werft über­ra­schend mit, dass sich die Ablie­fe­rung des Schiffs ver­zö­gern werde. AIDA Cruises musste dar­aufhin alle vier Vor­pre­mieren-Kreuz­fahrten absagen.

Zuvor war an Bord der AID­A­nova ein Feuer in zwei Kabinen aus­ge­bro­chen. Nach Angaben der nie­der­län­di­schen Polizei könnte Brand­stif­tung eine mög­liche Ursache gewesen sein. Die Ermitt­lungen sind aber noch nicht abge­schlossen. Unklar bleibt vor­erst auch, ob der Brand die Ursache für die Ver­zö­ge­rung war.

Die für den 15. November 2018 geplante Ablie­fe­rung an AIDA Cruises dürfte nun erst gegen Ende des Monats statt­finden. Noch steht aber kein Termin fest. Die Jung­fern­fahrt zu den Kana­ri­schen Inseln soll aber wie vor­ge­sehen am 2. Dezember 2018 in Ham­burg starten.