Carnival Cruise Line greift bei der Namensgebung für das neu­este Flottenmitglied weit in die Geschichte des Unternehmens zurück: Der Neubau, der der­zeit auf der Meyer-Werft im fin­ni­schen Turku ent­steht, wird ab 2020 als „Mardi Gras“ auf den Weltmeeren unter­wegs sein – und damit genauso hei­ßen wie das erste Schiff der ame­ri­ka­ni­schen Reederei.

Die TSS Mardi Gras war ein ehe­ma­li­ger Oceanliner für Transatlantikreisen mit einer Größe von nur 27.000 BRZ. Mit ihm schuf Carnival-Gründer Ted Arison im Jahr 1972 ein moder­nes, von Klischees befrei­tes Kreuzfahrterlebnis, das erst­mals brei­ten Bevölkerungsschichten einen Urlaub auf dem Meer ermög­lichte, und legte den damit Grundstein für eine beein­dru­ckende Firmengeschichte.

TSS Mardi Gras (c) Carnival Cruise Line

Fast fünf Jahrzehnte spä­ter wird die neue Mardi Gras mit 180.000 BRZ und Platz für rund 5.200 Passagiere das größte Schiff sein, das Carnival jemals in Dienst gestellt hat – und gleich­zei­tig auch das erste Schiff des Konzerns, das mit Flüssigerdgas (LNG) ange­trie­ben wird.

Künftiger Heimathafen der Mardi Gras wird Port Canaveral in Florida. Welche Ziele das Schiff ab Herbst 2020 von hier aus ansteu­ern wird, soll im Jänner kom­men­den Jahres bekannt gege­ben wer­den. Im sel­ben Monat star­tet dann auch der Verkauf der Kreuzfahrten.

Carnival Cruise Line betreibt der­zeit 26 Schiffe. Jüngstes Flottenmitglied ist die Carnival Horizon (3.974 Passagiere), die im April 2018 ihre Jungfernfahrt absol­vierte. Im Dezember 2019 wird mit der Carnival Panorama ein wei­te­rer Neubau der Vista-Klasse zur Flotte sto­ßen, bevor im Herbst 2020 die Mardi Gras in Dienst gestellt wird. 2022 soll ein wei­te­res LNG-Schiff fol­gen.