Ein Passagier der Golden Princess ist offen­bar wäh­rend der Fahrt von Neuseeland nach Australien ins Meer gesprun­gen. Bis man sein Fehlen bemerkte, war es aber schon zu spät, um noch eine Suchaktion zu star­ten: Laut Reederei hatte der 22-Jährige aus dem aus­tra­li­schen Cranbourne offen­bar Selbstmord began­gen.

„In der Nacht wurde an Bord eine Reihe von Durchsagen gemacht und es wurde eine umfang­rei­che Suche in den Gästekabinen, den öffent­li­chen und den tech­ni­schen Bereichen durch­ge­führt. Doch der Gast konnte nicht auf der Golden Princess gefun­den wer­den“, heißt es in einer Stellungnahme von Princess Cruises, die Newsweek ver­öf­fent­licht hat.

Golden Princess (c) Princess Cruises

Nach dem Studium der Bilder aus dem Video-Überwachungssystem sei man dann zum Schluss gekom­men, dass der 22-Jährige bereits gegen 2 Uhr mor­gens „absicht­lich über Bord gegan­gen war“. In Anbetracht der Zeit, die seit­her ver­gan­gen war, habe man „mit dem tiefs­ten Bedauern und in Absprache mit dem Joint Rescue Coordination Center die Ansicht der Experten akzep­tiert, dass es lei­der keine Überlebenswahrscheinlichkeit gab“.

Niemand könne so lange im Wasser über­le­ben. Daher gehe man davon aus, dass der Passagier gestor­ben sei. Seine Familie wurde benach­rich­tigt und wird nun vom Care-Team der Reederei betreut. Die Golden Princess kehrte am Mittwoch-Morgen wie geplant nach Melbourne zurück. Das Schiff kann rund 2.600 Gäste auf­neh­men und befand sich auf einer 13-tägi­gen Kreuzfahrt nach Neuseeland.