Hur­tig­ruten hat sich mit dem nor­we­gi­schen Startup Brim Explorer zusam­men­ge­schlossen. Die beiden Unter­nehmen wollen elek­trisch betrie­bene und emis­si­ons­freie Kata­ma­rane bauen, die spe­ziell für die umwelt­freund­liche Erkun­dung einiger der unbe­rühr­testen Gewässer der Welt ent­wi­ckelt werden.

Das erste Schiff von Brim Explorer befindet sich bereits in Nor­wegen im Bau. Schon ab August 2019 werden die Hur­tig­ruten-Gäste ent­lang der nor­we­gi­schen Küste ein­zig­ar­tige Aus­flüge mit dem Elektro-Kata­maran unter­nehmen können: Im Früh­jahr und Sommer geht es ab/​bis Svolvær zu den schönsten Küsten der Lofoten und im Winter sind Nord­licht­fahrten ab/​bis Tromsø geplant.

MS Fram in Spitz­bergen (c) Hur­tig­ruten

Im Früh­jahr 2020 soll dann ein 24-Meter-Schiff an den Start gehen, das vom Hei­mat­hafen Lon­gye­ar­byen auf Spitz­bergen nach­hal­tige Tages­aus­flüge unter der Marke „Hur­tig­ruten Sval­bard“ durch­führt – geräuscharm und emis­si­ons­frei. Die Bat­te­rien des Hybrid-Kata­marans können in prak­tisch jedem Hafen auf­ge­laden werden und halten bei einer Rei­se­ge­schwin­dig­keit von 10 Knoten rund 10 Stunden.

Beide Schiffe ver­fügen über ein klares, futu­ris­ti­sches Design mit großen Fens­tern. So werden die 140 Gäste näher an die Ele­mente her­an­ge­führt – und das mit so wenig Aus­wir­kung auf die Natur wie mög­lich. Neben der Land­schaft können die Gäste dabei auf den Aus­flügen auch erst­klas­sige, lokal bezo­gene Speisen aus dem renom­mierten Kuli­narik-Kon­zept von Hur­tig­ruten genießen.

Um die Tier­welt über als auch unter der Was­ser­ober­fläche best­mög­lich zu erfassen, werden die Kata­ma­rane zusätz­lich mit Unter­was­ser­mi­kro­fonen und Unter­was­ser­drohnen des nor­we­gi­schen Star­tups Blueye Robo­tics aus­ge­stattet. Die Drohnen werden auch auf meh­reren Expe­di­ti­ons­schiffen von Hur­tig­ruten zum Ein­satz kommen.

MS Roald Amundsen (c) Hur­tig­ruten /​ Rolls-Royce Illus­tra­tion

Die Ein­füh­rung der bat­te­rie­be­trie­benen Aus­flugs­ka­ta­ma­rane ist das jüngste Bei­spiel für eine Reihe von nach­hal­tigen Initia­tiven von Hur­tig­ruten. So fei­erte Hur­tig­ruten im letzten Jahr das 125-jäh­rige Bestehen mit dem Verbot aller Einweg-Kunst­stoffe – und noch in diesem Jahr wird mit der MS Roald Amundsen das welt­weit erste hybrid­be­trie­bene Expe­di­ti­ons­schiff in Dienst gestellt.

Als Vor­reiter für nach­hal­tige Inno­va­tionen baut Hur­tig­ruten zudem bestehende Schiffe kom­plett um, um sie mit einer Kom­bi­na­tion aus großen Bat­te­rie­packs, Flüs­sig­erdgas (LNG) und Biogas (LBG) – her­ge­stellt aus orga­ni­schen Abfällen wie totem Fisch – zu betreiben.

Für die Zukunft wollen Hur­tig­ruten und Brim Explorer wei­tere nach­hal­tige Tech­no­lo­gien ent­wi­ckeln – wie zum Bei­spiel die Inte­gra­tion von Solar­mo­dulen in den elek­tri­schen Antriebs­strang der Schiffe. Durch die Nut­zung der im ark­ti­schen Sommer bis zu 24 Stunden schei­nenden Sonne sollen die Bat­te­rien wäh­rend der Fahrt auf­ge­laden werden können. Ein wei­teres aktu­elles Pro­jekt sind Sta­tionen für erneu­er­bare Ener­gien in klei­neren Häfen.

Daten & Fakten zu den Elektro-Katamaranen

- Ein­satz­ge­biete: Spitz­bergen (Mai bis Oktober), Lofoten (Früh­jahr, Sommer, Herbst), Tromsø (Winter)
– Länge: 24 m
– Breite: 11 m
– Gäste: 140
– Sitz­ge­le­gen­heiten im Freien: 80
– Bat­te­rie­ka­pa­zität: 800 kwh
– Erkun­dungs­zeit mit Bat­te­rie­leis­tung: 10 Stunden
– Flagge: Nor­we­gisch
– Besat­zung: Nor­we­gisch
– Aus­stat­tung: offene Küche und Bar, lokales kuli­na­ri­sches Kon­zept, Bild­schirme und High­tech-Geräte, Blue Eye Unter­was­ser­drohne, Unter­was­ser­mi­kro­fone