In den Jahren 2018 und 2019 wird Hurtigruten zwei nagel­neue Expeditionsschiffe in Dienst stel­len. Nun hat die Reederei erste Details zu den bei­den bahn­bre­chen­den Neubauten ver­ra­ten – und auch ihre Namen ste­hen schon fest: „Roald Amundsen“ und „Fridtjof Nansen“.

Hurtigruten ehrt damit die zwei ein­fluss­reichs­ten nor­we­gi­schen Polarforscher: Die bei­den Pioniere erkun­de­ten die Polarregionen zu jener Zeit, in der auch die Reederei erst­mals Abenteuerreisen anbot.

Zwei neue Expeditionsschiffe für Hurtigruten (c) Rolls-Royce Illustration

„Am 14. Dezember vor exakt 105 Jahren erreichte Roald Amundsen als ers­ter Mensch den Südpol. Vor 128 Jahren durch­querte Fridtjof Nansen auf Skiern die Insel Grönland und vor 120 Jahren bot unser Gründer Richard With zum ers­ten Mal Erlebnisreisen in die Arktis an. Was liegt alsp näher, als unsere Schiffe nach die­sen zwei inspi­rie­ren­den Vorreitern zu benen­nen?”, sagt CEO Daniel Skjeldam.

Die bei­den Expeditionsschiffe wer­den in der Kleven Werft in Norwegen gebaut und mit einem Hybridantrieb aus­ge­stat­tet sein. Entworfen von Rolls-Royce und dem nor­we­gi­schen Yacht-Designer Espen Øino, sol­len sie aber auch in der Innenarchitektur und beim Erlebnis an Bord neue Wege beschrei­ten.

Roald Amundsen (c) Hurtigruten /​ Rolls-Royce Illustration

Das völ­lig neu­ar­tige Interieur-Design wird dabei typisch skan­di­na­visch aus­fal­len: modern, klar und ein­fach. Auch die durch­wegs von der Natur inspi­rier­ten Materialien der ele­gan­ten Ausstattung stam­men haupt­säch­lich aus Norwegen – dar­un­ter Granit, Eiche, Birke und Wolle. In den 265 Kabinen, von denen gleich 20 Prozent auf Suiten ent­fal­len und 60 Prozent einen eige­nen Balkon besit­zen, wer­den 530 Passagiere mehr als genug Platz fin­den.

Die „Roald Amundsen“ und die „Fridtjof Nansen“ wer­den außer­dem über groß­zü­gige Aussichtsplattformen auf meh­re­ren Decks ver­fü­gen. In drei Restaurants sol­len die Menüs die loka­len Produkte der ange­fah­re­nen Destinationen reflek­tie­ren und ein spe­zi­el­les Pool-Deck wird mit Infinity-Pool, Whirlpools und einer Bar aus­ge­stat­tet sein.

Roald Amundsen (c) Hurtigruten /​ Rolls-Royce Illustration

Die ers­ten zwei Expeditionsschiffe von Hurtigruten, die spe­zi­ell für Fahrten in den pola­ren Gewässern kon­stru­iert wur­den, besit­zen einen ver­stärk­ten Rumpf zum Durchqueren von Eisfeldern, sind aber natür­lich auch für Fahrten ent­lang der nor­we­gi­schen Küste geeig­net. Sie sind 140 Meter lang, 23,6 Meter breit und für einen Tiefgang von 5,3 Metern aus­ge­legt.

Gleichzeitig wer­den die Schiffe dank ihrer inno­va­ti­ven Hybridtechnologie für eine Dauer von rund 15 bis 30 Minuten nur mit elek­tri­schem Antriebs fah­ren kön­nen. Hauptziel ist aber die Reduktion des Treibstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen. Diese Technologie, die spe­zi­elle Bauweise des Schiffsrumpfes und die effi­zi­ente Nutzung der Elektrizität an Bord sol­len den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen um bis zu 20 Prozent redu­zie­ren.

Roald Amundsen (c) Hurtigruten /​ Rolls-Royce Illustration

„Ein elek­tri­scher Antrieb ist sowohl für die Umwelt als auch für die Gäste ein groß­ar­ti­ger Vorteil, da das Naturerlebnis nun noch bes­ser ist. Die Vorstellung, in voll­kom­me­ner Stille ent­lang der Eiskante in der Arktis und Antarktis oder auch ent­lang des Amazonas zu glei­ten, ist wirk­lich ein­zig­ar­tig und außer­ge­wöhn­lich”, schwärmt Skjeldam.

So sol­len die neuen Schiffe die „Abenteuerreisen auf See revo­lu­tio­nie­ren“, wie der CEO ganz unbe­schei­den betont: „Wir kom­bi­nie­ren unsere mehr als 120-jäh­rige Erfahrung mit einer weg­wei­sen­den Technologie, neu­es­tem Design und unse­rem star­ken Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Damit bie­ten wir dem moder­nen Reisenden bei­spiel­lose Erlebnisse”. Es besteht außer­dem eine Option auf den Bau von zwei wei­te­ren Expeditionsschiffen die­ses Typs.