Die MSC Magnifica hat sich am Dienstag, 18. April 2017, im Hafen von Civitavecchia einen ordent­li­chen Blechschaden zuge­zogen: Wie italie­ni­sche Medien berichten, krachte das Schiff beim Auslaufen gegen die Pier.

Offenbar war es sehr windig, als die MSC Magnifica um 18 Uhr den Hafen in der Nähe von Rom verlassen wollte – und ein heftiger Windstoß dürfte es dann auch gewesen sein, der das Schiff über­ra­schend und ruck­artig gegen die stei­nerne Mauer der Pier bugsierte. Auf einem Foto, das Niels Krämer via Twitter veröf­fent­licht hat, sind die Folgen in Form von häss­li­chen Dellen und Schrammen am Schiff deut­lich zu sehen.

Laut Angaben des Kapitäns legte der Wind in weniger als einer Minute von ledig­lich 9 auf 41 Knoten zu. Unter den 2.500 Passagieren und der Besatzung gab es glück­li­cher­weise keine Verletzten, obwohl der Anprall ziem­lich heftig gewesen sein dürfte. Zwei Schlepper zogen die MSC Magnifica danach wieder zurück an ihren Ausgangspunkt, wo die Schäden von der Küstenwache begut­achtet wurden.

Das dauerte dann aller­dings so lange, dass das Schiff den Hafen erst am nächsten Tag, dem 19. April 2017, gegen 15 Uhr auch wirk­lich verlassen konnte. Der geplante Stopp in Ajaccio auf Korsika musste daher gestri­chen werden. Stattdessen machte sich die MSC Magnifica direkt auf den Weg nach Marseille – dem zweiten Hafen der Kreuzfahrt.

Laut Medienberichten entschieden sich einige Passagiere – vor allem Familien mit Kindern – nach dem Vorfall, die Nacht wegen des schlechten Wetters nicht auf dem Schiff, sondern in Hotels in Civitavecchia zu verbringen. Sie kehrten erst am nächsten Tag wieder an Bord zurück. Ein ähnli­ches Missgeschick war der MSC Magnifica übri­gens bereits im November 2013 im Hafen von Piräus passiert. Auch damals trieb der starke Wind das Schiff gegen die Pier, wobei auch ein Leuchtfeuer in der Hafeneinfahrt zerstört wurde.