Die TUI Group hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/​17 ein starkes Umsatzwachstum von 8,2 Prozent verzeichnet. Neben den konzern­ei­genen Hotels sind es vor allem die Kreuzfahrten, die das Geschäft ankur­beln.

Insgesamt erreichte die TUI Group im letzten Halbjahr einen Umsatz von 6,69 Milliarden Euro – und selbst wenn man die Wechselkurseffekte heraus­rechnet, bleiben noch immer 6,38 Milliarden Euro und ein Plus von 3,3 Prozent.

Mein Schiff 5 in Kiel (c) TUI Cruises

Auch das berei­nigte EBITA verbes­serte sich um stolze 6,3 Prozent: Auf der Basis konstanter Wechselkurse und ohne die Einbeziehung des Ostertermins betrug der in der Branche saison­üb­liche Verlust nur noch 193,3 statt zuvor 206,4 Millionen Euro. Einschließlich Wechselkurs- und Ostereffekt ergibt sich aller­dings ein Rückgang um 3,8 Prozent auf ein Minus von 214,4 Millionen Euro.

Im Kreuzfahrt-​Bereich konnte das opera­tive Ergebnis hingegen deut­lich verbes­sert werden: Das berei­nigte EBITA klet­terte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf 75 Millionen Euro, was einem Plus von 52,1 Prozent entspricht. Der Umsatz legte gleich­zeitig um 12 Prozent auf 308,9 Millionen Euro zu. Ein starkes Wachstum verzeich­neten dabei sowohl TUI Cruises als auch Thomson Cruises, die ihre Flotte im Sommer 2016 um jeweils ein Schiff vergrö­ßerten.

So stieg die Zahl der Passagiere bei TUI Cruises dank der neuen „Mein Schiff 5“ gleich um 24 Prozent auf 2,03 Millionen. Die durch­schnitt­liche Rate pro Tag und Passagier blieb mit 147 Euro auf dem Niveau des Vorjahres, während die Auslastung von 101 auf 100 Prozent zurück­ging. Unter dem Strich bedeutet das einen Gewinn von 38 Millionen Euro (+8%).

Zur Erklärung: Sind alle Kabinen mit jeweils zwei Personen belegt, errechnet TUI Cruises eine Auslastung von 100 Prozent. Die verkauften Zusatzbetten können die Auslastung daher auf mehr als 100 Prozent steigen lassen.

HANSEATIC nature (c) Hapag-​Lloyd Cruises

Thomson Cruises konnte die Passagierzahlen mit der neu in die Flotte aufge­nom­menen „TUI Discovery“ um 28 Prozent auf 1,09 Millionen erhöhen. Die Rate pro Tag und Passagier lag bei 161 Euro (+9%), wobei diese bei Thomson Cruises auch die Flüge, die Transfers und even­tu­elle Hotelaufenthalte beinhaltet. Die Auslastung stieg von 98 auf 100 Prozent und das berei­nigte EBITA um 12 Prozent auf 22 Millionen Euro.

Nicht ganz so gut lief es bei Hapag-​Lloyd Cruises: Die Zahl der Passagiere ging im letzten Halbjahr um 2 Prozent auf 164.000 zurück und die Auslastung von 75 auf 74 Prozent. Dafür legte die Rate pro Tag und Passagier mit 595 Euro um 6 Prozent zu.

Den aktu­ellen Wachstumskurs im Kreuzfahrt-​Bereich wird die TUI Group bei allen drei Marken fort­setzen: TUI Cruises nimmt bereits im Juni 2017 die neue „Mein Schiff 6“ in die Flotte auf und wird in den Jahren 2018 und 2019 die beiden ältesten Schiffe durch zwei deut­lich größere Neubauten ersetzen.

Thomson Cruises hat soeben die „TUI Discovery 2“ in Dienst gestellt und wird die Flotte durch die Übernahme der „Mein Schiff 1“ im Jahr 2018 und der „Mein Schiff 2“ im Jahr 2019 erwei­tern. Hapag-​Lloyd Cruises wiederum erwei­tert und moder­ni­siert 2019 die Flotte der Expeditionsschiffe mit den beiden Neubauten „HANSEATIC nature“ und „HANSEATIC inspi­ra­tion“.

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