Die fran­zö­si­sche Luxusreederei Ponant hat eine Weltneuheit vor­ge­stellt: Die vier neuen Schiffe der „Ponant Explorers“-Serie wer­den mit einer Underwater Lounge namens „Blue Eye“ aus­ge­stat­tet. Zum ers­ten Mal kön­nen sich die Gäste wäh­rend einer Kreuzfahrt mit­ten in die Unterwasserwelt bege­ben.

Der Unterwasserarchitekt und begeis­terte Seefahrer Jacques Rougerie wurde mit der Konzeption der tech­ni­schen Herausforderung beauf­tragt. „Bei mei­ner Arbeit war es mir stets wich­tig, den Menschen die Bedeutung des Meeres näher zu brin­gen, das schon seit Jahrhunderten eine große Rolle in unse­rer Geschichte spielt. Daher kam die inno­va­tive Idee zu einer mul­ti­sen­so­ri­schen Underwater Lounge“, erzählt er.

„Blue Eye“ an Bord der neuen Explorer-Schiffe von Ponant (c) Jaques Rougerie Architecte

Dank der eigens ent­wi­ckel­ten Technologien kön­nen die Gäste in die Rolle eines moder­nen Forschers schlüp­fen und vom „Blue Eye“ die Unterwasserwelt beob­ach­ten, wie es einst Jules Verne, Jaques-Yves Cousteau oder andere große Abenteurer taten.

Jacques Rougerie ließ sich bei sei­nem Konzept von Naturbeobachtungen inspi­rie­ren: Die gra­fi­schen Linien der Underwater Lounge, die sich mittschiffs unter der Wasserlinie befin­det, erin­nern an Wale und Quallen. Die Formen des Raums, die Anordnung der Sitze und das gesamte Mobiliar len­ken ihre Aufmerksamkeit zu den zwei Bullaugen in Form von Walaugen, die weit geöff­net auf die Unterwasserwelt bli­cken.

Die Beleuchtung besteht aus ein­zel­nen Lichtflecken, die im Raum ver­teilt sind, sodass man geis­tig und mit den Augen in das Spektakel ein­tau­chen kann, das sich drau­ßen abspielt. Die Wanddekoration ver­schwin­det und macht Platz für Bildschirme, die Videoaufnahmen aus drei Unterwasserkameras zei­gen. Diese sind an stra­te­gi­schen Punkten des Schiffes plat­ziert und ermög­li­chen es zum Beispiel, Delfine zu beob­ach­ten, die in den Bugwellen des Schiffes spie­len.

Le Lapérouse (c) Ponant /​ Philip Plisson /​ Sterling Design

Zusätzlich wird die Lounge vom Komponisten Michel Redolfi mit einem Soundsystem aus­ge­stat­tet, mit dem die Reisenden der Unterwasserwelt lau­schen kön­nen. Ermöglicht wird das durch Unterwassermikrofone, die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für die Nutzung der Meere IFREMER ent­wi­ckelt wur­den und unter dem Kiel ange­bracht sind.

Die natür­li­che Symphonie der Tiefsee wird so in einem Umkreis von fünf Kilometern ein­ge­fan­gen und in Form von akus­ti­schen Wellen direkt in die Lounge über­tra­gen. Das Klangerlebnis ist zusätz­lich durch die Einbettung in die Architektur – zum Beispiel auf den „Body Listening-Sofas“ – direkt spür­bar. Die exklu­sive Erfahrung wird man zudem auch bei den im Meer oder am Pool aus­ge­strahl­ten Unterwasserkonzerten genie­ßen kön­nen.

Die Unterwasserprojektoren wur­den spe­zi­ell für Ponant ent­wi­ckelt und ermög­li­chen ohne Risiko für die Biosphäre eine Beobachtung des Meeresgrundes und der Organismen mit Photolumineszenz – sowohl von der Underwater Lounge als auch von den äuße­ren Decks, von den Balkonen und von der Marina.

Mit der Le Lapérouse und der Le Champlain wer­den die ers­ten Neubauten der „Ponant Explorers“-Serie bereits 2018 in Dienst gestellt. 2019 fol­gen dann mit der Le Bougainville und der Le Dumont-d’Urville noch­mals zwei Schwesterschiffe. Über die ers­ten Routen hat cruise4news bereits berich­tet: Mit zwei neuen Schiffen in die Saison 2018.

Explorers-Serie: Daten & Fakten

- Schiffe: 4
– Bau: VARD-Werft /​ Norwegen
– Indienststellung: 2018
– Länge: 131 m
– Breite: 18 m
– Tiefgang: 4,6 m
– Geschwindigkeit: max. 15 Knoten
– Flagge: Frankreich
– Eisklasse: 1 C
– Zodiacs: 10
– Passagierdecks: 6
– Besatzungsstärke: ca. 110
– Passagiere: 184
– Kabinen: 92
– Restaurants: 2
– Besonderheiten: Underwater Lounge, Infinity-Pool, varia­ble Marina mit drei Positionen (Sonnendeck, Mini-Anleger, Wassersportplattform)