LESEZEIT: 2 MINUTEN

Unfass­barer Leicht­sinn: Ein Pas­sa­gier der Sym­phony of the Seas ist im Hafen von Nassau auf den Bahamas auf das Geländer seines Bal­kons auf Deck 11 geklet­tert und nur zum Spaß in der Bade­hose ins Meer gesprungen. Seine Freunde hielten die Mut­probe unter großem Gelächter in einem Video fest, das dann auf You­tube ver­öf­fent­licht wurde.

Der 27-jäh­rige Pas­sa­gier aus Washington hatte unfass­bares Glück. Trotz der großen Höhe von rund 33 Metern (!) lan­dete er nahezu unver­letzt im Wasser. Er klagte später nur in den sozialen Netz­werken, dass er drei Tage lang vor Schmerzen im Nacken und am Steiß­bein kaum habe schlafen können.

Leicht hätte er auch am Geländer aus­rut­schen oder nicht wie geplant mit den Füßen zuerst auf der Was­ser­ober­fläche auf­schlagen können. Dann wären schwere Ver­let­zungen wohl unver­meid­lich gewesen. Das Ganze hätte sogar töd­lich enden können – auch wenn die Freunde des Mannes später behaup­teten, er sei schon öfter aus ähn­li­chen Höhen gesprungen.

Ein kleines Boot holte den Ame­ri­kaner aus dem Wasser und brachte ihn ans Pier, wo er bereits von den Hafen­be­hörden emp­fangen wurde. Die Ree­derei Royal Carib­bean han­delte eben­falls schnell: Der Pas­sa­gier und seine Freunde mussten das Schiff noch in Nassau ver­lassen und sich selbst um ihre Heim­reise küm­mern. Zudem ist es ihnen auf Lebens­zeit ver­boten, noch­mals ein Schiff von Royal Carib­bean zu betreten.

Offenbar war die Mut­probe geplant, um ein Video zu pro­du­zieren, das mög­lichst viele Auf­rufe auf You­tube erreicht. Ein ähn­li­cher Vor­fall hatte sich zuletzt 2014 ereignet. Damals sprang ein Pas­sa­gier von der Car­nival Glory, als das Schiff vor Grand Turk ankerte. Er blieb eben­falls unver­letzt, der Sprung erfolgte aber aus deut­lich gerin­gerer Höhe.

Sym­phony of the Seas (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional