Start THEMEN KREUZFAHRT-WELT Nor­wegen: 80.000 US-Dollar Strafe für Kreuz­fahrt­schiff

Norwegen: 80.000 US-Dollar Strafe für Kreuzfahrtschiff

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Die Nor­we­gian Mari­time Aut­ho­rity (NMA) hat das grie­chi­sche Kreuz­fahrt­un­ter­nehmen Global Cruise Lines Ltd. mit einer Geld­strafe von ins­ge­samt 80.000 US-Dollar belegt, weil sie in einer soge­nannten „Emis­sion Con­trol Area“ (ECA) einen Treib­stoff mit 0,17 statt der vor­ge­schrie­benen 0,10 Pro­zent Schwefel benutzte.

Am 16. April hatte die NMA meh­rere Berichte über Rau­ch­emis­sionen der MS Magellan erhalten, die gerade in Flåm vor Anker lag. Mit­ar­beiter der Behörde kamen daher am nächsten Tag in Gei­ranger an Bord und bestimmten den Schwe­fel­ge­halt des Treib­stoffs mit 0,17 Pro­zent.

Der Gei­rang­er­fjord liegt aber ebenso inner­halb der ECA der Nordsee wie der Eid­fjord und Flåm, wo sich das Schiff in den Tagen zuvor auf­ge­halten hatte – und hier gilt ein maximal zuläs­siger Schwe­fel­ge­halt 0,10 Pro­zent. Laut NMA war das Ausmaß des Ver­stoßes damit „erheb­lich“. Erschwe­rend kam noch hinzu, dass die MS Magellan damit auch gegen die neuen, erst im März in Kraft getre­tenen nor­we­gi­schen Vor­schriften zum UNESCO-Welt­­­na­­tur­erbe ver­stoßen hatte.

Laut einer offi­zi­ellen Stel­lung­nahme will die NMA in den kom­menden Monaten eine ver­stärkte Prä­senz in den nor­we­gi­schen Fjorden zeigen. Die Ver­mes­sungs­in­ge­nieure seien mit Hand­ge­räten aus­ge­stattet, die sofort anzeigen, ob ein Schiff die Anfor­de­rungen erfüllt oder nicht. Dar­über hinaus habe die NMA in Sen­soren inves­tiert, die an eine Drohne ange­schlossen werden können, um schwe­fel­hal­tige Abgase zu erkennen.

Die MS Magellan wurde im Jahr 1985 als „Holiday“ für Car­nival Cruise Line gebaut und später in „Car­nival Holiday“ umbe­nannt. Ab 2009 war das Schiff als „Grand Holiday“ für Ibero Cru­ceros im Ein­satz, ehe es im Jänner 2015 von Cruise & Mari­time Voyages (CMV) über­nommen wurde und seither unter dem Namen „MS Magellan“ fährt. Bei einer Größe von 46.000 BRZ kann das Schiff bis zu 1.860 Pas­sa­giere beher­bergen.

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