Start THEMEN KREUZFAHRT-WELT So reagieren die Ree­de­reien auf das US-Verbot für Kuba-Kreuz­fahrten

So reagieren die Reedereien auf das US-Verbot für Kuba-Kreuzfahrten

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Seit dem 5. Juni 2019 dürfen US-Bürger nicht mehr im Rahmen einer Kreuz­fahrt nach Kuba reisen. Laut dem Kreuz­fahrt­ver­band CLIA sind rund 800.000 Pas­sa­giere von diesem Verbot betroffen, das die US-Regie­­rung „plötz­lich und ohne Vor­war­nung“ umge­setzt habe – auch Euro­päer und Kreuz­fahrt­gäste anderer Nationen.

Alle Ree­de­reien, die Kuba-Kreu­z­­fahrten von US-Häfen auf­ge­legt haben, sind nun gezwungen, die Routen zu ändern und die Ziele auf Kuba – vor allem Havanna – durch andere Häfen in der Karibik zu ersetzen. Gleich­zeitig bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den betrof­fenen Pas­sa­gieren eine kos­ten­lose Stor­nie­rung oder eine Ent­schä­di­gung anzu­bieten, da die Kreuz­fahrten ohne Kuba stark an Attrak­ti­vität ver­lieren. Wir fassen hier kurz zusammen, was bisher bekannt ist:

Norwegian Cruise Line

Nor­we­gian Sky in Havanna (c) Nor­we­gian Cruise Line

Nor­we­gian Cruise Line bietet allen Kunden, die eine Kuba-Kreu­z­­fahrt an Bord der Nor­we­gian Sun oder Nor­we­gian Sky bis 2. Sep­tember 2019 gebucht haben, die Mög­lich­keit, kos­tenlos zu stor­nieren. Wollen sie die geän­derte Reise ohne Kuba trotzdem antreten, erhalten sie 50 Pro­zent des Kreuz­fahrt­preises rück­erstattet sowie eine 50-pro­­zen­­tige Gut­schrift für zukünf­tige Kreuz­fahrten, die bis zum 31. Dezember 2020 gültig ist.

Welche Häfen statt Kuba ange­laufen werden, ist aller­dings noch nicht bekannt. Visa­ge­bühren und Land­aus­flüge auf Kuba, die über Nor­we­gian Cruise Line bezahlt wurden, werden ebenso erstattet. Alle Kuba-Kreu­z­­fahrten nach dem 2. Sep­tember 2019 werden abge­sagt. Neue Routen sollen in den kom­menden Wochen bekannt gegeben werden.

Ähn­liche Rege­lungen gelten auch für die Kuba-Kreu­z­­fahrten der beiden Schwester-Marken Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises. Obwohl ins­ge­samt nur etwas mehr als 3 Pro­zent aller Nor­we­gian-Kreu­z­­fahrten im Jahr 2019 betroffen sind, rechnet das Unter­nehmen mit einem deut­li­chen Gewinn­rück­gang.

Royal Caribbean

Majesty of the Seas (c) Royal Carib­bean Inter­na­tional

Royal Carib­bean hat die Routen aller Kuba-Kreu­z­­fahrten der Majesty of the Seas und der Empress of the Seas im Jahr 2019 geän­dert. Die Pas­sa­giere können auch hier kos­tenlos stor­nieren – oder sie erhalten eine Rück­erstat­tung in der Höhe von 50 Pro­zent des Kreuz­fahrt­preises.

Für 2020 werden der­zeit alter­na­tive Rei­se­routen aus­ge­ar­beitet. Wie bei Nor­we­gian sind auch bei Royal Carib­bean nur rund 3 Pro­zent aller Kreuz­fahrten im Jahr 2019 betroffen. Das Unter­nehmen rechnet aber eben­falls mit einem Gewinn­rück­gang – wenn auch in einem etwas gerin­geren Ausmaß als Nor­we­gian.

Carnival Corporation

Car­nival Para­dise in Havanna (c) Andy Newman /​​ Car­nival Cruise Line

Inner­halb der Car­nival Cor­po­ra­tion sind zahl­reiche Kuba-Kreu­z­­fahrten der Marken Car­nival Cruise Line, Hol­land Ame­rica Line und Sea­bourn betroffen. Auch sie ändern sämt­liche Routen und nehmen Kuba aus den Fahr­plänen. Car­nival zeigt sich dabei aber weniger groß­zügig als die Mit­be­werber.

Die Pas­sa­giere können zwar eben­falls kos­tenlos stor­nieren. Wenn sie die Kreuz­fahrt trotzdem antreten, erhalten sie aber nur ein Bord­gut­haben von 100 US-Dollar pro Person. Wech­seln sie zu einer anderen Rei­se­route, wird ein Bord­gut­haben von 50 US-Dollar pro Person ange­boten.

MSC Cruises

MSC Armonia in Havanna (c) MSC Cruises

Mit MSC Cruises ist auch eine euro­päi­sche Ree­derei von den neuen Vor­schriften der US-Regie­­rung betroffen: Auf den ein­wö­chigen Routen der MSC Armonia, die ganz­jährig ab/​​bis Miami ange­boten werden, soll Havanna nun durch Key West, Costa Maya (Mexiko), George Town (Cayman Islands) oder Cozumel (Mexiko) ersetzt werden.

Die Pas­sa­giere haben die Mög­lich­keit, das Schiff und die Rei­se­route zu ändern. MSC Cruises über­trägt dabei bereits bezahlte Beträge auf die neue Buchung. Wer der Kreuz­fahrt treu bleibt, erhält ein Bord­gut­haben von 400 US-Dollar pro Kabine.

Wird diese Summe wäh­rend der Kreuz­fahrt nicht voll­ständig auf­ge­braucht, erstattet MSC Cruises die Dif­fe­renz beim Ver­lassen des Schiffs. Auch alle Land­aus­flüge für Havanna, die im Voraus gebucht wurden oder im Ticket ent­halten waren, werden auto­ma­tisch auf das Bord­konto der Gäste rück­erstattet.

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