Viking Var in Köln (c) Wikimedia / Rolf Heinrich

Main-Donau-Kanal gesperrt: Viking-Schiff beschädigt Schleuse

Und wie­der war es ein Fluss­schiff von Vi­king Ri­ver Crui­ses: Nur we­nige Tage nach dem tra­gi­schen Un­glück auf der Do­nau in Bu­da­pest, bei dem die „Vi­king Si­gyn“ ein Aus­flugs­boot ge­rammt hatte, legte nun die „Vi­king Var“ den Main-Do­nau-Ka­nal lahm – mög­li­cher­weise gleich für zwei bis drei Wo­chen.

Die 11,60 Me­ter breite „Vi­king Var“ krachte am Mitt­woch-Abend ge­gen 20.10 Uhr bei der Ein­fahrt in die 12 Me­ter breite Schleuse in Rie­den­burg ge­gen die Spund­wand des Schleu­sen­to­res und be­schä­digte die­ses so schwer, dass es nicht mehr ge­schlos­sen wer­den konnte.

Ver­letzt wurde bei dem Un­fall zum Glück nie­mand. Wie der „Do­nau­ku­rier“ on­line be­rich­tet, musste aber die Schiff­fahrt in die­sem Be­reich kom­plett ein­ge­stellt wer­den. Ob­wohl die ge­nauen Schä­den noch nicht fest­ste­hen, geht das Was­ser-Schiff­fahrts­amt Rie­den­burg da­von aus, dass der Main-Do­nau-Ka­nal „zwei bis drei Wo­chen“ ge­sperrt blei­ben wird.

Schon jetzt war­ten zwei Fluss­kreuz­fahrt­schiffe vor der Schleuse auf die Wei­ter­fahrt. Die Sperre wird aber si­cher­lich noch zahl­rei­che wei­tere Fluss­rei­sen be­tref­fen, die in den nächs­ten Wo­chen auf dem 171 Ki­lo­me­ter lan­gen Ka­nal vom Main zur Do­nau oder um­ge­kehrt füh­ren soll­ten. Erst im Ok­to­ber 2018 war üb­ri­gens ein Schiff von Vi­king Ri­ver Crui­ses ganz in der Nähe der Schleuse in Rie­den­burg mit dem Steu­er­haus ge­gen eine Brü­cke ge­kracht.