Silver Moon auf Testfahrt (c) Silversea Cruises

Der Neubau ist fit: Silver Moon absolviert die ersten Testfahrten

Die Lu­xus­ree­de­rei Sil­ver­sea ist der Über­nahme ih­res neu­es­ten Schiffs wie­der ei­nen Schritt nä­her ge­kom­men: Wie das Un­ter­neh­men in ei­ner Pres­se­aus­sen­dung mit­teilt, hat die Sil­ver Moon ihre Test­fahr­ten auf ho­her See er­folg­reich be­en­det. Mit dem Lie­fer­ter­min am 30. Ok­to­ber wird sie nach der Sil­ver Ori­gin am 3. Juni das zweite Schiff sein, das 2020 in die Flotte auf­ge­nom­men wird.

Auch für die Test­fahr­ten gal­ten strenge Ge­sund­heits- und Hy­gie­ne­pro­to­kolle. So wurde die Be­sat­zung auf rund 320 Per­so­nen re­du­ziert, ehe es von der Fin­can­tieri-Werft in An­cona zur Fin­can­tieri-Werft in Tri­est und nach ei­nem ein­wö­chi­gen Auf­en­halt im Tro­cken­dock wie­der zu­rück nach An­cona ging.

Sil­ver Moon auf Test­fahrt (c) Sil­ver­sea Crui­ses

An den ers­ten drei Ta­gen in der Adria wur­den vor al­lem Lärm- und Vi­bra­ti­ons­tests durch­ge­führt. Nach­dem die Sil­ver Moon in Tri­est aus dem Was­ser ge­ho­ben wurde, folg­ten Sta­bi­li­täts­tests, die In­spek­tion der öf­fent­li­chen Räume, die Rei­ni­gung und La­ckie­rung des Rump­fes so­wie das Po­lie­ren der Mes­sing­pro­pel­ler. Auf der Rück­fahrt von Tri­est nach An­cona stan­den dann noch Ge­schwin­dig­keits­tests auf dem Pro­gramm. Bis zur Aus­lie­fe­rung sind jetzt nur noch die letz­ten Ar­bei­ten am Schiffsin­ne­ren aus­stän­dig.

Ge­lei­tet wur­den die Test­fahr­ten von Ka­pi­tän Ales­san­dro Za­nello, der auch künf­tig auf der Brü­cke der Sil­ver Moon ste­hen wird. Er ver­fügt über 20 Jahre Er­fah­rung al­lein bei Sil­ver­sea und be­glei­tete zu­vor be­reits die Starts der Sil­ver Spi­rit im Jahr 2009 und der Sil­ver Muse im Jahr 2017.

„Die Test­fahr­ten fühl­ten sich be­son­ders an und wur­den auch un­ter be­son­de­ren Um­stän­den durch­ge­führt – ein­schließ­lich Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen, phy­si­scher Di­stan­zie­rung und Mund-Na­sen-Schutz auf dem Schiff und auf der Werft. Die Es­sens­zei­ten wur­den ver­län­gert und wir aßen mit we­ni­ger Leu­ten im Re­stau­rant“, be­rich­tet Za­nella: „Vor al­lem hat­ten wir weit we­ni­ger Leute an Bord als zu­letzt auf der Sil­ver Muse. Trotz­dem ha­ben wir alle Tests er­folg­reich durch­ge­führt“.

Da­bei konnte der Ka­pi­tän der re­du­zier­ten Be­sat­zung durch­aus et­was ab­ge­win­nen: „Ich muss zu­ge­ben, dass Test­fahr­ten oft stres­sig sein kön­nen, weil zu viele Leute auf der Brü­cke sind. Da­her war es sehr an­ge­nehm, eine ru­hi­gere Um­ge­bung zu ha­ben. Viel­leicht wer­den wir ge­zwun­gen sein, un­sere Pro­zesse in Zu­kunft zu über­prü­fen – das könnte eine po­si­tive Sa­che sein. Am Ende der Pro­be­fahr­ten ha­ben wir dann mit dem Team von Fin­can­tieri ein fest­li­ches Glas Pro­secco ge­teilt. Das Schiff läuft gut und sieht wirk­lich spek­ta­ku­lär aus“.