Iona / P&O Cruises (c) Meyer Werft / Herman Ijsseling

P&O Cruises übernimmt die neue Iona von der Meyer Werft

Mit der Über­nahme der Iona durch P&O Crui­ses hat die Meyer Werft ein wei­te­res Schiff er­folg­reich an ei­nen Kun­den ab­ge­lie­fert. Das neue Flagg­schiff ist der erste von zwei Neu­bau­ten für die bri­ti­sche Car­ni­val-Toch­ter. Ins­ge­samt hat die Car­ni­val Cor­po­ra­tion sechs neue Kreuz­fahrt­schiffe bei den Meyer Werf­ten im deut­schen Pa­pen­burg und im fin­ni­schen Turku be­stellt.

Vor ih­rer Über­gabe stellte die Iona ihre See­taug­lich­keit bei meh­re­ren Er­pro­bungs­fahr­ten auf der Nord­see un­ter Be­weis und ab­sol­vierte da­bei um­fang­rei­che tech­ni­sche und nau­ti­sche Tests. Das Ma­schi­nen­raum-Mo­dul mit dem mo­der­nen Kraft­werk zur Ver­sor­gung des ge­sam­ten Schiffs- und Ho­tel­be­triebs wurde auf der Nep­tun Werft ge­baut. Von hier kom­men auch die vier emis­si­ons­ar­men Dual-Fuel-Mo­to­ren von Ca­ter­pil­lar, die auf See und im Ha­fen zu 100 Pro­zent mit Flüs­sig­erd­gas (LNG) be­trie­ben wer­den kön­nen.

Iona /​ P&O Crui­ses (c) Meyer Werft /​ Marc Pe­tri­kow­ski

„Dies ist aus ver­schie­dens­ten Grün­den eine ganz be­son­dere Ab­lie­fe­rung für uns“, er­klärt Werft-Ge­schäfts­füh­rer Jan Meyer: „Nicht nur auf­grund der ak­tu­el­len Co­rona-Krise, son­dern auch, weil wir vor ge­nau 20 Jah­ren die Au­rora an P&O Crui­ses über­ge­ben ha­ben. Die Iona ist ein au­ßer­ge­wöhn­li­ches Schiff, das ei­nen wei­te­ren Mei­len­stein in un­se­rer lan­gen Part­ner­schaft mit P&O Crui­ses mar­kiert“.

Die Iona ist das erste bri­ti­sche LNG-Kreuz­fahrt­schiff und mit 185.000 BRZ auch das größte Kreuz­fahrt­schiff, das je­mals für den bri­ti­schen Markt ge­baut wurde. Auf 17 Decks bie­tet sie Platz für bis zu 5.200 Pas­sa­giere, die sich un­ter an­de­rem auf acht Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants, vier Pools (ein­schließ­lich ei­nes In­fi­nity-Pools am Heck des Schiffs) und 16 Whirl­pools freuen dür­fen.

Ein High­light des Neu­baus bil­det die 970 Qua­drat­me­ter große Glas­kup­pel „Sky­Dome“. Sie wiegt 105 Ton­nen und be­steht aus 340 drei­ecki­gen Glä­sern. Die Iona ist nun zwar of­fi­zi­ell ein Mit­glie­der der P&O‑Flotte, wann sie erst­mals mit Pas­sa­gie­ren in See ste­chen wird, ist aber noch of­fen, denn die bri­ti­sche Ree­de­rei hat vor­erst alle Kreuz­fahr­ten bis An­fang 2021 ab­ge­sagt. Fest steht nur, dass das neue Flagg­schiff in sei­ner ers­ten Sai­son von sei­nem Hei­mat­ha­fen in Sout­hamp­ton nach Nord­eu­ropa, Spa­nien, Por­tu­gal und zu den Ka­na­ri­schen In­seln fah­ren soll.