MSC Grandiosa Corona
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Italiens Behörden bestätigen Corona-Fall auf der MSC Grandiosa

Über die ers­ten Co­rona-In­fek­tio­nen an Bord ei­nes Costa-Schiffs ha­ben wir hier be­reits be­rich­tet. Nun gab es of­fen­bar auch den ers­ten Co­rona-Fall bei MSC Crui­ses: Laut „Cruise Law News“ er­hiel­ten Pas­sa­giere der MSC Gran­diosa so­eben E‑Mails des ita­lie­ni­schen Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums, in de­nen sie über eine be­stä­tigte Co­vid-19-In­fek­tion auf dem Schiff in­for­miert wer­den.

„Wir kon­tak­tie­ren Sie auf­grund ei­nes be­stä­tig­ten Falls von Co­vid-19 an Bord der MSC Gran­diosa, das am 7. Ok­to­ber von Pa­lermo ab­fuhr“, heißt es sinn­ge­mäß in dem E‑Mail. Da­nach wer­den die Pas­sa­giere an die klas­si­schen Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men in den 14 Ta­gen ab dem 7. Ok­to­ber 2020 er­in­nert. Wenn Sym­ptome auf­tre­ten, soll­ten sie so­fort ih­ren Haus­arzt kon­tak­tie­ren – auch wenn diese mild seien.

MSC Gran­diosa (c) MSC Crui­ses

Be­kannt wurde das E‑Mail, nach­dem es meh­rere Gäste auf Face­book ge­pos­tet hat­ten. Ob es an alle Pas­sa­giere der MSC Gran­diosa ging oder nur an jene, die durch eine Kon­takt­ver­fol­gung iden­ti­fi­ziert wur­den, ist un­klar. Ebenso ist nicht be­kannt, ob der be­stä­tigte Co­vid-19-Fall ei­nen Gast oder ein Crew-Mit­glied be­traf, denn so wie Costa Cro­ciere schweigt auch MSC Crui­ses bis­her be­harr­lich.

Auch auf der fol­gen­den Kreuz­fahrt, die Ge­nua am 11. Ok­to­ber 2020 ver­ließ, lief nicht al­les nach Plan: Als die MSC Grans­diosa ge­gen 6 Uhr mor­gens nach Va­letta kam, ver­bo­ten die mal­te­si­schen Be­hör­den al­len Per­so­nen an Bord, das Schiff für die vor­ge­se­hen Land­gänge zu ver­las­sen. An­lass war laut in­ter­na­tio­na­len Me­di­en­be­rich­ten der Ver­dacht auf eine Co­vid-19-In­fek­tion bei ei­nem Crew-Mit­glied. Die MSC Gran­diosa fuhr dar­auf­hin schon kurz vor Mit­tag wie­der ab.

Ob das Crew-Mit­glied letz­ten En­des po­si­tiv ge­tes­tet wurde und ob es ei­nen Zu­sam­men­hang mit dem be­stä­tig­ten Co­rona-Fall auf der vo­ri­gen Kreuz­fahrt gibt, bleibt vor­erst klar. Of­fen­bar se­hen die Co­vid-19-Pro­to­kolle der Ree­de­reien zwar eine Fülle an Maß­nah­men vor, aber keine Trans­pa­renz, wenn doch ein­mal et­was pas­sie­ren sollte. Da­mit schießt sich die Kreuz­fahrt-In­dus­trie al­ler­dings selbst ins Knie, denn das Ver­trauen der Kun­den ist der­zeit si­cher­lich das wert­vollste Gut – und Ver­trauen setzt Trans­pa­renz vor­aus.