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Verstoß gegen Corona-Regeln: AIDA-Gast musste nach Hause fliegen

Die Ree­de­reien ken­nen der­zeit kei­nen Spaß bei ih­ren stren­gen Co­rona-Pro­to­kol­len: Pas­sa­giere von MSC Crui­ses und TUI Crui­ses muss­ten dies in den letz­ten Wo­chen schon er­fah­ren – und nun ging die Kreuz­fahrt auch für ei­nen Gast von AIDA Crui­ses ra­scher zu Ende, als er ge­dacht hatte.

Was war ge­sche­hen? Be­reits auf der ers­ten Ita­lien-Kreuz­fahrt der AIDA­blu seit dem Neu­start ent­fernte sich ein Pas­sa­gier wäh­rend ei­nes Land­aus­flugs in Ca­ta­nia von sei­ner Gruppe – ob­wohl dies in den Co­vid-19-Re­geln klar und deut­lich un­ter­sagt ist. Als er spä­ter in den Ha­fen zu­rück­kehrte, ge­stat­tete ihm der Ka­pi­tän nicht mehr das Be­tre­ten des Schiffs. Seine Kreuz­fahrt war vor­bei.

AIDA­blu (c) pixabay

„Die Ge­sund­heit und Si­cher­heit al­ler Gäste und Be­sat­zungs­mit­glie­der an Bord der AIDA­blu hat höchste Prio­ri­tät. Aus die­sem Grund wurde dem Gast die wei­tere Reise ver­wei­gert. AIDA Crui­ses un­ter­stützte den Gast bei der Or­ga­ni­sa­tion sei­ner Rück­reise,“ heißt es kurz und hu­mor­los in ei­ner Stel­lung­nahme der Ree­de­rei.

Wie alle an­de­ren Kreuz­fahrt­un­ter­neh­men, die den Neu­start be­reits ge­wagt ha­ben, er­laubt auch AIDA Crui­ses vor­erst keine in­di­vi­du­el­len Land­gänge. Mög­lich sind nur Land­aus­flüge in Grup­pen, die von der Ree­de­rei selbst or­ga­ni­siert wer­den. Da­mit soll eine „Blase“ ge­schaf­fen wer­den, mit der auch an Land die glei­chen Ge­sund­heits- und Si­cher­heits­stan­dard wie an Bord auf­recht er­hal­ten wer­den kön­nen – zum Schutz der Pas­sa­giere, der Crew-Mit­glie­der und der lo­ka­len Be­völ­ke­rung.

(c) AIDA Crui­ses

So wird bei­spiels­weise si­cher­ge­stellt, dass die ge­for­derte Hy­giene bei den Trans­fers ein­ge­hal­ten wird und aus­rei­chend Platz für so­ziale Di­stanz vor­han­den ist – vor al­lem auch zur Be­völ­ke­rung. Zu­dem wer­den Rei­se­lei­ter und Fah­rer ei­ner Ge­sund­heits­prü­fung un­ter­zo­gen und mit ei­ner per­sön­li­chen Schutz­aus­rüs­tung aus­ge­stat­tet. Wer die Gruppe ver­lässt, ver­lässt also auch diese „Blase“ – und da gibt es kei­ner­lei Spiel­raum. Selbst wer nur rasch ein WC auf­su­chen muss, sollte das nur tun, nach­dem der Rei­se­lei­ter seine Zu­stim­mung er­teilt hat.

Das al­les mag er­fah­re­nen Kreuz­fahrt-Pas­sa­giere nicht ge­fal­len. Aber ohne diese Maß­nah­men würde der­zeit ver­mut­lich kein Ha­fen auch nur ein ein­zi­ges Kreuz­fahrt­schiff an­le­gen las­sen – und die Pas­sa­giere wer­den über die Re­geln auch vor der Reise und noch ein­mal vor ih­rem Land­aus­flug in­for­miert, wie AIDA Crui­ses be­tont. Wer da­mit nicht ein­ver­stan­den ist, darf also gar nicht erst bu­chen – oder muss dann eben an Bord blei­ben.

MSC Gran­diosa (c) MSC Crui­ses

Ei­nen ähn­li­chen Vor­fall gab es schon Mitte Au­gust auf der MSC Gran­diosa, als das Schiff in Nea­pel lag: Ein vier­köp­fige Fa­mi­lie ver­ließ da­mals den ar­ran­gier­ten Land­aus­flug auf Ca­pri, um die In­sel auf ei­gene Faust zu er­kun­den, und musste da­nach über­rascht fest­stel­len, dass ihr das Be­tre­ten des Schiffs ver­wei­gert wurde. Zu­dem soll TUI Crui­ses erst kürz­lich auf ei­ner Grie­chen­land-Kreuz­fahrt der Mein Schiff 6 zwei Pas­sa­gie­ren die Rück­kehr an Bord ver­wei­gert ha­ben. Sie hat­ten ei­nen Land­aus­aus­flug ver­las­sen, um ein Bier zu trin­ken.