KREUZFAHRT-WELT

MS Europa: Suche nach einem vermissten Passagier ist beendet

Die nie­der­län­di­sche Küs­ten­wa­che hat am Mon­tag-Nach­mit­tag die Su­che nach ei­nem über Bord ge­gan­ge­nen Pas­sa­gier der MS Eu­ropa von Ha­pag Lloyd Crui­ses ein­ge­stellt. Die Such­be­din­gun­gen in der Nord­see wa­ren schwie­rig und die Über­le­bens­chance zu ge­ring.

Am Nach­mit­tag des 16. Au­gust wurde ein 80-jäh­ri­ger Gast der MS Eu­ropa als ver­misst ge­mel­det. Nach­dem der Pas­sa­gier bei der Durch­su­chung des kom­plet­ten Schiffs nicht ge­fun­den wurde, ging man da­von aus, dass er über Bord ge­gan­gen oder ge­fal­len war. Die so­fort ver­stän­digte Küs­ten­wa­che star­tete dar­auf­hin eine Such­ak­tion.

 

Das Schiff fuhr bei schlech­tem Wet­ter in der Nord­see in der Nähe der nie­der­län­di­schen In­seln Vlie­land und Te­xel. Es gab star­ken Wind und Wel­len mit ei­ner Höhe von fünf bis sechs Me­tern, die es auf den of­fe­nen Decks ei­nes Kreuz­fahrt­schif­fes ge­fähr­lich ma­chen kön­nen.

Die Su­che be­gann etwa 16 Ki­lo­me­ter nord­west­lich von Nord-Te­xel, wo der Mann mög­li­cher­weise über Bord ge­gan­gen sein könnte. Das Such­ge­biet be­trug 20 Qua­drat­mei­len – ba­sie­rend auf Wind­da­ten, aus de­nen ab­ge­lei­tet wurde, wo­hin der Mann ge­trie­ben sein könnte.

 

Ins­ge­samt such­ten fünf Ret­tungs­boote des Royal Dutch Res­cue Ser­vice (KNRM), ein Schlep­per der Küs­ten­wa­che, ein Hub­schrau­ber und ein Flug­zeug nach dem über Bord ge­gan­ge­nen Pas­sa­gier. Auch die MS Eu­ropa durch­suchte stun­den­lang das Ge­biet.

Um 17.55 Uhr Orts­zeit be­en­dete die Küs­ten­wa­che schließ­lich die Su­che auf­grund der schwie­ri­gen Be­din­gun­gen auf See und der ge­rin­gen Über­le­bens­wahr­schein­lich­keit des Man­nes. Die Ge­dan­ken al­ler sind in die­ser schwe­ren Zeit bei der Fa­mi­lie und den Freun­den des Man­nes. Die von Ham­burg ge­star­tete MS Eu­ropa nahm ihre Reise wie­der auf und ist in­zwi­schen in Ant­wer­pen ein­ge­trof­fen.

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