MSC Magnifica (c) pixabay / wasi1370

MSC Magnifica kracht gegen Pier in Civitavecchia

Die MSC Ma­gni­fica hat sich am Diens­tag, 18. April 2017, im Ha­fen von Ci­vi­ta­vec­chia ei­nen or­dent­li­chen Blech­scha­den zu­ge­zo­gen: Wie ita­lie­ni­sche Me­dien be­rich­ten, krachte das Schiff beim Aus­lau­fen ge­gen die Pier.

Of­fen­bar war es sehr win­dig, als die MSC Ma­gni­fica um 18 Uhr den Ha­fen in der Nähe von Rom ver­las­sen wollte – und ein hef­ti­ger Wind­stoß dürfte es dann auch ge­we­sen sein, der das Schiff über­ra­schend und ruck­ar­tig ge­gen die stei­nerne Mauer der Pier bug­sierte. Auf ei­nem Foto, das Niels Krä­mer via Twit­ter ver­öf­fent­licht hat, sind die Fol­gen in Form von häss­li­chen Del­len und Schram­men am Schiff deut­lich zu se­hen.

Laut An­ga­ben des Ka­pi­täns legte der Wind in we­ni­ger als ei­ner Mi­nute von le­dig­lich 9 auf 41 Kno­ten zu. Un­ter den 2.500 Pas­sa­gie­ren und der Be­sat­zung gab es glück­li­cher­weise keine Ver­letz­ten, ob­wohl der An­prall ziem­lich hef­tig ge­we­sen sein dürfte. Zwei Schlep­per zo­gen die MSC Ma­gni­fica da­nach wie­der zu­rück an ih­ren Aus­gangs­punkt, wo die Schä­den von der Küs­ten­wa­che be­gut­ach­tet wur­den.

Das dau­erte dann al­ler­dings so lange, dass das Schiff den Ha­fen erst am nächs­ten Tag, dem 19. April 2017, ge­gen 15 Uhr auch wirk­lich ver­las­sen konnte. Der ge­plante Stopp in Ajac­cio auf Kor­sika musste da­her ge­stri­chen wer­den. Statt­des­sen machte sich die MSC Ma­gni­fica di­rekt auf den Weg nach Mar­seille – dem zwei­ten Ha­fen der Kreuz­fahrt.

Laut Me­di­en­be­rich­ten ent­schie­den sich ei­nige Pas­sa­giere – vor al­lem Fa­mi­lien mit Kin­dern – nach dem Vor­fall, die Nacht we­gen des schlech­ten Wet­ters nicht auf dem Schiff, son­dern in Ho­tels in Ci­vi­ta­vec­chia zu ver­brin­gen. Sie kehr­ten erst am nächs­ten Tag wie­der an Bord zu­rück. Ein ähn­li­ches Miss­ge­schick war der MSC Ma­gni­fica üb­ri­gens be­reits im No­vem­ber 2013 im Ha­fen von Pi­räus pas­siert. Auch da­mals trieb der starke Wind das Schiff ge­gen die Pier, wo­bei auch ein Leucht­feuer in der Ha­fen­ein­fahrt zer­stört wurde.