Die Regierung von Grönland rät Kreuzfahrtschiffen, bestimmte Fjordgebiete zu meiden. Die Empfehlung ist nach Anfragen von Anwohnern erfolgt. Diese sehen die Schiffe als Belastung, da sie Naturgebiete beeinträchtigen, Wildtiere stören und Lärmbelästigung verursachen.
Die Empfehlung wurde in einer Pressemitteilung von Naalakkersuisut, dem Kabinett und Exekutivorgan der grönländischen Regierung, bekannt gegeben. Die Bedenken wurden demnach zum Erhalt der natürlichen Ressourcen und des Erholungswerts der Region geäußert.
In ihrer Mitteilung erklärte die Regierung, das wachsende Interesse von Kreuzfahrtschiffen an Grönland sei positiv und trage zur Entwicklung des Tourismus bei. Sie betonte jedoch auch, dass jede touristische Entwicklung nachhaltig und mit Respekt für die lokale Bevölkerung, die Natur und die Tierwelt erfolgen müsse.
„Ziel dieser Empfehlung ist es, die Auswirkungen auf empfindliche Naturgebiete und die Tierwelt zu begrenzen und dem Wunsch der lokalen Bevölkerung nachzukommen, den Erholungswert der Gebiete sowie die Möglichkeiten zum Jagen und Fischen zu erhalten.“
Naalakkersuisut, Kabinett und Exekutivorgan der grönländischen Regierung
Grönland ist ein wichtiges Ziel für Expeditionskreuzfahrtschiffe in der Arktis und empfängt jedes Jahr Dutzende Schiffe zu Erkundungstouren. Auch große Kreuzfahrtschiffe laufen in einigen Häfen regelmäßig an, insbesondere in den Sommermonaten. Qaqortoq und Nanortalik zählen zu den beliebtesten Destinationen in Grönland, mit über 20 geplanten Anläufen in den kommenden Wochen.
Carnival, Oceania, Azamara, Seabourn, Phoenix Reisen, AIDA, Viking, Windstar, Explora, Holland America, Celebrity und Virgin gehören zu den Reedereien, die die Häfen in dieser Saison anlaufen. Weitere Häfen, die in den nächsten Jahren große Schiffe begrüßen werden, sind Nuuk, Paamiut, Ilulissat und Narsarsuaq.

