Die Stadt Barcelona erhöht die Gebühr für Kreuzfahrtpassagiere auf 24 Euro pro Person, wie Metropoli Aberta berichtet. Die Entscheidung ist vom Stadtrat Barcelonas nach einer Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses gebilligt worden.
Gäste, die weniger als zwölf Stunden in der Stadt verbringen, müssen die erhöhte Gebühr entrichten, die Bürgermeister Jaume Collboni Anfang des Jahres vorgeschlagen hatte. Die Maßnahme verdreifacht die bisherige Steuer. Die Erhöhung sollte ursprünglich schrittweise bis 2029 eingeführt werden.
Obwohl die sofortige Erhöhung von den lokalen Behörden genehmigt wurde, wird sie voraussichtlich erst nach der anstehenden Sitzung des Finanzausschusses Ende des Jahres in Kraft treten. Ein Befürworter der Maßnahme erklärte, der Kreuzfahrttourismus sei derzeit für Barcelona nicht tragbar und beeinträchtige das tägliche Leben in den Stadtvierteln. Marc Serra von der Partei BComú sagte, die Änderung diene dazu, den Kreuzfahrtgesellschaften ein Signal zu senden und sie zu bewegen, andere Reiseziele zu suchen.
Die Erhöhung soll auch Anreize für die Nutzung von Heimathäfen schaffen und die Zahl der Kreuzfahrtgäste, die in Barcelona ankommen, reduzieren. Zusätzlich zur städtischen Gebühr von 24 Euro zahlen Passagiere weitere sechs Euro an regionalen Steuern. Barcelona erwägt Berichten zufolge auch eine Begrenzung der Kreuzfahrtgäste und eine jährliche Obergrenze von 3,5 Millionen. Im Zuge der Modernisierung der städtischen Infrastruktur sollen drei Kreuzfahrtterminals abgerissen werden, um Platz für ein neues und größeres Terminal zu schaffen.
