Hondius nach Reinigung behördlich wieder für Betrieb freigegeben
Die gründliche Reinigung und Desinfektion der m/v Hondius von Oceanwide Expeditions ist in Rotterdam abgeschlossen worden. Am 29. Mai ist das Schiff begutachtet und am 30. Mai von Beamten der niederländischen Gesundheitsbehörde für die Wiederaufnahme des vollen Betriebs freigegeben worden.
Das Schiff wird nun in Rotterdam einer jährlichen Besichtigung und planmäßigen Wartung unterzogen, bevor es am 6. Juni wie geplant nach Longyearbyen auf Spitzbergen ausläuft. Im Vorfeld der Maßnahme arbeitete Oceanwide Expeditions eng mit Gesundheitsbehörden, Schifffahrtsaufsichtsbehörden, Hafenakteuren und spezialisierten Dienstleistern zusammen, um einen kontrollierten Behandlungs- und Freigabeplan für das Schiff zu erstellen. Die Maßnahme erforderte eine intensive Koordination zwischen zahlreichen Beteiligten, um sicherzustellen, dass die Arbeiten sicher, effizient und unter Einhaltung aller geltenden Anforderungen durchgeführt werden konnten.
Der Desinfektionsprozess wurde von einem Team aus 13 Biosicherheitsexperten durchgeführt, die von der EWS Group, einem Spezialisten für Biosicherheit, Gasmessung, Begasung und kritische Sicherheitsmaßnahmen, bereitgestellt wurden. Über mehrere Tage hinweg wurden alle acht Decks der m/v Hondius nach einer ersten Inspektion und Bewertung der erforderlichen Behandlung systematisch behandelt. Im Rahmen dieser Bewertung wurde das Schiff von qualifizierten externen Fachleuten für nagetierfrei erklärt.
„Obwohl die technische Behandlung an sich umfangreich war, hing der Erfolg der Operation letztlich von der engen Zusammenarbeit zwischen Oceanwide Expeditions, den Behörden und spezialisierten Partnern ab. Was diese Operation einzigartig machte, war der Grad an Koordination, der erforderlich war, um innerhalb eines sehr kurzen Zeitrahmens eine kontrollierte Biosicherheitsmaßnahme zu entwickeln und durchzuführen.“
Marcel van den Brink, CCO, EWS Group
In der Reinigungsphase wurden organische Rückstände entfernt, bevor alle harten Oberflächen mit zugelassenen Desinfektionsmitteln und Wasserstoffperoxid gründlich desinfiziert wurden. Spezialisten führten außerdem eine Hochtemperatur-Dampfreinigung aller weichen Oberflächen durch. Während des Begutachtungs- und Desinfektionsprozesses trugen alle Spezialisten vollständige PSA und hielten sich an strenge Protokolle, um saubere und kontaminierte Zonen auf dem Schiff abzugrenzen.
Nach Abschluss dieser Phase wurde das Schiff inspiziert und die offizielle Freigabe durch die örtlichen GGD-Behörden erteilt. Damit wurde die m/v Hondius für die Wiederaufnahme des Betriebs freigegeben.
Medizinische und epidemiologische Informationen bestätigen, dass das Hantavirus bereits vor der Einschiffung eingeschleppt wurde und nicht vom Schiff selbst oder von unseren betrieblichen Standards an Bord stammt.
„Wir sind dankbar für die Professionalität und das Engagement aller Beteiligten. Die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Teams und die operative Expertise der EWS Group spielten eine wichtige Rolle beim erfolgreichen Abschluss dieser komplexen Desinfektionsmaßnahme und der Vorbereitung des Schiffes auf die Wiederaufnahme des Betriebs.“
Rémi Bouysset, CEO Oceanwide Expeditions
Der Abschluss dieser gründlichen Reinigung und Desinfektion des Schiffes schließt die Möglichkeit einer zukünftigen Übertragung des Hantavirus aus, das im Vergleich zu vielen anderen Viren eine begrenzte Umweltstabilität aufweist.
Alle Besatzungsmitglieder, die während der vorangegangenen Reise der m/v Hondius anwesend waren, haben das Schiff verlassen und befinden sich derzeit in Quarantäne. Es hat ein Besatzungswechsel stattgefunden, wobei kein Besatzungsmitglied an Bord Kontakt zu Personen hatte, die sich derzeit in Quarantäne befinden.
Das Schiff befindet sich nun in der Vorbereitung auf seine erste Reise der Arktis-Saison, die am 13. Juni in Longyearbyen auf Spitzbergen beginnt. Vor der Überfahrt nach Spitzbergen am 6. Juni findet nun eine kurze Versorgungs- und Vorbereitungsphase statt.








