Update 8: Alle Passagiere haben die MV Hondius verlassen

Der Tod von drei Pas­sa­gie­ren der MV Hon­dius sorgt der­zeit welt­weit für Schlag­zei­len. Nach der of­fi­zi­el­len Stel­lung­nahme ver­öf­fent­li­chen wir hier das achte Up­date von Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons zur ak­tu­el­len me­di­zi­ni­schen Si­tua­tion an Bord des Ex­pe­di­ti­ons­schiffs mit Stand vom 11. Mai 2026, 21:30 Uhr MEZ. Die­ser Ar­ti­kel wird lau­fend ak­tua­li­siert, so­bald neue Er­kennt­nisse vor­lie­gen.

Update 8 vom 11. Mai 2026, 21:30 Uhr MEZ

„Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons freut sich mit­tei­len zu kön­nen, dass die er­folg­rei­che Aus­schif­fung der Gäste und ei­ner be­grenz­ten An­zahl von Be­sat­zungs­mit­glie­dern in Gra­na­dilla auf den Ka­na­ri­schen In­seln ab­ge­schlos­sen ist. Um 19:00 Uhr Orts­zeit hat die MV Hon­dius den Ha­fen ver­las­sen und ist nun auf dem Weg nach Rot­ter­dam in den Nie­der­lan­den. Die Fahrt wird vor­aus­sicht­lich sechs Tage dau­ern. Als vor­läu­fi­ges An­kunfts­da­tum ist der Abend des Sonn­tags, 17. Mai 2026, vor­ge­se­hen.

Alle Gäste und eine be­grenzte An­zahl von Be­sat­zungs­mit­glie­dern wur­den von der MV Hon­dius zu be­reit­ste­hen­den Flug­zeu­gen ge­bracht. Die Ge­samt­zahl der in ihre Hei­mat­län­der und in die Nie­der­lande zu­rück­ge­brach­ten Per­so­nen be­trägt 122 (35 Be­sat­zungs­mit­glie­der, 87 Gäste). Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons möchte den lo­ka­len Be­hör­den auf den Ka­na­ri­schen In­seln für ihre Un­ter­stüt­zung bei der Er­mög­li­chung die­ses Trans­fers dan­ken, der von der WHO und in­ter­na­tio­na­len Re­gie­run­gen ge­lei­tet und über­wacht wurde.

Die­ser Pro­zess so­wie frü­here Pha­sen die­ser Ope­ra­tion wä­ren ohne die Un­ter­stüt­zung der nie­der­län­di­schen Be­hör­den und des nie­der­län­di­schen Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums nicht mög­lich ge­we­sen. Wir möch­ten auch den Men­schen auf den Ka­na­ri­schen In­seln für ih­ren Bei­trag zu die­ser ge­mein­sa­men hu­ma­ni­tä­ren Hilfs­ak­tion dan­ken, ebenso wie der spa­ni­schen Re­gie­rung für ihre zü­gi­gen Vor­be­rei­tun­gen und die um­fang­rei­che lo­gis­ti­sche Un­ter­stüt­zung.

Das Schiff hat ak­tu­ell noch 25 Be­sat­zungs­mit­glie­der an Bord. Dar­über hin­aus be­glei­ten zwei me­di­zi­ni­sche Fach­kräfte das Schiff, um eine kon­ti­nu­ier­li­che me­di­zi­ni­sche Über­wa­chung durch­zu­füh­ren. Die Lei­che des deut­schen Pas­sa­giers, der am 2. Mai an Bord ver­stor­ben ist, ver­bleibt auf der MV Hon­dius. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons wird sich mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den ab­stim­men, um die Über­füh­rung nach An­kunft in den Nie­der­lan­den si­cher­zu­stel­len.

Der­zeit wer­den die ge­nauen Ab­läufe bei der An­kunft in Rot­ter­dam be­spro­chen. Fest steht, dass die MV Hon­dius ei­ner Des­in­fek­tion un­ter­zo­gen wird. Die Ein­zel­hei­ten zu den Rei­ni­gungs­vor­schrif­ten für das Schiff wer­den der­zeit fest­ge­legt. Dar­über hin­aus wer­den sich alle ver­blei­ben­den Be­sat­zungs­mit­glie­der an Bord an die von den nie­der­län­di­schen Be­hör­den fest­ge­leg­ten me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chungs- und Qua­ran­tä­ne­auf­la­gen hal­ten. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons steht in Ab­spra­che mit dem RIVM und der WHO, um zu klä­ren, ob für zu­künf­tige Ex­pe­di­tio­nen zu­sätz­li­che Si­cher­heits­maß­nah­men er­for­der­lich sind.“ 

Update 7 vom 10. Mai 2026, 12:40 Uhr MEZ

„Die MV Hon­dius lief am Sonn­tag, 10. Mai 2026, um 06:24 Uhr Orts­zeit im Ha­fen von Gra­na­dilla auf Te­ne­riffa ein. Un­ter der Lei­tung der lo­ka­len Be­hör­den, der WHO und aus­ge­wähl­ter in­ter­na­tio­na­ler Re­gie­run­gen wird der­zeit die Aus­schif­fung al­ler Gäste und ei­ner be­grenz­ten An­zahl von Be­sat­zungs­mit­glie­dern durch­ge­führt. Dies er­folgt mit Bei­boo­ten und – falls er­for­der­lich – mit den Zo­diac-Boo­ten der MV Hon­dius. Nach der Aus­schif­fung wer­den alle Per­so­nen un­ver­züg­lich zu den be­reit­ste­hen­den Flug­zeu­gen ge­bracht.

Der Ab­lauf der Aus­schif­fung wird mit der An­kunft der Rück­füh­rungs­flüge ko­or­di­niert. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons ist nicht an der Pla­nung und Durch­füh­rung der Gäs­te­un­ter­su­chung und Rück­füh­rung be­tei­ligt. Wie von der WHO in Zu­sam­men­ar­beit mit meh­re­ren in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen und Re­gie­run­gen dar­ge­legt, wer­den die Gäste auf dem Luft­weg in ihre je­wei­li­gen Län­der trans­por­tiert, wo sie sich in Qua­ran­täne be­ge­ben. Diese Ver­fah­ren wer­den von den je­wei­li­gen na­tio­na­len Be­hör­den fest­ge­legt. In Spa­nien fin­det keine Qua­ran­täne für nicht-spa­ni­sche Staats­an­ge­hö­rige statt.

Nach­dem alle Gäste und ein Teil der Be­sat­zung von Bord ge­gan­gen sind, wird die MV Hon­dius in Santa Cruz auf Te­ne­riffa bun­kern und die not­wen­di­gen Vor­räte an Bord neh­men. An­schlie­ßend wird das Schiff mit den ver­blei­ben­den Be­sat­zungs­mit­glie­dern an Bord zum Ha­fen von Rot­ter­dam in den Nie­der­lan­den fah­ren. Wei­tere De­tails zur An­kunft des Schif­fes in Rot­ter­dam wer­den be­kannt ge­ge­ben, so­bald sie ver­füg­bar sind. Die vor­aus­sicht­li­che Fahr­zeit nach Rot­ter­dam be­trägt etwa fünf Tage.“

Update 6 vom 7. Mai 2026, 17:15 Uhr MEZ

„Das zweite von zwei Sa­ni­täts­flug­zeu­gen, das eine der drei Per­so­nen be­för­dert, die ges­tern von der MV Hon­dius ver­legt wur­den, ist in den Nie­der­lan­den ge­lan­det. Spe­zia­li­sierte me­di­zi­ni­sche Teams und Scree­ning-Teams ha­ben die Per­son an Bord in Emp­fang ge­nom­men. Die drei Per­so­nen, die ges­tern von der MV Hon­dius me­di­zi­nisch ver­legt wur­den, be­fin­den sich so­mit in der Ob­hut von me­di­zi­ni­schem Fach­per­so­nal – zwei mit Sym­pto­men und eine ohne Sym­ptome.

Das Schiff steu­ert wei­ter­hin die Ka­na­ri­schen In­seln an – ge­nauer ge­sagt den Ha­fen von Gra­na­dilla (Te­ne­riffa). An Bord be­fin­den sich keine Per­so­nen mit Sym­pto­men. Das me­di­zi­ni­sche Per­so­nal bleibt un­ter der Lei­tung und An­lei­tung des RIVM (Nie­der­län­di­sches In­sti­tut für Ge­sund­heit und Um­welt), der WHO und der nie­der­län­di­schen Re­gie­rung.

Vor­läu­fig wird die An­kunft der MV Hon­dius im Ha­fen von Gra­na­dilla auf Te­ne­riffa für die frü­hen Mor­gen­stun­den am Sonn­tag, 10. Mai, er­war­tet. Dies kann sich noch än­dern. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons steht in en­gem und stän­di­gem Aus­tausch mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den be­züg­lich des ge­nauen An­kunfts­or­tes, der Qua­ran­täne- und Scree­ning-Ver­fah­ren für alle Gäste so­wie ei­nes ge­nauen Zeit­plans.“

Update 5 vom 6. Mai 2026, 22:45 Uhr MEZ

„Das erste von zwei Sa­ni­täts­flug­zeu­gen, das zwei der drei Per­so­nen be­för­dert, die heute früh von der MV Hon­dius ver­legt wur­den, ist in den Nie­der­lan­den ge­lan­det. Die bei­den Per­so­nen an Bord wur­den von spe­zia­li­sier­ten me­di­zi­ni­schen Teams in Emp­fang ge­nom­men. Das zweite Sa­ni­täts­flug­zeug, das die dritte Per­son be­för­dert, hat der­zeit Ver­spä­tung. Die Per­son an Bord die­ses Flug­zeugs be­fin­det sich wei­ter­hin in ei­nem sta­bi­len Zu­stand. Wir wer­den so bald wie mög­lich über die An­kunft die­ses zwei­ten Flug­zeugs be­rich­ten.

Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons kann be­stä­ti­gen, dass die MV Hon­dius Kap Verde um 19:15 Uhr MEZ ver­las­sen hat und nun Kurs nach Nor­den nimmt. Nach dem ak­tu­el­len Plan wird die MV Hon­dius zu den Ka­na­ri­schen In­seln fah­ren. Dies wird vor­aus­sicht­lich drei bis vier Tage dau­ern. Drei wei­tere me­di­zi­ni­sche Fach­kräfte sind an Bord ge­gan­gen, um wäh­rend der Über­fahrt eine op­ti­male me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung zu ge­währ­leis­ten“.

Update 4 vom 6. Mai 2026, 14:45 Uhr MEZ

„Wir kön­nen be­stä­ti­gen, dass die drei Per­so­nen, die auf eine me­di­zi­ni­sche Ver­le­gung war­te­ten, er­folg­reich von Bord ge­bracht wur­den und sich nun mit ei­nem Sa­ni­täts­flug­zeug auf dem Weg zu Or­ten be­fin­den, an de­nen eine spe­zia­li­sierte Ver­sor­gung und eine an­ge­mes­sene me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung ge­währ­leis­tet sind. Zwei der Per­so­nen be­fin­den sich wei­ter­hin in ei­nem erns­ten Zu­stand. Die dritte Per­son ist zwar der­zeit sym­ptom­frei, stand je­doch in en­gem Kon­takt mit der Per­son, die am 2. Mai 2026 an Bord ver­stor­ben ist. Die bei­den sym­pto­ma­ti­schen Per­so­nen wur­den bis­lang nicht po­si­tiv auf Han­ta­vi­ren ge­tes­tet.

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem RIVM (Nie­der­län­di­sches In­sti­tut für Ge­sund­heit und Um­welt) ver­stärkt Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung an Bord durch zwei Fach­ärzte für In­fek­ti­ons­krank­hei­ten, die heute mit dem Flug­zeug aus den Nie­der­lan­den ein­tref­fen. Da­mit wird si­cher­ge­stellt, dass im nächs­ten Ver­lauf die­ser sich ent­wi­ckeln­den Si­tua­tion bei Be­darf eine op­ti­male me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung ge­währ­leis­tet ist.

Zum jet­zi­gen Zeit­punkt ist das ge­plante Wei­ter­rei­se­ziel der MV Hon­dius die Ka­na­ri­schen In­seln. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons steht in en­gem und stän­di­gem Aus­tausch mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den hin­sicht­lich des ge­nauen An­kunfts­or­tes, der Qua­ran­täne- und Scree­ning-Ver­fah­ren für alle Gäste so­wie ei­nes ge­nauen Zeit­plans. Wir kön­nen zum jet­zi­gen Zeit­punkt keine De­tails zur Wei­ter­reise der Gäste be­stä­ti­gen. Dies hängt von me­di­zi­ni­schen Emp­feh­lun­gen und dem Er­geb­nis stren­ger Scree­ning-Ver­fah­ren ab.

Das Bun­des­amt für Ge­sund­heit (BAG) in der Schweiz hat be­stä­tigt, dass ein Pas­sa­gier, der auf der ers­ten Etappe der Reise (Us­huaia nach St. He­lena, 1. bis 24. April 2026) mit­ge­reist ist, po­si­tiv auf das Han­ta­vi­rus ge­tes­tet wurde und der­zeit im Uni­ver­si­täts­spi­tal Zü­rich be­han­delt wird. Seine Frau, die ihn be­glei­tet hat, zeigt keine Sym­ptome, be­fin­det sich je­doch vor­sorg­lich in Selbst­iso­la­tion. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons steht be­züg­lich die­ser Ent­wick­lung in Kon­takt mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den. Alle auf die­ser Reise an­we­sen­den Gäste wur­den von Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons kon­tak­tiert. Da­mit steigt die Ge­samt­zahl der be­stä­tig­ten Han­ta­vi­rus-Fälle im Zu­sam­men­hang mit die­ser Reise auf drei“.

Update 3 vom 5. Mai 2026, 19:15 Uhr MEZ

„Die me­di­zi­ni­sche Eva­ku­ie­rung von zwei Per­so­nen, die der­zeit drin­gend me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung be­nö­ti­gen, so­wie der An­ge­hö­ri­gen des am 2. Mai ver­stor­be­nen Gas­tes er­folgt mit zwei Spe­zi­al­flug­zeu­gen, die sich auf dem Weg nach Kap Verde be­fin­den. Von dort aus sol­len die Pa­ti­en­ten in die Nie­der­lande eva­ku­iert wer­den. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt liegt uns noch kein ge­nauer Zeit­plan vor.

So­bald diese drei Per­so­nen si­cher vom Schiff ge­bracht wur­den und auf dem Weg in die Nie­der­lande sind, wird die MV Hon­dius ihre Wei­ter­fahrt an­tre­ten. Wir pla­nen, zu den Ka­na­ri­schen In­seln zu fah­ren, ent­we­der nach Gran Ca­na­ria oder Te­ne­riffa, was eine Fahrt­zeit von drei Ta­gen be­deu­tet. Der­zeit lau­fen Ge­sprä­che mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den. So­bald kon­krete Pläne vor­lie­gen, wer­den wir diese be­kannt ge­ben“.

Update 2 vom 5. Mai, 17.30 Uhr MEZ

„Das Schiff be­fin­det sich wei­ter­hin vor der Küste von Kap Verde. Die Ge­sprä­che mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den über die nächs­ten Schritte für die MV Hon­dius – ein­schließ­lich ei­ner mög­li­chen Aus­schif­fung und Wei­ter­füh­rung der Reise – dau­ern an. Zwei Be­sat­zungs­mit­glie­der an Bord be­nö­ti­gen wei­ter­hin drin­gend me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung.

Die Un­ter­su­chun­gen zur Ur­sa­che der Er­kran­kung und zu ei­nem mög­li­chen Zu­sam­men­hang zwi­schen den Fäl­len dau­ern an. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt wur­den au­ßer den be­reits ge­mel­de­ten Fäl­len keine wei­te­ren Per­so­nen an Bord iden­ti­fi­ziert, die Sym­ptome auf­wei­sen. In en­ger Ab­stim­mung mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den lau­fen der­zeit Vor­be­rei­tun­gen für die me­di­zi­ni­sche Eva­ku­ie­rung von Per­so­nen, die der­zeit drin­gend me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung be­nö­ti­gen.

Was die mög­li­che Quelle des Han­ta­vi­rus be­trifft, ver­wei­sen wir auf Äu­ße­run­gen der WHO-Di­rek­to­rin Dr. Ma­ria Van Kerkhove und der UN-Spre­che­rin, wo­nach das Han­ta­vi­rus zwar in der Re­gel über Na­ge­tiere (Kot/​Urin) auf den Men­schen über­tra­gen wird, die WHO je­doch eine mög­li­che Über­tra­gung von Mensch zu Mensch auf dem Schiff un­ter­sucht. Laut Van Kerkhove wird ver­mu­tet, dass sich die erste in­fi­zierte Per­son höchst­wahr­schein­lich be­reits vor dem Ein­stei­gen mit dem Vi­rus an­ge­steckt hat“.

Update 1 vom 4. Mai, 23.30 Uhr MEZ

„Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons hat wei­ter­hin mit ei­ner erns­ten me­di­zi­ni­schen Si­tua­tion an Bord der MV Hon­dius zu kämp­fen, die vor der Küste von Kap Verde vor An­ker liegt.Zwei Be­sat­zungs­mit­glie­der an Bord wei­sen wei­ter­hin akute Atem­wegs­be­schwer­den auf – ei­nes da­von in leich­ter, das an­dere in schwe­rer Form. Beide be­nö­ti­gen drin­gend me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Diese Be­sat­zungs­mit­glie­der sind bri­ti­scher und nie­der­län­di­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit.

Der­zeit wur­den keine wei­te­ren Per­so­nen mit Sym­pto­men iden­ti­fi­ziert. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons kann aber über die WHO be­stä­ti­gen, dass bei der nie­der­län­di­schen Staats­bür­ge­rin, die am 27. April 2026 nach dem Aus­stei­gen auf St. He­lena ver­stor­ben ist, eine Va­ri­ante des Han­ta­vi­rus nach­ge­wie­sen wurde. Da­mit steigt die Ge­samt­zahl der be­stä­tig­ten Han­ta­vi­rus-Fälle auf zwei.

Die Stim­mung an Bord der m/​v Hon­dius bleibt ru­hig, die Pas­sa­giere sind im All­ge­mei­nen ge­fasst. Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons ist be­müht, den Gäs­ten Klar­heit und Si­cher­heit zu ver­mit­teln und ihre Aus­schif­fung so­wie die me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen zu be­schleu­ni­gen. Die Team­mit­glie­der von Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons ar­bei­ten un­er­müd­lich daran, alle Per­so­nen an Bord zu un­ter­stüt­zen und strenge Ge­sund­heits- und Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ein­zu­hal­ten. Dazu ge­hö­ren Iso­la­ti­ons­maß­nah­men, Hy­gie­ne­pro­to­kolle und me­di­zi­ni­sche Über­wa­chung.

Die nie­der­län­di­schen Be­hör­den be­rei­ten ak­tiv eine me­di­zi­ni­sche Eva­ku­ie­rung der bei­den Per­so­nen mit Sym­pto­men so­wie der Per­son vor, die mit dem am 2. Mai ver­stor­be­nen Gast in Ver­bin­dung stand. Dazu wer­den zwei Spe­zi­al­flug­zeuge ein­ge­setzt, die mit der er­for­der­li­chen me­di­zi­ni­schen Aus­rüs­tung aus­ge­stat­tet sind und von ge­schul­tem me­di­zi­ni­schem Per­so­nal be­setzt wer­den. Dies ist noch nicht be­stä­tigt und kann sich än­dern. Ein ge­nauer Zeit­plan für diese kom­plexe Ope­ra­tion ist der­zeit noch nicht be­kannt.

Das Schiff be­fin­det sich wei­ter­hin vor der Küste von Kap Verde. An Bord be­fin­den sich 149 Per­so­nen aus 23 ver­schie­de­nen Län­dern. Die Aus­schif­fung der Pas­sa­giere, die me­di­zi­ni­sche Eva­ku­ie­rung und die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung er­for­dern die Ge­neh­mi­gung der lo­ka­len Ge­sund­heits­be­hör­den so­wie die Ab­stim­mung mit die­sen. Sie ha­ben das Schiff be­sucht und die Si­tua­tion be­gut­ach­tet. Der me­di­zi­ni­sche Trans­port der bei­den er­krank­ten Per­so­nen an Bord hat noch nicht statt­ge­fun­den. Die enge Zu­sam­men­ar­beit mit lo­ka­len und in­ter­na­tio­na­len Be­hör­den – dar­un­ter die WHO, das RIVM, die zu­stän­di­gen Bot­schaf­ten und das nie­der­län­di­sche Au­ßen­mi­nis­te­rium – wird fort­ge­setzt.

Wir kön­nen be­stä­ti­gen, dass die Gäste nicht in Kap Verde von Bord ge­hen wer­den – mit Aus­nahme der drei Per­so­nen, de­ren me­di­zi­ni­sche Eva­ku­ie­rung ge­plant ist. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt steht ein end­gül­ti­ger Aus­schif­fungs­ort für die üb­ri­gen Gäste an Bord der MV Hon­dius noch nicht fest. Es wird er­wo­gen, nach Las Pal­mas oder Te­ne­riffa wei­ter­zu­fah­ren, wo wei­tere me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chun­gen und Maß­nah­men statt­fin­den könn­ten – or­ga­ni­siert und über­wacht von der WHO und den nie­der­län­di­schen Ge­sund­heits­be­hör­den. Dies muss noch be­stä­tigt wer­den“.

Aktualisierter Zeitplan zur medizinischen Situation an Bord

  • Am 11. April 2026 ver­starb ein Pas­sa­gier an Bord der MV Hon­dius. Die To­des­ur­sa­che konnte an Bord nicht fest­ge­stellt wer­den. Am 24. April wurde die­ser Pas­sa­gier auf St. He­lena von Bord ge­bracht, wo­bei seine Frau ihn bei der Rück­füh­rung be­glei­tete.
  • Am 27. April 2026 wurde Ocean­wide Ex­pe­di­ti­ons dar­über in­for­miert, dass sich der Zu­stand der Ehe­frau wäh­rend der Rück­reise ver­schlech­tert hatte und sie spä­ter ver­stor­ben war. Beide Pas­sa­giere wa­ren nie­der­län­di­sche Staats­an­ge­hö­rige. Am 4. Mai 2026 wurde bei die­ser Per­son eine Va­ri­ante des Han­ta­vi­rus nach­ge­wie­sen (Up­date).
  • Am 27. April 2026 er­krankte ein wei­te­rer Pas­sa­gier schwer und wurde me­di­zi­nisch nach Süd­afrika eva­ku­iert. Diese Per­son wird der­zeit auf ei­ner In­ten­siv­sta­tion in Jo­han­nes­burg be­han­delt und be­fin­det sich in ei­nem kri­ti­schen, aber sta­bi­len Zu­stand. Die­ser Pas­sa­gier ist bri­ti­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger. Bei die­sem Pa­ti­en­ten wurde eine Va­ri­ante des Han­ta­vi­rus nach­ge­wie­sen.
  • Am 2. Mai 2026 ver­starb ein wei­te­rer Pas­sa­gier an Bord. Die To­des­ur­sa­che ist noch nicht ge­klärt. Die­ser Pas­sa­gier war deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger.
  • Am 6. Mai be­stä­tigte das Bun­des­amt für Ge­sund­heit (BAG) in der Schweiz, dass ein Pas­sa­gier, der auf der ers­ten Etappe der Reise (Us­huaia nach St. He­lena, 1. bis 24. April 2026) mit­ge­reist war, po­si­tiv auf das Han­ta­vi­rus ge­tes­tet wurde und der­zeit im Uni­ver­si­täts­spi­tal Zü­rich be­han­delt wird (Up­date).

oceanwide-expeditions.com

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