Croisi Europe

CroisiEurope: Verändertes Flussreiseangebot in 50 Jahren

Mit spe­zia­li­sier­ten Schiffs­kon­zep­ten er­schloss Croi­si­Eu­rope in fünf­zig Jah­ren Rei­se­for­men ab­seits klas­si­scher Fluss­rou­ten. Kleine Pé­ni­chen, die klei­nen klas­si­schen Bin­nen­schiffe in Eu­ropa, wur­den für his­to­ri­sche Ka­näle, Schau­fel­rad­schiffe für fla­che Flüsse oder Gro­ß­yach­ten für ent­le­gene Küs­ten ein­ge­setzt.

Aus dem 1976 ge­grün­de­ten Ta­ges­aus­flug­s­an­bie­ter ent­wi­ckelte sich Eu­ro­pas größte Fluss­ree­de­rei mit 55 Schif­fen auf 39 Flüs­sen. 205.000 Gäste reis­ten 2025 mit dem Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, die durch­schnitt­li­che Aus­las­tung be­trug 97 Pro­zent.

MS R.E. Way­de­lich (c) Hel­win Göt­zin­ger

Wie stark sich das Pro­dukt ver­än­dert hat, zeigt die Loire. Als die Ree­de­rei 2015 mit der MS Loire Prin­cesse das erste Kreuz­fahrt­schiff auf den letz­ten wil­den Fluss Eu­ro­pas schickte, galt die Stre­cke als kaum be­fahr­bar. Erst ein ei­gens ent­wi­ckel­tes Schau­fel­rad­schiff mit Jet-An­trieb machte Fahr­ten auf dem nicht ka­na­li­sier­ten Fluss mög­lich. Auch auf Elbe und Mol­dau sind an­ge­passte Schiffs­ty­pen mit ge­rin­gem Tief­gang im Ein­satz und kleine Ein­hei­ten steu­ern Hä­fen an, die grö­ße­ren Schif­fen ver­schlos­sen blei­ben.

„Die Nach­frage ent­wi­ckelt sich seit Jah­ren weg von stan­dar­di­sier­ten Rou­ten hin zu Rei­sen mit Er­leb­nis­cha­rak­ter. Ge­fragt sind heute klei­nere For­mate und be­son­dere Rei­sen, die in­di­vi­du­elle In­ter­es­sen an­spre­chen.“

Chris­tian Kaatz, Ge­schäfts­füh­rer von An­ton Göt­ten Rei­sen, dem Ge­ne­ral­agen­ten von Croi­si­Eu­rope in Deutsch­land und Ös­ter­reich

Mit den tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen ver­än­derte sich auch die Rei­se­form. Ne­ben klas­si­schen Fluss­rei­sen rück­ten spe­zia­li­sierte For­mate in den Fo­kus, Wan­der­kreuz­fahr­ten ent­lang von Rhein und Bor­deaux, Gour­met­rei­sen auf Rhône und Gi­ronde, Me­tro­pol­rei­sen in Pa­ris oder Ams­ter­dam so­wie Ka­nal­fahr­ten mit um­ge­bau­ten Last­käh­nen für ma­xi­mal 24 Gäste.

MV Bra­si­lian Dream (c) Croi­si­Eu­rope

Par­al­lel wei­tete Croi­si­Eu­rope das Fern­rei­se­pro­gramm aus. Ne­ben Fahr­ten auf dem Me­kong und kom­bi­nier­ten Fluss- und Land­rei­sen im süd­li­chen Afrika bie­tet die Ree­de­rei ab 2027 Ama­zo­nas-Rei­sen an. Dort wird ein Neu­bau mit Hy­brid­tech­nik und So­lar­pa­nee­len zum Ein­satz kom­men.

Das Ju­bi­lä­ums­jahr mar­kiert für Croi­si­Eu­rope den Über­gang zur nächs­ten Phase. Die Ree­de­rei treibt spe­zia­li­sierte Rei­se­for­mate voran, er­wei­tert ihr in­ter­na­tio­na­les Pro­gramm und setzt stär­ker auf kom­bi­nierte Fluss- umd Land­rei­sen. Im deutsch­spra­chi­gen Markt baut Croi­si­Eu­rope au­ßer­dem die Ver­triebs­reich­weite aus, über sta­tio­näre Part­ner ebenso wie über di­gi­tale Bu­chungs­ka­näle. Da­mit po­si­tio­niert sich die Ree­de­rei auch künf­tig jen­seits klas­si­scher Stan­dard­rou­ten.

www.croisieurope.de

Elisabeth Kapral

Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für cruise4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat in den letzten 15 Jahren mehr als 80 Kreuzfahrten mit den verschiedensten Reedereien unternommen.
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"