Hurtigruten: Film von pulsierendem Polarlicht über Nordnorwegen
Der Nordlichtjäger von Hurtigruten und weltweit führende Experte auf diesem Gebiet, Tom Kerss, hat ein seltenes Aurora-Phänomen eingefangen, das selbst erfahrene Nordlicht-Beobachter staunen lässt, ein Polarlicht, das nicht nur flimmert, sondern regelrecht pulsiert und das stundenlang.
In Nordnorwegen gehören Polarlichter im Winter einfach dazu. Was Hurtigruten nun nahe Narvik aufgenommen hat, fällt aber selbst dort aus dem Rahmen, ein außergewöhnlich intensives, pulsierendes Polarlicht, das über Stunden am Himmel stand und zu den längsten jemals aufgezeichneten Ereignissen dieser Art zählt.
Gefilmt wurde das Schauspiel am 22. Februar an Bord der MS Trollfjord. Erst Anfang April tauchte das Material bei der Sichtung von mehreren Stunden an Aufnahmen wieder auf. Schnell war klar, diese Sequenzen dokumentieren, was selbst in den nördlichsten Breiten nicht alle Tage zu sehen ist. Tom Kerss stellte fest, dass die Klarheit und Intensität der Aufnahmen alles bisher Veröffentlichte übertreffen.
„Ich beobachte Polarlichter seit mehr als 18 Jahren. Dieses Ereignis war eines der eindrucksvollsten meiner Laufbahn und die unvergesslichste Nacht der Nordlichtjagd, die ich je erlebt habe. Schon mit bloßem Auge war zu erkennen, dass hier etwas Besonderes passiert. Die Aurora pulsierte sichtbar, die Farben wechselten ständig – und das über Stunden. Solche Momente erlebt man selbst in Nordnorwegen nicht oft. Es vom offenen Deck im arktischen Norwegen aus zu sehen, fernab von Lichtverschmutzung, machte es noch bemerkenswerter. Die Aufnahmen fangen nicht nur die Schönheit ein, sondern auch seltene Details, die echte wissenschaftliche Erkenntnisse liefern.“
Tom Kerss, Nordlicht-Experte bei Hurtigruten
Anders als typische pulsierende Polarlichter, die oft schon nach zehn bis 20 Minuten verschwinden, hielt dieses Ereignis über Stunden an. Zu sehen waren rhythmische Lichtimpulse und auffällige Farbwechsel in Grün- und Rosatönen.
Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen und dabei Gase in der oberen Atmosphäre zum Leuchten bringen. Spannend ist der Zeitpunkt: Das Maximum des elfjährigen Sonnenzyklus lag bereits im Winter 2024/2025. Dass jetzt, mehr als ein Jahr später, noch so starke Nordlichter auftreten, hängt laut Nordlicht-Experten Kerss unter anderem damit zusammen, dass dieses Maximum besonders intensiv war und die Aktivität nur langsam zurückgeht. Gleichzeitig können gerade in der Phase nach einem solchen Höhepunkt besonders starke Aurora-Ereignisse auftreten – wie im jetzt dokumentierten Fall.




