A‑ROSA Sena: Evakuierung nach Kollision mit Brücke in Amsterdam
Am Mittwochabend ist es am Stadtrand von Amsterdam zu einer Kollision des Flusskreuzfahrtschiffs A‑ROSA Sena mit über 200 Personen an Bord mit einer Brücke gekommen. Der Steuermann erlitt leichte Verletzungen, alle Passagiere wurden evakuiert, wie lokale Medien berichteten.
Das Schiff befand sich auf dem Weg zum Amsterdam-Rhein-Kanal, als es die aus dem Jahr 1957 stammende Bogenbrücke Amsterdamse Brug rammte. Das 135 Meter lange Kreuzfahrtschiff erlitt Schäden am Steuerhaus, konnte aber unter der Brücke hindurchfahren und am Kanal anlegen, sodass Rettungskräfte an Bord gehen konnten.

Wenige Stunden nach der Kollision führte ein Stromausfall zu Dunkelheit an Bord, woraufhin über 200 Passagiere evakuiert wurden. Die meisten schliefen in ihren Kabinen und mussten geweckt werden, bevor sie über einen kleinen Deich zur Hauptstraße geleitet wurden. Es gab keine Verletzten unter den Passagieren, der Steuermann erlitt leichte Verletzungen.
Die örtliche Polizei sperrte die Brücke vorübergehend, um den Schaden zu begutachten, gab sie aber gegen 3:00 Uhr wieder frei. Das Schiff wurde schwer beschädigt und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Es wurde zurück nach Amsterdam geschleppt.

Die A‑ROSA Sena verfügt über ein hydraulisch einziehbares Steuerhaus auf Deck 5, eine gängige Ausstattung europäischer Flusskreuzfahrtschiffe, die es den Schiffen ermöglicht, niedrige Brücken zu passieren. Ersten Informationen zufolge war das Steuerhaus zum Zeitpunkt der Kollision angehoben, prallte gegen die Unterseite der Brücke und wurde dabei stark beschädigt. Die genaue Unfallursache wird noch untersucht. Laut The Maritime Telegraph vermuteten einige Passagiere, dass der Steuermann während der Fahrt unaufmerksam gewesen sein könnte.




