Hurtigruten: Deutlich gesteigertes Ergebnis im Geschäftsjahr 2025
Hurtigruten hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlich verbesserten Ergebnissen abgeschlossen. Der Anbieter von Seereisen entlang der norwegischen Küste verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum, eine spürbar höhere Profitabilität sowie eine gestärkte finanzielle Basis.
Nach der Trennung von HX, ehemals Hurtigruten Expeditions, agiert Hurtigruten als eigenständiges norwegisches Reise- und Transportunternehmen. Das Angebot umfasst Reisen entlang der norwegischen Küste, in Spitzbergen sowie in der weiteren nordischen Region. Kernprodukt ist die klassische Postschiffroute zwischen Bergen und Kirkenes.
Ergänzt wird das Angebot durch Signature-Reisen nach Spitzbergen und zum Nordkap mit weniger Stopps, längeren Liegezeiten und All-inclusive-Angeboten. In Spitzbergen ist Hurtigruten auch mit Hurtigruten Svalbard mit Sitz in Longyearbyen vertreten. Das Unternehmen bietet dort Unterkünfte und landbasierte Erlebnisse an.
Das operative Ergebnis stieg 2025 auf 90,2 Millionen Euro, nach 49,8 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 80 Prozent. Im selben Zeitraum wurde ein wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten in Eigenkapital umgewandelt, zusätzliches Kapital durch die Eigentümer bereitgestellt und neue Finanzierungen bis 2030 verlängert.
Die positive Entwicklung ist vor allem auf die hohe Nachfrage und ein weiterentwickeltes Produktangebot zurückzuführen, insbesondere im Signature-Segment. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 501,8 Millionen Euro. Insgesamt reisten im Jahr 2025 rund 222.000 Gäste mit Hurtigruten, das entspricht einem Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch im deutschsprachigen Raum entwickelte sich 2025 das Geschäft sehr positiv. Der gebuchte Umsatz stieg im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei den Signature-Reisen aus, die ein Plus von 32 Prozent verzeichneten. Zusätzlich legten die B2B-Buchungen im Umsatz um mehr als 40 Prozent zu. Die Entwicklung zeigt die weiter steigende Nachfrage von Reisenden und Vertriebspartnern nach authentischen Reiseerlebnissen entlang der norwegischen Küste.

Auch für die kommende Sommersaison erwartet Hurtigruten eine sehr hohe Nachfrage. Immer mehr Reisende wollten laut Hedda Felin die norwegische Natur, Kultur und Kulinarik erleben.
„Die Zahlen zeigen klar: Unsere Veränderungen wirken. Das operative Geschäft ist deutlich stärker, die Umsätze wachsen und unsere finanzielle Position hat sich spürbar verbessert. Das gibt uns die Stabilität, weiterhin auf Verlässlichkeit, Qualität und profitables Wachstum zu setzen.“
Hedda Felin, CEO von Hurtigruten
Hurtigruten betont die enge Zusammenarbeit entlang der norwegischen Küste. Rund 600 Partnerunternehmen sind Teil des Netzwerks, von lokalen Ausflugsanbietern bis zu Produzenten regionaler Lebensmittel.
„Wir sind sehr zufrieden mit der Teamleistung bei Hurtigruten. Unsere engagierten Mitarbeitenden an Bord und an Land setzen alles daran, Gästen ein besonderes Erlebnis zu bieten. Gleichzeitig danken wir unseren Partnern entlang der Küste, mit denen wir täglich eng zusammenarbeiten.“
Hedda Felin, CEO von Hurtigruten
In den vergangenen Jahren hat Hurtigruten ein umfassendes Modernisierungsprogramm für die Flotte umgesetzt und dabei mehr als 150 Millionen Euro investiert. Das Programm wurde 2025 abgeschlossen. Die Flotte umfasst nun zehn Schiffe, davon vier mit Hybridantrieb.
Seit 2018 sanken die CO₂-Emissionen so um 29 Prozent und die NOx-Emissionen um 69 Prozent. Auch die Emissionen pro Gast konnten deutlich reduziert werden. Die Scope-1-CO₂-Emissionen pro verfügbarer Passagier-Kreuzfahrtnacht lagen 2025 bei 108 Kilogramm, ein Rückgang von 18 Prozent gegenüber 2018.
Im Bereich Abfallmanagement wurden weitere Fortschritte erzielt. Der Lebensmittelabfall lag 2025 bei 66 Gramm pro Gast nach 70 Gramm im Vorjahr. Rund 80 Prozent der Lebensmittel und 62 Prozent der Getränke bezieht Hurtigruten lokal von Lieferanten entlang der norwegischen Küste.
Im November führte Hurtigruten seine erste klimaneutrale Reise mit nachhaltigem Biodiesel durch. Außerdem wurden im Rahmen des Sea-Zero-Projekts weitere Fortschritte erzielt. Tests in Zusammenarbeit mit SINTEF Ocean in Trondheim zeigen vielversprechende Ergebnisse für die Entwicklung emissionsfreier Schiffe.







