Venedig (c) travel by tropf

Royal Caribbean ersetzt Venedig im Jahr 2021 durch Ravenna

Die Mit­tel­meer-Kreuz­fahr­ten der Rhap­sody of the Seas wer­den im Som­mer 2021 nicht wie ur­sprüng­lich ge­plant in Ve­ne­dig be­gin­nen und en­den: Royal Ca­rib­bean hat alle be­reits ge­buch­ten Kun­den in ei­nem Schrei­ben in­for­miert, dass der Ein- und Aus­schif­fungs­ha­fen ins knapp drei Au­to­stun­den süd­lich ge­le­gene Ra­venna ver­legt wird.

Als Grund für diese Maß­nahme nennt Royal Ca­rib­bean „zu­neh­mende Be­den­ken hin­sicht­lich der Zu­kunft der Kreuz­fahrt in Ve­ne­dig“. Ob­wohl noch nicht klar sei, wie sich der Kreuz­fahrt­be­trieb dort ent­wi­ckeln werde, wolle die Ree­de­rei schon jetzt al­les tun, um ih­ren Kun­den die best­mög­li­che Er­fah­rung auf ih­rer Reise bie­ten zu kön­nen.

Rhap­sody of the Seas (c) Royal Ca­rib­bean

Pas­sa­giere, die be­reits ei­nen Ve­ne­dig-Flug ge­bucht ha­ben, kön­nen vor und nach der Kreuz­fahrt ei­nen kos­ten­lo­sen Shut­tle­ser­vice zwi­schen dem Flug­ha­fen Marco Polo in Ve­ne­dig und dem Ha­fen in Ra­venna in An­spruch neh­men. Die Fahrt dau­ert je nach lo­ka­lem Ver­kehr rund zwei­ein­halb Stun­den. Alle an­de­ren Pas­sa­giere kön­nen die­sen Trans­fer kos­ten­pflich­tig bu­chen.

In Ve­ne­dig häu­fen sich der­zeit wie­der die Pro­teste der Ein­woh­ner ge­gen den Mas­sen­tou­ris­mus. Man wolle zwar wie­der Be­su­cher in der Stadt, aber nicht mehr so viele wie vor der Co­rona-Krise. Die gro­ßen Kreuz­fahrt­schiffe ste­hen da­bei ein­mal mehr im Fo­kus. Bei Royal Ca­rib­bean geht man of­fen­bar da­von aus, dass es des­halb bis zum Som­mer 2021 zu dras­ti­schen Ein­schrän­kun­gen für Kreuz­fahrt­schiffe in Ve­ne­dig kom­men wird.

Bei MSC Crui­ses sieht man das hin­ge­gen kom­plett an­ders: Die Ree­de­rei der ita­lie­ni­schen Fa­mi­lie Aponte hat erst kürz­lich be­kannt ge­ge­ben, dass sie im Som­mer 2021 mit der MSC Li­rica, MSC Mu­sica, MSC Or­ches­tra, MSC Opera und MSC Sin­fo­nia gleich fünf Kreuz­fahrt­schiffe wö­chent­lich von der La­gu­nen­stadt in die Adria und ins öst­li­che Mit­tel­meer auf­bre­chen wer­den.