MSC Cruises sichert Versorgung mit synthetischem Flüssigerdgas

MSC Crui­ses und das skan­di­na­vi­sche En­er­gie­un­ter­neh­men Gasum ha­ben eine Ab­sichts­er­klä­rung für eine weg­wei­sende Zu­sam­men­ar­beit un­ter­zeich­net, die die Lie­fe­rung von syn­the­ti­schem Flüs­sig­erd­gas aus er­neu­er­ba­ren En­er­gien und da­mit ei­nen kli­ma­neu­tra­len Schiffs­be­trieb si­cher­stellt.

Ziel ist es, MSC Crui­ses den Zu­gang zu syn­the­ti­schem Flüs­sig­gas (e‑LNG) zu si­chern. Die­ses wird aus Was­ser­stoff her­ge­stellt, der durch Hy­dro­lyse mit er­neu­er­ba­ren En­er­gien und ge­bun­de­nem CO2 er­zeugt wird. Da­für wird ein Stra­te­gie­plan zur Sen­kung der Emis­sio­nen im Kreuz­fahrt­be­trieb er­stellt, der ab 2026 große Men­gen von meh­re­ren Tau­send Ton­nen e‑LNG vor­sieht.

Die Un­ter­neh­men un­ter­zeich­ne­ten au­ßer­dem ei­nen lang­fris­ti­gen Ver­trag über die Lie­fe­rung von Flüs­sig­erd­gas (LNG) für das neue Flagg­schiff MSC Eu­ri­bia. Mit die­ser Ver­ein­ba­rung un­ter­stützt Gasum MSC Crui­ses bei der Re­du­zie­rung von Emis­sio­nen durch den so­for­ti­gen Ein­satz von LNG.

„Wir freuen uns sehr über die Zu­sam­men­ar­beit mit Gasum auf un­se­rem Weg zur Kli­ma­neu­tra­li­tät. Die Si­che­rung ei­ner zu­ver­läs­si­gen Ver­sor­gung mit LNG und e‑LNG ist da­bei von ent­schei­den­der Be­deu­tung. Die Part­ner­schaft mit Gasum wird uns den Zu­gang zu neuen und sau­be­re­ren Kraft­stof­fen er­mög­li­chen. Wir brau­chen aber mehr Lie­fe­ran­ten, die un­sere Bran­che bei ih­ren Um­welt­zie­len un­ter­stüt­zen, und war­ten dar­auf, mehr von die­sen neuen Kraft­stof­fen zu kau­fen.“

Lin­den Cop­pell, Vice Pre­si­dent of Sus­taina­bi­lity and ESG bei MSC Crui­ses

Der Ein­satz von LNG ver­ur­sacht fast keine Schwe­fel­oxid- und Fein­staub­emis­sio­nen, Stick­oxid­emis­sio­nen wer­den stark re­du­ziert und die Treib­haus­gas­emis­sio­nen deut­lich ge­senkt. Dar­über hin­aus er­mög­licht die LNG-Tech­no­lo­gie an Bord je­der­zeit den Um­stieg auf voll­stän­dig er­neu­er­ba­res Bio-Flüs­sig­gas (Bio-LNG) oder syn­the­ti­sches Gas (e‑LNG), um die Treib­haus­gas­emis­sio­nen bis zu 100 Pro­zent zu re­du­zie­ren.

Das ist e‑LNG oder synthetisches Gas

e‑LNG kann durch das Strom-zu-Gas-Ver­fah­ren syn­the­tisch her­ge­stellt wer­den. Zu­nächst wird mit Hilfe von er­neu­er­ba­rem Strom – bei­spiels­weise Wind- oder Son­nen­en­er­gie – Was­ser­stoff aus Was­ser her­ge­stellt. Die­ser kann dann durch Zu­gabe von nicht-fos­si­lem Koh­len­di­oxid, das aus der Koh­len­stoff­ab­schei­dung ge­won­nen wird, zu Me­than wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den.

Das da­bei ent­ste­hende syn­the­ti­sche Me­than­gas ist voll­stän­dig mit Erd­gas und Bio­gas aus­tausch­bar. Wenn es ver­flüs­sigt wird, ist es eben­falls voll­stän­dig aus­tausch­bar mit LNG und Bio-LNG. Das be­deu­tet, dass es über die be­reits be­stehende In­fra­struk­tur – wie Last­wa­gen, Schiffe oder Pipe­lines – trans­por­tiert wer­den kann, wo­bei auch die be­stehen­den Gas­netze ge­nutzt wer­den kön­nen.

Es be­deu­tet auch, dass syn­the­ti­sches Gas di­rekt in den Dual-Fuel-Mo­to­ren an Bord der LNG-Schiffe von MSC Crui­ses ver­wen­det wer­den kann, die der­zeit mit Erd­gas, Bio­gas, LNG oder Bio-Flüs­sig­gas in je­dem Ver­hält­nis be­trie­ben wer­den. Es sind keine zu­sätz­li­chen In­ves­ti­tio­nen in neue An­la­gen oder Än­de­run­gen er­for­der­lich.

Im Ge­gen­satz zu al­ter­na­ti­ven Kraft­stof­fen wie Am­mo­niak oder Me­tha­nol, die sich so­wohl in Be­zug auf die Pro­duk­tion als auch auf die In­fra­struk­tur noch im Ent­wick­lungs­sta­dium be­fin­den, ist syn­the­ti­sches Gas oder e‑LNG ein kon­kre­ter Weg zur De­kar­bo­ni­sie­rung des See­ver­kehrs und des Land­trans­ports in den nächs­ten Jah­ren.

„Als An­bie­ter von al­ter­na­ti­ven Kraft­stof­fen, der sich für die En­er­gie­wende ein­setzt, ist Gasum stolz dar­auf, MSC Crui­ses bei sei­nem Ziel zu un­ter­stüt­zen, den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck des Un­ter­neh­mens zu ver­bes­sern. Gleich­zei­tig un­ter­stützt MSC Crui­ses die Ent­wick­lung des viel­ver­spre­chends­ten al­ter­na­ti­ven Treib­stoffs, in­dem es die Nach­frage stärkt. Diese Ab­sichts­er­klä­rung zu e‑LNG ist ein Mei­len­stein für die Schiff­fahrts­in­dus­trie, da sie zeigt, dass e‑LNG der Schiff­fahrt in­ner­halb kur­zer Zeit zur Ver­fü­gung ste­hen wird.“

Mika Wil­ja­nen, CEO von Gasum

Das stra­te­gi­sche Ziel von Gasum ist es, bis 2027 jähr­lich sie­ben Te­ra­watt­stun­den er­neu­er­ba­res Gas auf den Markt zu brin­gen. Das Er­rei­chen die­ses Ziels würde für die Kun­den von Gasum eine jähr­li­che ku­mu­lierte Koh­len­di­oxid­re­du­zie­rung von 1,8 Mil­lio­nen Ton­nen be­deu­ten.

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