Celestyal Journey soll Stromausfall auf Kefalonia verursacht haben

Die be­liebte grie­chi­sche In­sel Ke­fa­lo­nia hatte am 4. Mai 2025 ei­nen Strom­aus­fall, nach­dem der An­ker der Ce­les­tyal Jour­ney ein Un­ter­was­ser­ka­bel be­schä­digt ha­ben soll, be­rich­tet die Web­site Crew Cen­ter.

Nach An­ga­ben des grie­chi­schen Strom­netz­be­trei­bers HEDNO, Hel­le­nic Elec­tri­city Dis­tri­bu­tion Net­work Ope­ra­tor, be­gann der Strom­aus­fall am 4. Mai ge­gen 16.30 Uhr Orts­zeit und dau­erte im Zen­trum von Ar­gos­toli etwa eine Stunde, wäh­rend in den um­lie­gen­den Ge­bie­ten wei­tere Un­ter­bre­chun­gen ge­mel­det wur­den.

Ke­fa­lo­nia (c) Yor­gos Ntra­has via Un­s­plash

Lo­kale Me­dien, dar­un­ter Ke­fa­lo­nia­press, ver­öf­fent­lich­ten ein Foto des Kreuz­fahrt­schiffs, bei dem es sich ver­mut­lich um die Ce­les­tyal Jour­ney han­delte, als sich der Vor­fall er­eig­nete, was dar­auf hin­deu­tet, dass der An­ker des Schiffs bei Ma­nö­vern ein Strom­ka­bel be­schä­digt ha­ben könnte.

Tau­cher wur­den ent­sandt, um das Aus­maß des Scha­dens zu be­gut­ach­ten, und HEDNO be­stä­tigte, dass ein er­heb­li­cher Feh­ler im Un­ter­see­ka­bel ge­fun­den wurde. Bis 17:30 Uhr ge­lang es den Ein­satz­kräf­ten, die Strom­ver­sor­gung vor­über­ge­hend wie­der­her­zu­stel­len, in­dem sie den Strom über eine al­ter­na­tive Lei­tung um­lei­te­ten. Die Be­hör­den be­fürch­ten je­doch, dass die voll­stän­dige Re­pa­ra­tur ei­nen Spe­zi­al­ein­satz er­for­dert und meh­rere Tage dau­ern könnte.

See­ka­bel (c) Pos­s­es­sed Pho­to­gra­phy via Un­s­plash

Un­ter­see­ka­bel sind eine kri­ti­sche In­fra­struk­tur, und Zwi­schen­fälle mit An­ker­schä­den sind nichts Un­ge­wöhn­li­ches. Das In­ter­na­tio­nale Ka­bel­schutz­ko­mi­tee weist dar­auf hin, dass ver­se­hent­li­che An­ker­züge in der Ver­gan­gen­heit zu er­heb­li­chen Stö­run­gen ge­führt ha­ben, dar­un­ter ein Vor­fall aus dem Jahr 2008 vor Si­zi­lien, bei dem ein Schiff sei­nen An­ker 300 Ki­lo­me­ter weit ge­schleppt und da­bei sechs Un­ter­see­ka­bel be­schä­digt hat.

Bis­lang ha­ben die grie­chi­schen See­be­hör­den noch keine of­fi­zi­elle Stel­lung­nahme zu die­sem Vor­fall ab­ge­ge­ben. HEDNO be­ob­ach­tet die Si­tua­tion wei­ter­hin, und wei­tere Un­ter­su­chun­gen sind im Gange, um die ge­naue Ur­sa­che zu er­mit­teln und ähn­li­che Vor­fälle in Zu­kunft zu ver­hin­dern.

www.celestyalcruises.de

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