Taucher der MSC Foundation c Simone Piccoli

MSC Foundation unterstützt Report zur Erholung von Korallenriffen

Im Rah­men ver­schie­de­ner In­itia­ti­ven un­ter­stützt die MSC Foun­da­tion For­schung und wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Mee­res­schutz. Auf den Ba­ha­mas ver­bin­det bei­spiels­weise das Su­per Co­ral Reefs Pro­gramme Ko­ral­len­re­stau­rie­rung, For­schung und öf­fent­li­che Auf­klä­rungs­ar­beit im Ma­rine Con­ser­va­tion Cen­ter auf Ocean Cay.

Als Mit­glied der In­ter­na­tio­nal Co­ral Reef In­itia­tive (ICRI) be­tei­ligte sich die MSC Foun­da­tion ge­mein­sam mit wei­te­ren För­de­rern an der Fi­nan­zie­rung des ak­tu­el­len Be­richts des Glo­bal Co­ral Reef Mo­ni­to­ring Net­work und steu­erte eine Fall­stu­die bei. Diese stellt die For­schungs­part­ner­schaf­ten, Mo­ni­to­ring-Ak­ti­vi­tä­ten, Maß­nah­men zur Ko­ral­len­re­stau­rie­rung und die Be­hand­lung von Ko­ral­len­krank­hei­ten im Rah­men des Pro­gramms vor.

Elchgeweihkoralle vor Ocean Cay c MSC Foundation
Elch­ge­weih­ko­ralle vor Ocean Cay (c) MSC Foun­da­tion

Der bis­lang um­fas­sendste glo­bale Re­port zum Zu­stand von Ko­ral­len­rif­fen vom Glo­bal Co­ral Reef Mo­ni­to­ring Net­work (GCRMN) ver­deut­licht das Aus­maß des welt­wei­ten Rück­gangs der Ko­ral­len­be­de­ckung. Gleich­zei­tig macht der Be­richt deut­lich, dass wis­sen­schaft­lich fun­dierte Schutz­maß­nah­men und eine lang­fris­tige Be­ob­ach­tung ent­schei­dend sind, da­mit sich die Riffe er­ho­len und wi­der­stands­fä­hi­ger wer­den kön­nen.

Der Be­richt „Sta­tus of Co­ral Reefs of the World: 2025“ weist ge­gen­über dem Durch­schnitt des Re­fe­renz­zeit­raums zwi­schen 1980 bis 2009 ei­nen re­la­ti­ven Rück­gang um 9,5 Pro­zent aus. Be­son­ders deut­lich wa­ren die groß­flä­chige Ko­ral­len­blei­chen in­folge ma­ri­ner Hit­ze­wel­len. Durch die stei­gen­den glo­ba­len Tem­pe­ra­tu­ren wer­den diese häu­fi­ger und in­ten­si­ver. Den Rif­fen bleibt da­durch zwi­schen den Er­eig­nis­sen im­mer we­ni­ger Zeit zur Re­ge­ne­ra­tion. Die Er­geb­nisse ver­deut­li­chen den drin­gen­den Hand­lungs­be­darf, um un­um­kehr­bare Ver­luste zu ver­hin­dern.

Die Pflege der Korallenbaeume unter Wasser c MSC Cruises
Pflege der Ko­ral­len­bäume un­ter Was­ser (c) MSC Crui­ses

Gleich­zei­tig ge­ben die Er­geb­nisse An­lass zur Hoff­nung. Trotz des glo­ba­len Rück­gangs zei­gen meh­rere Re­gio­nen, dass sich Ko­ral­len­riffe er­ho­len kön­nen, wenn lo­kale Be­las­tun­gen wirk­sam re­du­ziert wer­den. Die Ver­rin­ge­rung von Be­las­tun­gen durch Über­fi­schung, Küs­ten­ent­wick­lung, Was­ser­ver­schmut­zung und Ko­ral­len­präda­to­ren kann die Wi­der­stands­fä­hig­keit der Riffe stär­ken und ihre Er­ho­lung nach Ko­ral­len­blei­chen un­ter­stüt­zen. Für po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger er­gibt sich dar­aus die wich­tige Bot­schaft, dass gut kon­zi­pierte Maß­nah­men auf lo­ka­ler Ebene mess­bare Ver­bes­se­run­gen be­wir­ken kön­nen.

Fortschritt für die gemeinschaftliche Korallenforschung

Elchhornkorallen c MSC Foundation
Elch­horn­ko­ral­len (c) MSC Foun­da­tion

Die Be­wer­tung ba­siert auf 40 Jah­ren glo­ba­ler Da­ten und um­fasst 21,1 Mil­lio­nen Be­ob­ach­tun­gen von 36.886 Riff­stand­or­ten, mehr als zehn­mal so viele wie im Be­richt von 2020. Die Da­ten wur­den von mehr als 600 Part­nern welt­weit und über zahl­rei­che Mo­ni­to­ring-Netz­werke zu­sam­men­ge­tra­gen.

Diese er­wei­terte Da­ten­grund­lage macht sicht­bar, wie sich Ko­ral­len­riffe über lange Zeit­räume ver­än­dert ha­ben. Sie er­mög­licht es den Wis­sen­schaf­tern, Ent­wick­lun­gen und ihre Ur­sa­chen nach­zu­ver­fol­gen, Re­gio­nen mit­ein­an­der zu ver­glei­chen so­wie Schwer­punkte von Rück­gang und Er­ho­lung zu iden­ti­fi­zie­ren. Für po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger lie­fert der Re­port da­mit eine wich­tige Grund­lage, um Ri­si­ken ein­zu­schät­zen und Schutz­maß­nah­men ge­zielt an die Be­din­gun­gen vor Ort an­zu­pas­sen.

„Un­ser Be­richt lie­fert die bis­lang um­fas­sendste Be­wer­tung des Zu­stands der welt­wei­ten Ko­ral­len­riffe. Die Bot­schaft ist ein­deu­tig: Re­gie­run­gen müs­sen drin­gend wis­sen­schaft­lich fun­dierte po­li­ti­sche Maß­nah­men und Ma­nage­mentan­sätze um­set­zen. Der wirk­samste Weg, Ko­ral­len­riffe zu schüt­zen, be­steht in ei­ner schnel­len Emis­si­ons­re­du­zie­rung, kon­se­quen­ten Maß­nah­men ge­gen lo­kale Be­las­tun­gen und ei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen lang­fris­ti­gen Mo­ni­to­ring. Nur so kön­nen Schutz­maß­nah­men ge­zielt dort an­set­zen, wo sie die größte Wir­kung ent­fal­ten.“

Dr. Ma­nuel Gon­zá­lez Ri­vero, Haupt­au­tor des Be­richts „Sta­tus of Co­ral Reefs of the World: 2025“
Marine Conservation Center auf Ocean Cay c Simone Piccoli
Ma­rine Con­ser­va­tion Cen­ter auf Ocean Cay (c) Si­mone Pic­coli

Ob­wohl Ko­ral­len­riffe le­dig­lich 0,2 Pro­zent des Mee­res­bo­dens be­de­cken, bie­ten sie Le­bens­raum für mehr als 25 Pro­zent al­ler ma­ri­nen Ar­ten. Sie si­chern die Le­bens­grund­lage und das Wohl­erge­hen von rund ei­ner Mil­li­arde Men­schen. Sie er­brin­gen auch Öko­sys­tem­leis­tun­gen, de­ren jähr­li­cher Wert auf bis zu 9,9 Bil­lio­nen US-Dol­lar ge­schätzt wird. Ko­ral­len­riffe schüt­zen au­ßer­dem Küs­ten­re­gio­nen und ent­hal­ten bio­ak­tive Sub­stan­zen, die für die me­di­zi­ni­sche und phar­ma­zeu­ti­sche For­schung von Be­deu­tung sind.

„Wir sind stolz dar­auf, zu die­ser au­ßer­ge­wöhn­li­chen glo­ba­len wis­sen­schaft­li­chen In­itia­tive bei­getra­gen zu ha­ben. Ko­ral­len­riffe sen­den uns eine klare Bot­schaft: Diese le­bens­wich­ti­gen Öko­sys­teme ste­hen welt­weit un­ter zu­neh­men­den Druck. Wir sind des­halb fest da­von über­zeugt, dass In­ves­ti­tio­nen in For­schung und Mo­ni­to­ring ent­schei­dend sind, um Re­stau­rie­rungs­maß­nah­men vor Ort ge­zielt zu un­ter­stüt­zen. Die Ent­schei­dun­gen, die wir heute vor Ort tref­fen, kön­nen die glo­bale Zu­kunft die­ser le­bens­wich­ti­gen Öko­sys­teme maß­geb­lich be­ein­flus­sen.“

Da­niela Picco, Exe­cu­tive Di­rec­tor der MSC Foun­da­tion

Karibik und Bahamas

Weichkorallenriff auf den Bahamas c MSC Foundation
Weich­ko­ral­len­riff auf den Ba­ha­mas (c) MSC Foun­da­tion

Dem Be­richt des Glo­bal Co­ral Reef Mo­ni­to­ring Net­work zu­folge ge­hört die Ka­ri­bik zu den Re­gio­nen mit ei­nem be­son­ders deut­li­chen Rück­gang der Ko­ral­len­be­de­ckung. Die Ver­luste tra­ten vor al­lem nach star­ken ma­ri­nen Hit­ze­wel­len und Krank­heits­aus­brü­chen auf. Die Aus­brei­tung und Sterb­lich­keit durch die Stony Co­ral Tis­sue Loss Di­se­ase hat in zahl­rei­chen Tei­len der Ka­ri­bik zu er­heb­li­chen Ko­ral­len­ver­lus­ten ge­führt. Zu­sätz­li­che Be­las­tun­gen ent­ste­hen durch zu­neh­mende in­ten­sive Hur­ri­kane so­wie in­folge zu­neh­men­der Ver­schmut­zung. Dazu kom­men Mas­sen­fi­sche­rei und in­va­sive Ar­ten.

Für die Ba­ha­mas zeigt sich ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild. Dort war die Ko­ral­len­be­de­ckung ins­ge­samt be­reits nied­ri­ger und blieb in den 1990er-Jah­ren weit­ge­hend sta­bil. Im Ver­lauf der 2000er- und 2010er-Jahre setzte je­doch ein all­mäh­li­cher Rück­gang ein.

www.msccruises.at

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