Die MS Deutschland hat am Freitag im deutschen Bremerhaven abgelegt und ihre letzte Kreuzfahrt für Phoenix Reisen begonnen. Das 1998 gebaute Schiff, das nach dieser Fahrt die Flotte des Unternehmens verlässt, bietet eine achttägige Reise durch den Ärmelkanal und die Nordsee an.
Die Kreuzfahrt startet und endet in Bremerhaven und beinhaltet Besuche von fünf Destinationen in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien. Zu den angelaufenen Häfen gehören Portsmouth, Fowey, Saint-Malo, Antwerpen und IJmuiden sowie eine malerische Fahrt entlang der Schelde.
Die Reise markiert das Ende einer viermonatigen Kreuzfahrtsaison, die im Mai begann und eine Reihe von Routen nach Nordeuropa, Island, ins Baltikum, zu den Britischen Inseln und in den Atlantik umfasste. Zu den Höhepunkten des Einsatzes zählte eine 22-tägige Kreuzfahrt zu den portugiesischen Inselgruppen der Azoren und Madeira. Die Reise, die Ende Mai in Cuxhaven begann, beinhaltete Übernachtungen in Horta und Funchal sowie Zwischenstopps in Praia da Vitória, Velas, Ponta Delgada und anderen Orten. Da Phoenix Reisen den Chartervertrag für das Schiff nicht über 2026 hinaus verlängert hat, wird die MS Deutschland 2027 nicht mehr zur Flotte des Unternehmens gehören.
Die ursprünglich für Peter Deilmann gebaute Deutschland mit 520 Passagierplätzen fährt seit 2015 saisonal für Phoenix Reisen. Neben der deutschen Marke fährt das Schiff auch für Semester at Sea und verbringt die Wintersaison als World Odyssey. Im Rahmen des Bildungsreisekonzepts des Unternehmens bietet das Schiff Weltreisen für Studierende und lebenslang Lernende an. Zwei Routen mit jeweils über 100 Übernachtungen sind für 2026/27 geplant, eine dritte soll Ende 2027 von den Niederlanden aus starten. Die Pläne für das Schiff im Sommer 2027 sind noch unklar.
Nach der Ausmusterung der MS Deutschland wird Phoenix Reisen drei Schiffe betreiben. Zur Flotte gehören die Artania, die Amera und die Amadea, die im Sommer Routen in Europa und im Winter Kreuzfahrten in andere Teile der Welt anbieten.

