Rettung der Passagierin der Odyssey of the Seas durch die Besatzung der MSC Rosella III c Hellenic Coast Guard 2

Video zeigt Rettungsaktion von Passagierin der Odyssey of the Seas

Wie cruise4news be­rich­tet hat, ist eine 44-jäh­rige Pas­sa­gie­rin aus El Sal­va­dor von der Odys­sey of the Seas von Royal Ca­rib­bean über Bord ge­gan­gen und hat, wie auch im­mer, rund 20 Stun­den im of­fe­nen Io­ni­schen Meer über­lebt. Die grie­chi­sche Küs­ten­wa­che hat nun Vi­deo­auf­nah­men der ei­gent­li­chen Ret­tungs­ak­tion ver­öf­fent­licht.

In den frü­hen Mor­gen­stun­den des 10. Ok­to­ber ent­deckte das un­ter der Flagge Ma­dei­ras fah­rende Fracht­schiff MSC Ros­sella III etwa 70 See­mei­len süd­west­lich von Zakyn­thos das Blink­licht ei­nes Ret­tungs­rings. Auch die Odys­sey of the Seas war an der Su­che be­tei­ligt und ver­brachte mehr als zwölf Stun­den da­mit, in fest­ge­leg­ten Such­mus­tern nach der Frau zu su­chen.

Neues Vi­deo­ma­te­rial zeigt den dra­ma­ti­schen Mo­ment, in dem Ret­tungs­kräfte auf dem MSC-Fracht­schiff sich der Frau im dunk­len Was­ser nä­hern, mit ihr spre­chen und ihr ein Seil zu­wer­fen, da­mit sie in Si­cher­heit ge­bracht wer­den kann.

Ers­ten Be­rich­ten zu­folge hatte sich die Frau ei­nen Ret­tungs­ring ge­schnappt, be­vor sie ins Was­ser sprang. Erst meh­rere Stun­den, nach­dem sie über Bord ge­gan­gen war, über­prüfte die Schiffs­be­sat­zung die Auf­nah­men der Über­wa­chungs­ka­me­ras, um den Her­gang zu be­stä­ti­gen.

Etwa 20 Stun­den wa­ren ver­gan­gen, wäh­rend meh­rere Han­dels­schiffe und die grie­chi­sche Küs­ten­wa­che die Su­che fort­setz­ten. Un­glaub­li­cher­weise wurde die Frau le­bend und bei Be­wusst­sein ge­fun­den, im­mer noch in die­sem Ret­tungs­ring, nach­dem sie ei­nen Groß­teil der Nacht im Dun­keln trei­bend ver­bracht hatte.

Rettung der Passagierin der Odyssey of the Seas durch die Besatzung der MSC Rosella III c Hellenic Coast Guard 1
Ret­tung der Pas­sa­gie­rin der Odys­sey of the Seas durch die Be­sat­zung der MSC Ro­sella III (c) Hel­le­nic Co­ast Guard

Es war wirk­lich ein Wun­der, schließ­lich liegt laut Cruise Li­nes In­ter­na­tio­nal As­so­cia­tion die Über­le­bens­rate von Pas­sa­gie­ren, die von ei­nem Kreuz­fahrt­schiff über Bord ge­hen, bei nur etwa 28 Pro­zent. Noch vor we­ni­gen Jahr­zehn­ten lag diese Zahl bei ge­rade ein­mal 17 Pro­zent, doch mo­derne Tech­no­lo­gie hat dazu bei­getra­gen, diese Chan­cen leicht zu er­hö­hen.

Ein Schiff der Küs­ten­wa­che nahm die Frau dar­auf­hin an Bord, leis­tete Erste Hilfe und brachte sie in den Ha­fen von Ka­ta­ko­lon, von wo aus sie in ein Kran­ken­haus in Pyr­gos trans­fe­riert wurde. Sie wurde we­gen ei­ner leich­ten Un­ter­küh­lung be­han­delt, ihr Zu­stand ist den Be­rich­ten zu­folge sta­bil. Nach An­ga­ben der Küs­ten­wa­che gab die Frau spä­ter an, sie sei ge­sprun­gen, weil sie „von Bord ge­hen wollte“.

Es ist äu­ßerst sel­ten, dass je­mand fast ei­nen gan­zen Tag und eine ganze Nacht al­lein im of­fe­nen Was­ser über­lebt. Dass die ge­ret­tete Frau ei­nen Ret­tungs­ring bei sich hatte, war ent­schei­dend.

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