Wie die Zeitung Aftenposten berichtet, plant der Stadtrat der norwegischen Hauptstadt Oslo die Einführung einer neuen Abgabe für Kreuzfahrtpassagiere. Dem Bericht zufolge ist die Gebühr als Ausgleich für die Nutzung der städtischen Infrastruktur vorgesehen und soll für allgemeine Instandhaltungsmaßnahmen verwendet werden.
Aftenposten zufolge verzeichnet die Stadt eine stetig wachsende Zahl von Kreuzfahrtgästen, jährlich kommen mehr als 300.000 Touristen auf dem Seeweg an. Die neue Abgabe basiert auf einer neuen gesetzlichen Regelung der norwegischen Regierung, die es Städten gestattet, pro Passagier und Hafentag bis zu 100 Norwegische Kronen, etwa 9,33 Euro, einzuheben.
Sollte der Osloer Stadtrat der Maßnahme zustimmen, würde die neue Abgabe ab 2027 für alle im Hafen eintreffenden Kreuzfahrtpassagiere gelten. Die Stadtverwaltung schätzt, dass durch die neue Gebühr jährlich bis zu 3,6 Millionen Euro eingenommen werden könnten.
„Wir empfangen immer mehr Touristen in unserer Stadt. Es ist sehr erfreulich, dass so viele Menschen Oslo besuchen möchten, doch dies bringt auch einen höheren Bedarf an Toiletten und Reinigungsdiensten sowie eine stärkere Abnutzung öffentlicher Bereiche wie Parks und Wanderwege mit sich. Der Stadtrat möchte vermeiden, dass der Verschleiß schneller zunimmt, als wir die Budgets aufstocken können.“
Marit Vea, Osloer Stadträtin für Umwelt und Verkehr
Für Touristen, die mit anderen Verkehrsmitteln in Oslo ankommen, sind keine vergleichbaren Gebühren geplant. Die Stadt erwartet für das Jahr 2027 eine Reihe von Kreuzfahrtgesellschaften, darunter Schiffe von AIDA Cruises, Holland America Line, Fred. Olsen Cruise Lines und TUI Cruises. Auch Norwegian Cruise Line, Princess Cruises, Viking, Explora, MSC Cruises und Royal Caribbean gehören zu den Unternehmen, die den Hafen anlaufen.
