Crown Princess in Auckland c Princess Cruises

20 US-Dollar weniger Gebühr für Kreuzfahrtpassagiere in Neuseeland

Für Kreuz­fahrt­pas­sa­giere, die nach Neu­see­land rei­sen oder von dort ab­rei­sen, ver­rin­gern sich die Kos­ten um 20 US-Dol­lar. Die für den Zoll zu­stän­dige Mi­nis­te­rin Ca­sey Cos­tello kün­digte Än­de­run­gen an der Bor­der Pro­ces­sing Levy, der Ab­gabe für die Grenz­ab­fer­ti­gung an. Mit die­ser Ge­bühr soll­ten ur­sprüng­lich 124,3 Mil­lio­nen US-Dol­lar zur De­ckung der Grenz­ab­fer­ti­gungs­kos­ten des Zolls im Jahr 2026/​27 ein­ge­nom­men wer­den.

Ab dem 1. Juli 2027 zah­len an­kom­mende Kreuz­fahrt­pas­sa­giere 7,20 US-Dol­lar, ein Rück­gang ge­gen­über den bis­he­ri­gen 27,14 Dol­lar. Für ab­rei­sende Pas­sa­giere er­höht sich der Be­trag um 3 Cent auf 71 Cent. Jac­qui Lloyd, Ge­schäfts­füh­re­rin der New Zea­land Cruise As­so­cia­tion, be­zeich­nete die An­kün­di­gung als äu­ßerst hilf­reich für die Zu­kunft und als ei­nen Schritt zur Un­ter­stüt­zung der Bran­che. Laut Lloyd ent­fällt ei­ner von zehn Tou­ris­ten, die das Land be­su­chen, auf die Kreuz­fahrt­bran­che. Sie wies je­doch dar­auf hin, dass die Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten die An­zahl ih­rer An­läufe in neu­see­län­di­schen Hä­fen ein­schrän­ken, was dazu führt, dass we­ni­ger Pas­sa­giere ins Land kom­men.

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Auck­land /​ Neu­see­land (c) pix­a­bay

Sie er­klärte, dass meh­rere Fak­to­ren zu die­sem Rück­gang bei­tra­gen, etwa die Schwie­rig­keit, Lie­ge­plätze in Syd­ney zu er­hal­ten, wo Kreuz­fahr­ten häu­fig be­gin­nen und en­den. Das führt dazu, dass we­ni­ger Hä­fen in Neu­see­land an­ge­lau­fen wer­den, da die Rou­ten ver­kürzt wer­den müs­sen, um si­cher­zu­stel­len, dass die Schiffe zu ei­nem fest­ge­leg­ten Zeit­punkt Syd­ney ver­las­sen be­zie­hungs­weise dort­hin zu­rück­keh­ren kön­nen.

Ein wei­te­rer Punkt sind die Kos­ten. Laut Lloyd kön­nen für ein Schiff mit 3.000 Pas­sa­gie­ren al­lein an staat­li­chen Ge­büh­ren und Ha­fen­kos­ten rund 650.000 Dol­lar an­fal­len, wenn etwa acht Hä­fen in Neu­see­land an­ge­lau­fen wer­den. Bei je­dem An­lauf in ei­nem neu­see­län­di­schen Ha­fen fal­len Ge­büh­ren an, die an die Be­hörde Ma­ri­time New Zea­land ge­hen. Au­ßer­dem gibt es eine Ab­gabe zur Be­kämp­fung von Öl­ver­schmut­zun­gen, die eben­falls über Ma­ri­time New Zea­land er­ho­ben wird. Dazu kom­men all­ge­meine Grenz­ge­büh­ren.

Au­ßer­dem er­he­ben die Hä­fen selbst Ge­büh­ren für das An­le­gen. Viele ver­lan­gen zu­sätz­lich eine Pro-Kopf-Ab­gabe für Pas­sa­giere. Dar­über hin­aus fal­len Kos­ten für Si­cher­heits­maß­nah­men, Gang­ways, Per­so­nal, Fest­ma­cher­pol­ler und eine Viel­zahl wei­te­rer Leis­tun­gen an, die für das Ein­lau­fen ei­nes Schif­fes in ei­nen Ha­fen er­for­der­lich sind. Neu­see­land gilt da­her un­ter Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten als ei­nes der teu­ers­ten Rei­se­ziele.

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Wein­berg in Neu­see­land (c) pix­a­bay

Lloyd sagte je­doch, die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Re­gie­rung und Hä­fen werde ei­nen po­si­ti­ven Wan­del be­wir­ken.

„Wir ha­ben er­freu­li­che Nach­rich­ten von Ma­ri­time New Zea­land er­hal­ten: Die dor­ti­gen Ab­ga­ben blei­ben in den kom­men­den Jah­ren un­ver­än­dert. Das­selbe gilt für das MPI. Auch der Zoll hat in­zwi­schen seine neuen Ge­büh­ren­sätze fest­ge­legt.“

Jac­qui Lloyd, Ge­schäfts­füh­re­rin der New Zea­land Cruise As­so­cia­tion

Sie stellte klar, dass die neuen Ge­büh­ren­sätze der staat­li­chen Be­hör­den nicht al­lein zu­guns­ten der Kreuz­fahrt­bran­che ein­ge­führt wur­den, sich für diese aber den­noch vor­teil­haft aus­wir­ken. Es könne auch ei­nige Jahre dau­ern, bis diese Vor­teile tat­säch­lich zum Tra­gen kom­men, da Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten ihre Rou­ten be­reits Jahre im Vor­aus pla­nen. Die Un­ter­neh­men wür­den also nicht un­mit­tel­bar zu­rück­keh­ren.

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