Oceania Insignia letzten Oktober in Portland mit Norovirus Ausbruch an Bord c Portland Cruise Control

Warnsystem bei Ausbruch von Infektionskrankheit auf Kreuzfahrtschiffen

Ein­woh­ner von Port­land im US-Bun­des­staat Maine kön­nen nun be­nach­rich­tigt wer­den, sollte es auf ei­nem Kreuz­fahrt­schiff, das den Ha­fen der Stadt an­läuft, zu ei­nem Aus­bruch ei­ner In­fek­ti­ons­krank­heit kom­men.

Das neue SMS-Be­nach­rich­ti­gungs­sys­tem, bei dem man sich ak­tiv an­mel­den muss, soll das erste sei­ner Art sein, das die Öf­fent­lich­keit über po­ten­zi­ell an­ste­ckende Pas­sa­giere in­for­miert, die im Ha­fen an­kom­men.

Flaechendesinfektion c Toon Lambrechts via Unsplash
Flä­chen­des­in­fek­tion (c) Toon Lam­b­rechts via Un­s­plash

Matthew Day, Mit­be­grün­der der Frei­wil­li­gen­gruppe Port­land Cruise Con­trol, sagte, die Idee für das Be­nach­rich­ti­gungs­sys­tem sei im ver­gan­ge­nen Herbst ent­stan­den, als die Ocea­nia In­si­gnia wäh­rend ei­nes No­ro­vi­rus-Aus­bruchs in der Stadt an­legte. Mehr als 13 Pro­zent der Pas­sa­giere er­krank­ten, doch der Öf­fent­lich­keit wurde ge­sagt, sie solle sich keine Sor­gen ma­chen.

„Die Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten sind nicht be­geis­tert da­von, Mel­dun­gen ma­chen zu müs­sen, und wir trauen ih­nen ehr­lich ge­sagt nicht zu, dass sie das tun, weil es schlecht fürs Ge­schäft ist.“

Matthew Day, Mit­be­grün­der von Port­land Cruise Con­trol

Das Un­ter­neh­men teilte mit, dass er­krankte Be­sat­zungs­mit­glie­der und Pas­sa­giere iso­liert und Des­in­fek­ti­ons­maß­nah­men durch­ge­führt wor­den seien, doch Matthew Day wies dar­auf hin, dass sich das No­ro­vi­rus be­reits vor dem Auf­tre­ten von Sym­pto­men ver­brei­ten könne. Er er­klärte, da je­des Jahr Hun­derte von Schif­fen in Port­land an­leg­ten, könn­ten die Ein­woh­ner nun bes­ser in­for­miert wer­den und die not­wen­di­gen Vor­sichts­maß­nah­men er­grei­fen.

c CDC via Unsplash
(c) CDC via Un­s­plash

Kreuz­fahrt­schiffe sind der­zeit ver­pflich­tet, die Cen­ters for Di­se­ase Con­trol and Pre­ven­tion zu in­for­mie­ren, wenn drei Pro­zent oder mehr der Pas­sa­giere und Be­sat­zungs­mit­glie­der er­krankt sind, al­ler­dings nur, wenn ein in­ter­na­tio­na­ler Ha­fen auf der Rei­se­route liegt. Für In­lands­kreuz­fahr­ten gel­ten we­ni­ger strenge Mel­de­pflich­ten.

Matthew Day be­tonte, seine Or­ga­ni­sa­tion wün­sche sich ein­heit­li­chere Kri­te­rien so­wie ver­bes­serte Hy­gie­ne­maß­nah­men, dar­un­ter Hand­wasch­sta­tio­nen für Pas­sa­giere un­mit­tel­bar nach dem Aus­stei­gen. Er er­klärte, es sei auf­grund des Per­so­nal- und Mit­tel­ab­baus bei der CDC zu­neh­mend wich­tig ge­wor­den, dass lo­kale Ge­mein­den und Ge­sund­heits­äm­ter Maß­nah­men er­grei­fen.

„Wir kön­nen als Stadt be­stimmte An­for­de­run­gen stel­len, und eine da­von wäre die di­rekte Mel­dung vom Kreuz­fahrt­schiff an den Ha­fen­meis­ter oder an das Ge­sund­heits­amt, so­dass wir nicht auf die CDC an­ge­wie­sen sind.“

Matthew Day, Mit­be­grün­der von Port­land Cruise Con­trol

Die Kreuz­fahrt­bran­che und die Tou­ris­ten, die die lo­ka­len Un­ter­neh­men un­ter­stüt­zen, sind ein wich­ti­ger Teil der Wirt­schaft Port­lands. Die Cruise Li­nes In­ter­na­tio­nal As­so­cia­tion be­tont, dass sie sich in Maine für ver­ant­wor­tungs­vol­len Tou­ris­mus und ein kon­trol­lier­tes Wachs­tum ein­setzt.

Haendedesinfektion c Devyn Holman via Unsplash
Hän­de­des­in­fek­tion (c) De­vyn Hol­man via Un­s­plash

Matthew Day fügte hinzu, dass vor al­lem die Be­schäf­tig­ten in den Ge­schäf­ten der In­nen­stadt ei­nem er­höh­ten Ri­siko aus­ge­setzt seien, soll­ten er­krankte Pas­sa­giere an Land ge­hen, und dass seine Gruppe wei­ter­hin mit dem Stadt­rat zu­sam­men­ar­bei­ten werde, um si­cher­zu­stel­len, dass et­wa­ige Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lü­cken im Zu­sam­men­hang mit Aus­brü­chen ge­schlos­sen wer­den.

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