MS Astor (c) Transocean Kreuzfahrten

MS Astor ist zur Verschrottung in der Türkei eingetroffen

Die MS As­tor hat ihre letzte Reise be­en­det: Das ehe­ma­lige Kreuz­fahrt­schiff von Cruise & Ma­ri­time Voya­ges (CMV), das viele Jahre für Tran­so­cean Kreuz­fahr­ten un­ter­wegs war, ist in der Ab­wrack­werft im tür­ki­schen Aliaga ein­ge­trof­fen. Wie meh­rere Vi­deos auf You­Tube zei­gen, wurde das 33 Jahre alte Schiff be­reits für die Ver­schrot­tung ge­stran­det.

Dass der Weg auf den Schrott­platz vor­ge­zeich­net war, hat­ten wir be­reits am 28. Ok­to­ber 2020 be­rich­tet, als die MS As­tor nach der In­sol­venz von CMV um nur 1,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar ver­stei­gert wurde. Nun liegt sie in Aliaga ne­ben fünf wei­te­ren Kreuz­fahrt­schif­fen, de­ren Ver­schrot­tung be­reits be­gon­nen hat – der Car­ni­val Fan­tasy, Car­ni­val In­spi­ra­tion, Car­ni­val Ima­gi­na­tion, Mon­arch of the Seas und So­v­er­eign of the Seas.

Die MS As­tor wurde von der How­aldts­werke Deut­sche Werft AG (HDW) in Kiel ge­baut und 1987 auch un­ter die­sem Na­men von Saf­ma­rine in Dienst ge­stellt. Bei ei­ner Größe von rund 20.ooo BRZ bot sie Platz für ma­xi­mal 590 Pas­sa­giere in 295 Ka­bi­nen. Von 1988 bis 1995 war sie als „Fe­dor Dos­to­jew­skij“ im Ein­satz, von 1996 bis 2009 als „As­tor“ für Tran­so­cean Tours und nach der In­sol­venz des Un­ter­neh­mens ab 2010 für die neu ge­grün­dete Tran­so­cean Kreuz­fahr­ten GmbH. Ei­gen­tü­mer des Schiffs war be­reits da­vor die Pre­mi­con AG.

Mit der Über­nahme von Tran­so­cean durch Cruise & Ma­ri­time Voya­ges (CMV) im Jahr 2014 wurde die MS As­tor im Win­ter von Tran­cocean und im Som­mer von CMV ge­char­tet. Nach der In­sol­venz von Pre­mi­con kaufte die Glo­bal Ma­ri­time Group als CMV-Mut­ter­ge­sell­schaft dann noch im sel­ben Jahr das Schiff. 2021 sollte es den deut­schen Markt ver­las­sen und künf­tig von CMV als „Ju­les Verne“ auf dem fran­zö­si­schen Markt ein­ge­setzt wer­den. Die Pleite von CMV hat das aber ver­hin­dert.

MS As­tor (c) Tran­sO­cean Kreuz­fahr­ten