Nicht nur deutschsprachige Medien, sondern auch die Internet-Plattform CruiseRadio.net berichtet von einem Unfall eines Flusskreuzfahrtschiffs auf der Donau in Wien, bei dem mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden sind. Die Anna Katharina von Phoenix Reisen mit rund 200 Gästen an Bord erlitt beim Aufprall an einer Schleusenmauer schwere Schäden am Bug.
Das Schiff prallte in der Nähe des Kraftwerks Freudenau gegen eine Schleusenmauer, wobei 14 Personen verletzt wurden. Sechs von ihnen, überwiegend deutsche Staatsangehörige, wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, konnten aber kurze Zeit später wieder entlassen werden. Sie wurden wegen leichter Verletzungen wie Rücken- und Nackenschmerzen behandelt.
Ein Sprecher der Rettungsdienste bestätigte gegenüber lokalen Medien, dass es keine Schwerverletzten gab und sich niemand in kritischem Zustand befand. Berichten zufolge ereignete sich der Zusammenstoß vermutlich bei nahezu voller Geschwindigkeit.
Der Unfall ereignete sich am Freitag gegen 4:30 Uhr Ortszeit, was die Zahl der Verletzten vermutlich minimierte. Das Schiff wurde schwer beschädigt, konnte aber ein Eindringen von Wasser verhindern. Im Bugbereich, wo die Schäden am größten waren, befinden sich die Panoramaterrasse und die Lounge. Aufgrund der frühen Stunde befanden sich dort keine Gäste oder Besatzungsmitglieder.
Die 135 Meter lange Anna Katharina gehört der deutschen Reederei Phoenix Reisen. Das 2019 gebaute Schiff verkehrt auf Donau, Rhein und Main und hat eine rund 40-köpfige Besatzung. Die siebentägige Kreuzfahrt durch Deutschland, Österreich, Ungarn und die Slowakei startete am vergangenen Wochenende in Passau.
Rettungskräfte, darunter Polizei, Feuerwehr und die Wiener Berufsrettung, waren schnell vor Ort. Alle Gäste und Besatzungsmitglieder konnten gerettet und auf ein anderes Schiff gebracht werden, um ihre Reise fortzusetzen. Die örtlichen Behörden haben eine umfassende Untersuchung eingeleitet und den 49-jährigen polnischen Kapitän befragen lassen. Die Unfallursache ist noch unklar, lokale Medien berichten jedoch, dass ein technischer Defekt als mögliche Ursache in Betracht gezogen wird.
