Wie die Plattform Cruise Hive berichtet, hat die Villa Vie Odyssey, das vom Schicksal gebeutelte Schiff von Villa Vie Residences, Kambodscha verlassen und ist auf dem Weg nach Singapur. Dies geschieht jedoch nicht auf Anweisung des Kreuzfahrtunternehmens, das auf dauerhaftes Wohnen an Bord spezialisiert ist, sondern auf Veranlassung eines Gläubigers.
Das Schiff soll sich inzwischen unter der Kontrolle eines Gläubigers befinden, es wurde faktisch gepfändet, nachdem das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Berichten zufolge informierte das Unternehmen die Bewohner über die aktuelle Lage, schlug dabei jedoch einen optimistischen Ton hinsichtlich der weiteren Zukunft der Villa Vie Odyssey an.
Am 27. Oktober stellte das Schiff überraschend seinen Betrieb ein und wurde in Sihanoukville in Kambodscha aufgelegt. Damals wurden alle verbliebenen Bewohner aufgefordert, von Bord zu gehen. Sie hatten lediglich einen Tag Zeit, um ihre persönlichen Sachen zusammenzupacken und das Schiff zu verlassen.
Villa Vie Residences teilte mit, dass der Kreditgeber das Schiff in Besitz genommen hat, doch das bedeutet nicht, dass über die Zukunft der Odyssey bereits entschieden ist. Es ist kein Verkauf angesetzt. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass noch Zeit bleibt, einen tragfähigen Plan zu entwickeln, und arbeitet angeblich derzeit daran.
In den Monaten vor der Betriebspause berichteten Passagiere, dass das Schiff, als Maßnahme zur Kraftstoffeinsparung, mit geringerer Geschwindigkeit fuhr. Die Reederei nannte die steigenden Treibstoffkosten als einen der Gründe für die Betriebspause.
Verschiedenen Quellen zufolge könnte das Schiff nun versteigert werden, eine Möglichkeit, die das Unternehmen bislang nicht bestätigt hat. Ein weiterer möglicher Rettungsplan ist jedenfalls gescheitert. Eine Gruppe von 169 Bewohnern der Villa Vie Odyssey hatte zwar zugesagt, das Schiff erwerben zu wollen, doch dieses Vorhaben wurde nun vom Kreditgeber abgelehnt.
Die Villa Vie Odyssey nimmt derzeit zwar Kurs auf Singapur, es ist offiziell jedoch kein Plan bekannt, wie es mit dem Schiff weitergeht.
