Norwegian Cruise Line: Fünf US-Dollar für zweites Hauptgericht

Nor­we­gian Cruise Line hat still­schwei­gend eine Ge­bühr von fünf US-Dol­lar für Pas­sa­giere ein­ge­führt, die in den Haupt­spei­se­sä­len ih­rer ge­sam­ten Flotte ein zwei­tes oder zu­sätz­li­ches Haupt­ge­richt be­stel­len. Diese Re­ge­lung gilt für Kreuz­fahr­ten ab dem 26. Sep­tem­ber 2025.

Die Ge­bühr ist in klei­ner Schrift am un­te­ren Rand der Spei­se­kar­ten im Spei­se­saal auf­ge­führt, wo sie vie­len Gäs­ten zu­nächst mög­li­cher­weise nicht auf­fällt. Die neue Re­ge­lung än­dert die Be­stell­mög­lich­kei­ten der Gäste. Bis­her konn­ten sie meh­rere Haupt­ge­richte ohne zu­sätz­li­che Kos­ten be­stel­len. Die Ge­bühr gilt für je­des zweite und je­des wei­tere Haupt­ge­richt, das wäh­rend ei­ner Mahl­zeit in ei­nem der Haupt­spei­se­säle der Ree­de­rei be­stellt wird.

Nor­we­gian Aqua /​ Com­mo­dore Room (c) Nor­we­gian Cruise Line

Nor­we­gian Cruise Line un­ter­schei­det sich in ih­rer Vor­ge­hens­weise bei zu­sätz­li­chen Haupt­ge­rich­ten von Car­ni­val Cruise Line. Car­ni­val hat 2019 eine ähn­li­che Ge­bühr von fünf US-Dol­lar ein­ge­führt, be­rech­net diese je­doch erst ab dem drit­ten Haupt­ge­richt, so­dass Gäste zwei Ge­richte aus­wäh­len kön­nen, be­vor eine Ge­bühr an­fällt.

Ei­nige Pas­sa­giere hal­ten die Ge­bühr für an­ge­mes­sen, da sie Ver­schwen­dung ent­ge­gen­wirkt und zur Steue­rung des Ser­vice­ab­laufs bei­trägt. An­dere se­hen darin eine Tak­tik, um kleine Be­träge ein­zu­neh­men, ins­be­son­dere wenn kleine Por­ti­ons­grö­ßen die Be­stel­lung meh­re­rer Haupt­ge­richte at­trak­ti­ver ma­chen oder wenn Gäste ver­schie­dene Ge­richte pro­bie­ren möch­ten, da sich die Me­nüs wäh­rend der Kreuz­fahrt än­dern.

Nor­we­gian Sun (c) Nor­we­gian Cruise Line

Die Ge­bühr für das Re­stau­rant folgt der kürz­lich von Nor­we­gian Cruise Line ein­ge­führ­ten Ge­bühr von zehn US-Dol­lar pro Per­son für Nicht­er­schei­nen oder ver­spä­tete Stor­nie­run­gen in Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants. Diese Ge­bühr wurde von den Kreuz­fahrt­gäs­ten, die die Be­mü­hun­gen zur Ver­mei­dung von Re­ser­vie­rungs­aus­fäl­len zu schät­zen wuss­ten, all­ge­mein po­si­tiv auf­ge­nom­men.

Die Ge­bühr von fünf US-Dol­lar gilt nicht für Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants, die nach se­pa­ra­ten Preis­struk­tu­ren ar­bei­ten, oder für kos­ten­lose Buf­fets, bei de­nen die Gäste so viele Por­tio­nen neh­men kön­nen, wie sie möch­ten.

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