KREUZFAHRT-WELT

Neue Infrastruktursteuer hält Kreuzfahrtschiffe von Island fern

Eine wach­sende Zahl an Kreuz­fahrt­schif­fen streicht Rei­se­ziele in Is­land aus den Rou­ten­plä­nen. Aus­lö­ser ist laut lo­ka­len Me­di­en­be­rich­ten eine neue In­fra­struk­tur­steuer, die 2025 ein­ge­führt wurde. Die Aus­wir­kun­gen sind ins­be­son­dere in länd­li­chen Ge­mein­den zu spü­ren, die da­durch mit wirt­schaft­li­chen Ein­bu­ßen zu kämp­fen ha­ben.

Is­land ist seit je­her ein be­lieb­tes Ziel auf Kreuz­fahr­ten in den ho­hen Nor­den Eu­ro­pas und dient dar­über hin­aus als wich­ti­ger An­lauf­punkt für Ex­pe­di­ti­ons­schiffe in der Ark­tis. Den­noch ist die Zahl der An­läufe von Kreuz­fahrt­schif­fen be­reits stark zu­rück­ge­gan­gen und die Vor­aus­bu­chun­gen bis 2027 sind in ei­ni­gen Hä­fen so­gar um mehr als 50 Pro­zent ge­sun­ken.

Is­land (c) Klaus Ste­bani via Pix­a­bay

Is­land hatte die Pläne zur Ein­füh­rung ei­ner neuen In­fra­struk­tur­steuer be­reits Ende 2024 an­ge­kün­digt. Die Ge­bühr trat am 1. Jän­ner 2025 in Kraft und ver­pflich­tet Kreuz­fahrt­pas­sa­giere seit­her, wäh­rend ih­res Auf­ent­halts in ei­nem Ha­fen des Lan­des eine täg­li­che Ge­bühr von rund 18 US-Dol­lar zu ent­rich­ten. Da­mit ist sie deut­lich hö­her als ver­gleich­bare Ab­ga­ben in Nach­bar­län­dern. Ob sie tat­säch­lich die er­war­te­ten zehn Mil­lio­nen US-Dol­lar pro Jahr ein­brin­gen wird, ist aber frag­lich.

Elisabeth Kapral

Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für cruise4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat in den letzten 15 Jahren mehr als 80 Kreuzfahrten mit den verschiedensten Reedereien unternommen.
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