Diese 13 neuen Kreuzfahrtschiffe bringt das Jahr 2026
Die Kreuzfahrt-Industrie steht erneut vor einem spannenden Jahr: 13 neue Kreuzfahrtschiffe werden 2026 in See stechen, die in Größe, Technik und Konzept kaum unterschiedlicher sein könnten – vom kleinen Expeditionsschiff bis zum schwimmenden Freizeitpark. Wir stellen die wichtigsten Neubauten 2026 kurz vor.
In Summe werden die 13 Neubauten für rund 23.000 zusätzliche Betten in der Kreuzfahrtwelt sorgen. Die Kapazitäten reichen dabei von lediglich 108 bis zu 5.610 Passagiere. Highlights versprechen vor allem die Debüts der Mein Schiff Flow von TUI Cruises, der MSC World Asia und der Legend of the Seas von Royal Caribbean, die als eines der drei größten Kreuzfahrtschiffe der Welt in See stechen wird.
Norwegian Luna
Debüt: März 2026
Größe: 156.300 BRZ
Kapazität: 3.571 Gäste
Werft: Fincantieri
Baukosten: 1 Milliarde US-Dollar
Norwegian hat es eilig: Nur ein Jahr nach dem Debüt der Norwegian Aqua im April 2025 folgt bereits der zweite Neubau der Prima Plus-Klasse, die um rund 10% größer ausfällt als die Prima-Klasse. Wie ihre Schwester wird auch die Norwegian Luna mit dem „Aqua Slidecoaster“ aufwarten – der weltweit ersten Kombination aus Achterbahn und Wasserrutsche. Die erste Reise führt ab dem 10. März 2026 von Rom nach Miami. Von dort geht es bis April 2027 in die Karibik, ehe das Schiff in der Sommersaison für eine Reihe von Bermuda-Kreuzfahrten nach New York wechselt.
Four Seasons I
Debüt: März 2026
Größe: 34.000 BRZ
Kapazität: 190 Gäste
Werft: Fincantieri
Baukosten: 425 Millionen US-Dollar
Die erste Luxusyacht von Four Seasons und Marc-Henry Cruise Holdings soll den Luxus auf See neu definieren. Dafür wird unter anderem ein Verhältnis von 1:1 zwischen Crew und Gästen sorgen. An Bord warten 95 Suiten mit Größen von 44 bis 927 Quadratmetern, die alle über Balkone oder Terrassen verfügen. Außergewöhnlich ist die ausfahrbare Marina-Plattform, die einen bequemen Zugang zum Wasser sorgt. Nicht zuletzt hat sich Four Seasons mit Kate McCue die prominenteste Kapitänin der Kreuzfahrtwelt geangelt. Nach der ersten Sommersaison im Mittelmeer wird die Four Seasons I den Winter in der Karibik verbringen, ehe sie im Sommer 2027 wieder nach Europa zurückkehrt.
Emerald Kaia
Debüt: April 2026
Größe: 5.700 BRZ
Kapazität: 128 Gäste
Werft: Halong / Vietnam
Baukosten: 125 Millionen US-Dollar
Eine neue Schiffsklasse führt auch Emerald Cruises mit der Emerald Kaia ein. Wenn sie im April erstmals in See sticht, wird sie die erste von drei Superyachten sein, die in den nächsten drei Jahren zur Flotte stoßen. Mit 5.700 BRZ wird sie dabei etwas größer ausfallen als die erste Yacht-Generation der Marke. Damit wächst auch ihre Kapazität im Vergleich zur Emerald Azzurra (2022) und Emerald Sakara (2023) von 100 auf 128 Gäste. 88 Prozent der 64 Kabinen, die alle um 10 Prozent größer als bisher ausfallen, werden über einen Balkon verfügen. Für ein erfrischendes Bad steht neben einer Marina-Plattform am Heck auch eine Rutsche von Deck 4 bereit, mit der es sich vom Schiff direkt ins Meer gleiten lässt. Die Routen der Emerald Kaia führen in ihrer ersten Saison durchs Mittelmeer.
Viking Mira & Viking Libra
Debüt: Juni 2026
Größe: 54.300 BRZ
Kapazität: 998 Gäste
Baukosten: 500 Millionen US-Dollar
Bis jetzt waren alle Neubauten von Viking in Größe und Ausstattung identisch. Auch die Viking Mira, die im Juni dieses Jahres als 13. Flottenmitglied an den Start geht, macht da keine Ausnahme. Mit dem 14. Luxusschiff, das im Dezember 2026 folgt, wagt die Reederei dann aber eine Revolution: Die Viking Libra fällt zwar gleich groß aus wie ihre Schwestern, ihr Antriebssystem wird aber teilweise auf Wasserstoff basieren, sodass sie zumindest für einen begrenzten Zeitraum emissionsfrei operieren kann. Eine Premiere in der Kreuzfahrtindustrie. Ansonsten darf man allerdings nichts Neues erwarten: Wie alle Viking-Schiffe können auch die beiden Neuzugänge 998 Gäste in 499 Kabinen beherbergen, die alle über einen Balkon verfügen. Sowohl die Viking Mira als auch die Viking Libra werden zunächst ganzjährig in Europa kreuzen und hier sieben- bis 28-tägige Routen im Mittelmeer, in Nordeuropa, in der Ostsee und nach Island anbieten.
Orient Express Corinthian
Debüt: Juni 2026
Größe: 22.300 BRZ
Kapazität: 110 Gäste
Werft: Chantiers de l’Atlantique
Baukosten: 300 Millionen US-Dollar
Nach Ritz-Carlton und Four Seasons drängt mit Orient Express die dritte Luxushotelmarke ins Kreuzfahrtgeschäft. Als erster von zwei bestellten Neubauten wird die Corinthian mit 22.300 BRZ und einer Länge von 220 Metern zu den größten Segelyachten der Welt zählen und dank der 4.500 Quadratmeter Segelfläche allein durch die Kraft des Windes eine Geschwindigkeit von bis zu 17 Knoten erreichen. An Bord stehen 54 Suiten mit einer Größe von 45 bis 230 Quadratmetern, fünf Restaurants, acht Bars, ein Pool, eine Marina am Heck und ein Spa bereit. Als Hommage an den legendären Orient Express warten zudem zwei Original-Kabinen des Zuges aus den 1920er- und 1930er Jahren. Den Sommer wird die Corinthian im Mittelmeer und den Winter in der Karibik verbringen.
Mein Schiff Flow
Debüt: Juni 2026
Größe: 161.000 BRZ
Kapazität: 3.984 Passagiere
Werft: Fincantieri
Baukosten: 850 Millionen US-Dollar
Nur 16 Monate nach der Mein Schiff Relax wird TUI Cruises im Juni 2026 bereits das zweite Schiff der neuen InTUItion-Klasse in Dienst stellen. Wie ihre ältere Schwester wird auch die Mein Schiff Flow über einen Antrieb mit Flüssigerdgas (LNG), ein exklusives X‑Sundeck für die Suiten-Gäste, Balkonkabinen für Alleinreisende sowie ein französisches Restaurant und eine griechische Taverne verfügen. Perspektivisch können die beiden Schiffe auch mit emissionsarmem BIO- und E‑LNG betrieben werden. Die erste Sommersaison wird die Mein Schiff Flow auf Wohlfühlreisen durch das westliche Mittelmeer verbringen und den ersten Winter im Orient.
Legend of the Seas
Debüt: Juli 2026
Größe: 250.800 BRZ
Kapazität: 5.610 Gäste
Werft: Meyer Turku
Baukosten: 1,6 Milliarden US-Dollar
Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren schickt Royal Caribbean bereits das dritte Exemplar der Icon-Klasse ins Rennen. Mit den angekündigten 250.800 BRZ wird sich die Legend of the Seas den Titel des größten Kreuzfahrtschiffs der Welt mit der Icon of the Seas und der Star of the Seas teilen. Bei Doppelbelegung der Kabinen kann der Neubau 5.610 Gäste beherbergen – und bei Belegung aller Zusatzbetten sogar bis zu 7.600 Gäste. Mit den 2.350 Crew-Mitgliedern können also insgesamt fast 10.000 Menschen an Bord sein. Den Sommer 2026 wird das schwimmende Resort mit seinem gigantischen Wasserpark, dem spektakulären „Crown’s Edge Skywalk“ und der Eisarena im Mittelmeer verbringen, ehe es ab November ganzjährig von Fort Lauderdale in die Karibik geht.
Explora III
Debüt: Juli 2026
Größe: 72.800 BRZ
Kapazität: 926 Gäste
Werft: Fincantieri
Baukosten: 600 Millionen US-Dollar
Bereits ihr drittes Schiff wird die noch junge Luxusreederei Explora Journeys im Juli dieses Jahres in Dienst stellen. Im Unterschied zur Explora I (2023) und der Explora II (2024) wird die Explora III über einen Antrieb mit Flüssigerdgas (LNG) verfügen und daher aus technischen Gründen um 19,2 Meter länger ausfallen. Dennoch sind nur zwei zusätzliche Suiten geplant, sodass die Kapazität des Neubaus nur um vier auf 926 Passagiere wächst. Der zusätzliche Raum wird vielmehr für erweiterte öffentliche Bereiche und eine höhere Anzahl großzügiger „Ocean Penthouses“ und „Ocean Residences“. Die erste Saison der Explora III umfasst 7- bis 23-tägige Kreuzfahrten im Mittelmeer und in Nordeuropa. Anschließend geht es im Winter von Miami und San Juan in die Karibik.
MSC World Asia
Debüt: Dezember 2026
Größe: 215.000 BRZ
Kapazität: 5.300 Gäste
Werft: Chantiers de l’Atlantique
Baukosten: 1,2 Milliarden US-Dollar
Mit der MSC World Asia wird im Dezember das dritte Schiff der revolutionären World Class von MSC Cruises nach der MSC World Europa und der MSC World America seine Premiere feiern. Auf die rund 6.700 Gäste (bei Belegung aller Zusatzbetten) wartet eine schwimmende Stadt mit 40 Bars, Lounges und Restaurants, sieben Pools, 13 Whirlpools, einem Wasserpark, der längsten Trockenrutsche auf See und der über dem Wasser schwebenden Attraktion „Cliffhanger“. Das Mega-Schiff wird ab dem 11. Dezember 2026 ganzjährig auf Sieben-Nächte-Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer zum Einsatz kommen und in den Jahren 2029 und 2030 noch zwei weitere Schwesterschiffe erhalten.
Seven Seas Prestige
Debüt: Dezember 2026
Größe: 77.000 BRZ
Kapazität: 822 Gäste
Werft: Fincantieri
Baukosten: 885 Millionen US-Dollar
Die Luxus-Kreuzfahrtlinie Regent Seven Seas bereitet sich auf den Start des ersten Exemplars der neuen Prestige-Klasse vor. Mit 77.000 BRZ wird die Seven Seas Prestige um stolze 40 Prozent größer ausfallen als ihre Vorgänger, aber gleichzeitig eines der höchsten Gäste-Raum-Verhältnisse der Branche mit mehr Platz als jedes andere Flotten-Mitglied bieten. Für die 822 Gäste stehen elf Restaurants und 434 Suiten bereit – gekrönt von der 817 Quadratmeter großen „Skyview Regent Suite“, die um 22.500 Euro pro Nacht buchbar ist. Die erste Wintersaison umfasst 13 Reisen in der Karibik und durch den Panamakanal, bevor die Seven Seas Prestige von April bis November 2027 nach Europa übersiedelt. Zwei weitere Neubauten der Prestige-Klasse folgen bis 2033.

Magellan Discoverer
Debüt: Dezember 2026
Größe: 6.700 BRZ
Kapazität: 96 Gäste
Werft: ASENAV / Chile
Baukosten: 65 Millionen US-Dollar
Das neue Expeditionsschiff von Antarctica 21 mit Eisklasse PC6 und ausschließlich Balkonkabinen ist eine Schwester der ebenfalls in Chile gebauten Magellan Explorer und soll vor allem auf Fly & Cruise-Reisen in der Antarktis eingesetzt werden. Dann wird die maximale Kapazität bei lediglich 76 Gästen liegen, während sie bei allen anderen Kreuzfahrten 96 Gäste beträgt. Dank eines diesel-elektrischen Hybrid-Antriebssystem mit Lithium-Ionen-Akkus lassen sich die CO2-Emissionen des Schiffs ebenso reduzieren wie die Unterwasser-Geräusche. Das Debüt soll rechtzeitig zum Beginn der Antarkits-Saison 2026/27 erfolgen: Der Start der Jungfernfahrt ist derzeit für 15. Dezember 2026 ab Punta Arenas in Chile geplant.

Adora Flora City
Debüt: Dezember 2026
Größe: 142.000 BRZ
Kapazität: 4.260 Gäste
Werft: Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding
Baukosten: 850 Millionen US-Dollar
Die Adora Flora City ist das zweite in China gebaute Kreuzfahrtschiff der Vista-Klasse, das von Adora Cruises für den asiatischen Markt entwickelt und bei Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding (SWS) gebaut wird. Mit rund 141.900 BRZ, einer Länge von 341 Metern und Platz für 4.260 Passagiere bei Doppelbelegung der Kabinen ist der Neubau etwas größer als das ältere Schwesterschiff Adora Magic City. Zu den Highlights zählen ein Wasserpark, ein Seilgarten und VR-Gaming-Bereiche. Die Jungfernfahrt vom ganzjährigen Heimathafen in Guangzhou ist für Anfang 2027 geplant.














