Die Viking Ullur von Viking River Cruises ist am Dienstag auf der Donau in Bulgarien bei Flusskilometer 817 auf Grund gelaufen. Über 185 Passagiere und 50 Besatzungsmitglieder haben sich an Bord befunden und mussten evakuiert werden.
Der Vorfall hängt mit dem derzeit herrschenden niedrigen Wasserstand der Donau zusammen, der den Kreuzfahrt- und Schiffsverkehr in der Region in den vergangenen Wochen beeinträchtigt hat. Die örtliche Grenzpolizei koordinierte die Evakuierung, die in der Nähe von Vidin im Nordwesten Bulgariens stattfand.
Viking konnte ein anderes Flussschiff zum Unglücksort schicken, um die Passagiere aufzunehmen und die Kreuzfahrt fortzusetzen. Das Ersatzschiff konnte jedoch nicht nahe genug an die Ullur heranfahren, woraufhin die Grenzpolizei eingriff. Nach erfolglosen Bergungsversuchen und weiteren Untersuchungen wurden die Gäste von einem Patrouillenboot des Grenzpolizeistützpunkts Vidin evakuiert. Die Passagiere mussten aufgrund geringer Vorräte von Bord gehen, berichtete die Nachrichtenagentur und merkte an, dass die Ullur planmäßig Vidin anlaufen sollte, um Wasser und Lebensmittel aufzunehmen.
Das Gepäck der Passagiere wurde am Dienstag ebenfalls umgeladen. Unklar ist offenbar, ob die Besatzungsmitglieder an Bord der Viking Ullur bleiben würden. Die Grenzpolizei erklärte, die Viking Ullur könne je nach Navigationsbedingungen und Möglichkeiten zur Bergung längere Zeit festsitzen.
Neben Bulgarien umfasst die Reiseroute des 2019 gebauten Schiffes auch Besuche in Serbien, Rumänien, Kroatien und Ungarn. Derzeit sind verschiedene Kreuzfahrtlinien von den niedrigen Wasserständen der Donau und des Rheins betroffen. Neben Viking mussten auch Anbieter wie Avalon Waterways, Ama Waterways und Riviera Travel River Cruises ihre Abläufe an die rekordniedrigen Wasserstände anpassen.

