Start THEMEN KREUZFAHRT-WELT Alaska: Drittes Unglück mit Was­ser­flug­zeug in sechs Wochen

Alaska: Drittes Unglück mit Wasserflugzeug in sechs Wochen

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Das kleine Hafen­städt­chen Ket­chikan gehört zu den belieb­testen Stopps der Kreuz­fahrt­schiffe in Alaska und zählt pro Sommer mehr als eine Mil­lion Gäste. Nicht wenige der Pas­sa­giere unter­nehmen dann von hier aus Aus­flüge mit Was­ser­flug­zeugen. Nach dem dritten Unglück binnen zwei Monaten mehren sich aber die Zweifel über deren Sicher­heit.

Wie lokale Medien berichten, ver­suchte ein Was­ser­flug­zeug der Marke de Havil­land Beaver von Pacific Air­ways am Don­nerstag um 9:45 Uhr mor­gens eine Lan­dung direkt zwi­schen zwei Kreuz­fahrt­schiffen, die im Hafen lagen, über­schlug sich dabei aber mit noch relativ hoher Geschwin­dig­keit.

Ket­chikan /​​ Alaska (c) pixabay

An Bord befanden sich neben dem Piloten vier Pas­sa­giere, die aber nicht von einem der Schiffe stammten. Meh­rere kleine Boote kamen zu Hilfe und bargen die fünf Ver­un­glückten aus dem kalten Meer. Vier kamen glück­li­cher­weise mit dem Schre­cken davon. Nur eine Person musste mit klei­neren Ver­let­zungen ins Kran­ken­haus gebracht werden. Das schwer beschä­digte Flug­zeug wurde an ein Pier geschleppt.

Ed Dewing – ein Gast der Sea­bourn Sojourn und früher selbst Pilot auf der Kari­bik­insel St. Thomas – beob­ach­tete den Unfall aus nur wenigen Metern vom Balkon seiner Kabine. „Ich sagte noch zu meiner Frau: Wow, das wird wirk­lich cool, weil das Flug­zeug genau zwi­schen zwei Kreuz­fahrt­schiffen landet“, erzählte er später Jour­na­listen.

Zunächst schien die Lan­dung auch pro­blemlos zu gelingen, so Dewing: „Aber dann drehte das Flug­zeug leicht nach links, ein Flügel berührte das Wasser und die Maschine über­schlug sich. Ich dachte nur: Hof­fent­lich ist den Leuten nichts pas­siert“.

Zu diesem Zeit­punkt dürften neben der Sea­bourn Sojourn auch noch die Ruby Princess und MS Eurodam im Hafen gelegen haben. Am Nach­mittag – und somit erst lange nach dem Zwi­schen­fall – gesellten sich auch noch die Golden Princess, die Nieuw Ams­terdam und die Star Legend dazu.

Für Ket­chikan war dies bereits das dritte Unglück mit einem Was­ser­flug­zeug inner­halb von nur sechs Wochen: Am 13. Mai starben sechs Pas­sa­giere eines Kreuz­fahrt­schiffs, als zwei Flug­zeuge in der Luft zusam­men­stießen – und am 20. Mai starben der Pilot und ein Pas­sa­gier bei einer miss­glückten Lan­dung.

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