KREUZFAHRT-WELT

Passagier stirbt nach Sturz von Costa Smeralda in Civitavecchia

Ein deut­scher Pas­sa­gier ist nach ei­nem Sturz von der Costa Sme­ralda auf den Kai im Ha­fen von Ci­vi­ta­vec­chia ums Le­ben ge­kom­men. Der tra­gi­sche Vor­fall er­eig­nete sich am frü­hen Nach­mit­tag des 6. Fe­bruar in An­we­sen­heit von Ret­tungs­kräf­ten und Feu­er­wehr, die be­reits we­gen ei­nes an­de­ren me­di­zi­ni­schen Not­falls vor Ort wa­ren.

Ein Mann mitt­le­ren Al­ters stürzte dem­nach von der Bord­wand des Schif­fes, wäh­rend die­ses im Ha­fen lag, auf das Pier. Vor­läu­fige Un­ter­su­chun­gen deu­ten dar­auf hin, dass der Sturz mög­li­cher­weise ab­sicht­lich her­bei­ge­führt wurde. Die Be­hör­den ga­ben spä­ter be­kannt, dass keine wei­te­ren Kon­trol­len an Bord er­for­der­lich seien und das Schiff ab­le­gen durfte.

Ci­vi­ta­vec­chia (c) cruise4news /​ Eli­sa­beth Ka­pral

Laut Feu­er­wehr wurde der Alarm ge­gen 14:00 Uhr aus­ge­löst. Ret­tungs­kräfte aus Ci­vi­ta­vec­chia wa­ren im Ein­satz, um meh­rere Vor­fälle im Zu­sam­men­hang mit den wid­ri­gen Wet­ter­be­din­gun­gen zu be­ar­bei­ten und un­ter­stütz­ten die Lan­dung ei­nes Ret­tungs­hub­schrau­bers an Dock 12. Der Hub­schrau­ber war ein­ge­trof­fen, um ei­nen an­de­ren Pas­sa­gier zu eva­ku­ie­ren, der an Bord er­krankt war. Kurz nach der Lan­dung lenkte ein lau­ter Knall die Auf­merk­sam­keit der Ein­satz­kräfte auf sich. Ein Mann war von der Bord­wand auf das Dock ge­stürzt. Ret­tungs­kräfte und das me­di­zi­ni­sche Per­so­nal an Bord be­gan­nen so­fort mit Wie­der­be­le­bungs­maß­nah­men, um sein Le­ben zu ret­ten. Trotz al­ler Be­mü­hun­gen war der Zu­stand des Man­nes von An­fang an kri­tisch. Ein kurz dar­auf ein­tref­fen­der Not­arzt konnte nur noch sei­nen Tod fest­stel­len.

Costa Cro­ciere be­stä­tigte in ei­ner Stel­lung­nahme den Tod des Pas­sa­giers und sprach der Fa­mi­lie sein Bei­leid aus. Das Un­ter­neh­men teilte mit, dass der Gast nach ers­ten Er­kennt­nis­sen frei­wil­lig auf die Kai­mauer sprang, wäh­rend sich das Schiff im Ha­fen zu ei­nem re­gu­lä­ren Be­triebs­ab­lauf be­fand. Die Be­sat­zung griff so­fort ein und lei­tete alle Not­fall­maß­nah­men ein. Die zu­stän­di­gen Be­hör­den wur­den um­ge­hend in­for­miert und führ­ten die not­wen­di­gen Er­mitt­lun­gen durch. Der Ka­pi­tän und das Un­ter­neh­men ko­ope­rier­ten voll­um­fäng­lich und bo­ten der Fa­mi­lie des Gas­tes jede er­denk­li­che Un­ter­stüt­zung an.

Spä­ter am Abend, ge­gen 20:30 Uhr, gab Costa Cro­ciere be­kannt, dass die Be­hör­den ihre Un­ter­su­chun­gen an Bord ab­ge­schlos­sen hät­ten und das Schiff seine Reise fort­set­zen könne.

Elisabeth Kapral

Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für cruise4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat in den letzten 15 Jahren mehr als 80 Kreuzfahrten mit den verschiedensten Reedereien unternommen.
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