Seabourn

Seabourn: Einstellung von U‑Boot-Programm der Expeditionsschiffe

Sea­bourn hat be­stä­tigt, das U‑­Boot-Pro­gramm auf sei­nen Ex­pe­di­ti­ons­schif­fen ein­zu­stel­len. Die Lu­xus­ree­de­rei er­klärte, die U‑Boote, bis­her ein Mar­ken­zei­chen der Ex­pe­di­ti­ons­schiffe Sea­bourn Ven­ture und Sea­bourn Pur­suit, wür­den mit Ende der lau­fen­den Ant­ark­tis-Sai­son au­ßer Dienst ge­stellt.

Sea­bourn nannte eine Kom­bi­na­tion aus kom­mer­zi­el­len und be­trieb­li­chen Grün­den als aus­schlag­ge­bend für die­sen Schritt. Haupt­grund war die ge­rin­gere Nach­frage nach den op­tio­na­len, kost­spie­li­gen U‑­Boot-Aus­flü­gen als er­war­tet, die als Zu­satz­leis­tun­gen und nicht im Rei­se­preis ent­hal­ten an­ge­bo­ten wur­den.

Mau­ricio Fer­nan­dez, Lead Sub­ma­rine Pi­lot, Sea­bourn Pur­suit (c) Sea­bourn

Das Un­ter­neh­men ver­wies au­ßer­dem auf die tech­ni­sche Kom­ple­xi­tät der War­tung und Zer­ti­fi­zie­rung der U‑Boote so­wie auf die ver­schärf­ten re­gu­la­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen für de­ren Ein­satz in sen­si­blen Um­ge­bun­gen wie der Ant­ark­tis. Diese Ein­schrän­kun­gen hät­ten die Be­triebs­kos­ten er­höht und die Ein­satz­fle­xi­bi­li­tät ein­ge­schränkt.

Sea­bourn er­klärte, man wolle sich statt­des­sen auf an­dere Aspekte des Ex­pe­di­ti­ons­an­ge­bo­tes kon­zen­trie­ren und diese aus­bauen, dar­un­ter Zo­diac-An­lan­dun­gen, ge­führte Ex­kur­sio­nen und Bord­pro­gramme. Die­ser Rück­zug mar­kiert eine sel­tene Rück­be­sin­nung im Ex­pe­di­ti­ons­sek­tor, wo die Ree­de­reien zu­neh­mend in hoch­wer­tige Er­leb­nis­aus­rüs­tung in­ves­tiert ha­ben, um sich von der Kon­kur­renz ab­zu­he­ben.

www.seabourn.com

Elisabeth Kapral

Als Juristin hat Elisabeth gelernt, exakt zu formulieren. Das kommt ihr jetzt zugute, wenn sie für cruise4news schreibt. Worüber sie schreibt, weiß sie dabei ganz genau, denn sie hat in den letzten 15 Jahren mehr als 80 Kreuzfahrten mit den verschiedensten Reedereien unternommen.
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